Nackenschmerzen - Wie entstehen sie?
Nackenschmerzen, unangenehme Verhärtungen der Halsmuskulatur und oft auch des ganzen Rückens gehören für viele Menschen zum Alltag. Besonders häufig davon betroffen sind Personen mit einem Bürojob, oft können aber auch Stress und hohe Anforderungen im Beruf Ursache dafür sein. Solange aber keine krankheitsbedingten Schädigungen wie ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken, gibt es viele Möglichkeiten bestehende Schmerzen rasch zu lindern. Neben den verschiedenen Verfahren, die es gibt, um Verkrampfungen im Nacken in den Griff zu bekommen, zählen Massagen zur angenehmsten und effektivsten Methode.
Ursachen von Nackenproblemen
Eine ungünstige Haltung bei der Arbeit am Computer, falsches, einseitiges Tragen von schweren Lasten (z.B. Einkaufstaschen), eine Fehlhaltung beim Schlafen oder Zugluft - die Ursachen für eine schmerzende Nacken- und Schulterpartie sind vielfältig. Durch die dabei häufig eingenommene Fehlhaltung des Körpers können die Muskeln nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die Folge sind verhärtete Muskelpartien, was unweigerlich zu Verspannungen führt. In den wenigsten Fällen steckt ein ernster Hintergrund hinter Nackenschmerzen, trotzdem sollte man bei stetig wiederkehrenden Schmerzen, die trotz des Einsatzes präventiver Maßnahmen auftreten, den Hausarzt konsultieren, um ernste Erkrankungen wie beispielsweise Verletzungen der Halswirbelsäule oder rheumatische Beeinträchtigungen als Ursachen auszuschließen.
Auswirkungen
Schmerzen durch verhärtete Hals- und Nackenmuskeln strahlen häufig auf den gesamten Schulterbereich aus. Oft ist eine verkrampfte Halsmuskulatur auch Auslöser für Kopfschmerzen und sogar Übelkeit. Auch Schwindelgefühle treten häufig im Zusammenhang mit Nackenverspannungen auf. Die durch verhärtete Muskeln ausgelöste Symptomatik kann sogar bis zu Durchblutungsstörungen und damit verbundene Schmerzen in den Armen und Händen reichen.
Wirksam Muskeln an Nacken und Schultern lockern
1) Akute Hilfe: Die kurzzeitige (!) Einnahme von Schmerzmitteln oder das Auftragen von Salben mit Wirkstoffen wie beispielsweise Paracetamol oder Diclofenac haben sich als kurzfristige Lösung bewährt. Da sie den Schmerz wirksam ausschalten, werden Fehlhaltungen aufgegeben, die betreffenden Muskeln wieder bewegt und mit Sauerstoff versorgt.
2) Wellnessbehandlung: Nicht jeder verträgt oder möchte dauerhaft Medikamente nehmen. Davon abgesehen, dass ihre heilende Wirkung oft auch mit unliebsamen Nebenwirkungen einhergeht. Das massieren der betroffenen Partien, bietet eine willkommene Alternative. Mit einer Schulter-Nacken-Anwendung lassen sich z.B. schon innerhalb einer Viertelstunde Verspannungen der oberen Rückenpartie lösen. Die Durchblutung wird so gefördert und der Stoffwechsel angeregt, die Schmerzen verschwinden. Die gezielten Grifftechniken mit denen das möglich ist, lassen sich - beispielsweise um den Partner vor Schmerzen zu befreien oder um beruflich unzähligen Menschen helfen zu können, die unter diesen Problemen leiden – professionell in einer Massageausbildung erlernen.
3) Wärme: Heiße Duschen, die Auflage eines Kirschkernkissens oder das Aufbringen eines Wärmepflasters können ebenfalls wirksam die Muskeln erwärmen, den Stoffwechsel anregen und Verhärtungen lösen. Eine Hot-Stone-Behandlung spendet den Muskeln durch die Verwendung von zuvor erwärmten Lavasteinen nicht nur tiefergehende Wärme, sondern sorgt auch bei durch Stress verursachten Verspannungen für wohlige Entspannung. Das Massieren lernen mit dieser Technik kann also ebenfalls sehr viel Freude bereiten.
4) Bewegung: Bewegung ist ebenfalls ein probates Mittel, um Schmerzen im oberen Rückenbereich zu begegnen. Besonders empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken und Schwimmen.
5) Gezielter Stressabbau: Über die entspannende Wirkung wurde hier schon berichtet, darüber hinaus kann das Erlernen von Entspannungstechniken wie etwa Autogenem Training, Progressiver Muskelentspannung oder auch Yoga lindernd bei stressbedingtem, schmerzendem Nacken wirken.
Vorbeugung/Prävention
1) Regelmäßige Massagen: Es gibt so viele verschiedene Formen, sich wohlig durchkneten zu lassen, einige wie die bereits erwähnte Hot-Stone-, aber auch die klassische medizinische Behandlung eignen sich besonders gut, um durch regelmäßige Anwendungen die Durchblutung der Nackenmuskulatur zu unterstützen, sie so dauerhaft zu lockern und Verhärtungen entgegen zu wirken.
2) Übungen zur Festigung der Rückenmuskulatur: Starke Rücken- und kräftige Bauchmuskeln verhindern Fehlhaltungen. Durch gezielte Dehnübungen kann darüber hinaus Anspannung aus Nacken, Hals und Rücken genommen werden.
3) Arbeitsplatz: Auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten, der rückenfreundliches Arbeiten ermöglicht und für Schreibtischtäter besonders wichtig: regelmäßige Arbeitspausen, die mit Lockerungs- und Dehnübungen gefüllt werden.
4) Matratze: Um falsches Liegen und damit Fehlhaltungen des Körpers, die quasi im Schlaf kommen, zu vermeiden, sollte beim Fachmann eine auf die persönlichen Liegebedürfnisse abgestimmte Matratze erworben werden.
5) Zugluft meiden: Empfindliche Hals- und Nackenpartien vor Zugluft und Kälte schützen.
6) Haltung bewahren: Auf eine gerade Körperhaltung (mit lockeren Schultern) achten und Lasten gleichmäßig am Körper verteilt tragen. Rückenfreundlich mit gebeugten Knien und geradem Rücken schwere Dinge, wie z.B. Getränkekästen, anheben.
7) Stressausgleich: Stress sollte möglichst vermieden werden, wenn das nicht möglich ist, kann durch aktive Entspannungsmethoden ein neuer, gesünderer Umgang damit erlernt werden.