16. Dezember 2025
Lesezeit ca. 16 Min.

Die Prüfung zum/zur Heilpraktiker:in gehört zu den anspruchsvollsten Hürden auf dem Weg in die freie therapeutische Praxis. Viele träumen davon, eigenständig mit Menschen zu arbeiten, naturheilkundlich zu begleiten und ganzheitliche Heilansätze in die Welt zu tragen – doch davor steht die staatliche Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Diese Prüfung erfordert nicht nur umfangreiches Wissen in Medizin, Gesetzeskunde und Diagnostik, sondern auch eine klare Struktur, mentale Stärke und gutes Zeitmanagement.

Die gute Nachricht: Wer gezielt lernt, frühzeitig plant und sich umfassend vorbereitet, hat beste Chancen, die Heilpraktikerprüfung erfolgreich zu meistern. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Inhalte wichtig sind, wie Sie sich systematisch vorbereiten können – und wie Sie mit Prüfungsangst oder Blackouts souverän umgehen.

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Key Facts – Heilpraktikerprüfung

  • Rechtsgrundlage: Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz durch das zuständige Gesundheitsamt – eine Unbedenklichkeits-Überprüfung, kein akademisches Examen.
  • Zwei Teile: schriftliche Multiple-Choice-Prüfung und mündlich-praktische Überprüfung – beide müssen bestanden werden.
  • Schriftlich: 60 Fragen in 120 Minuten, Bestehensgrenze in der Regel mindestens 75 % richtige Antworten.
  • Termine: meist zwei feste Termine im Jahr (häufig März und Oktober), Anmeldung mit mehreren Monaten Vorlauf.
  • Voraussetzungen: in der Regel Mindestalter 25 Jahre, Hauptschulabschluss, ärztliches Zeugnis und Führungszeugnis.
  • Vorbereitungszeit: realistisch 12 bis 24 Monate berufsbegleitend, je nach Vorwissen und Lernpensum.
  • Wiederholung: bei Nichtbestehen ist eine erneute Anmeldung möglich – ohne feste Obergrenze der Versuche.

Was Sie in der Heilpraktikerprüfung erwartet – Ablauf, Inhalte & Anforderungen

Die Heilpraktikerprüfung wird in Deutschland von den zuständigen Gesundheitsämtern durchgeführt. Sie besteht aus zwei Teilen: einer schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung und einer mündlich-praktischen Überprüfung. Beide müssen bestanden werden, um die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde zu erhalten – unabhängig davon, ob Sie mit naturheilkundlichen Verfahren, Gesprächstherapie oder anderen Methoden arbeiten möchten.

1. Die schriftliche Prüfung:

  • Format: 60 Multiple-Choice-Fragen, 120 Minuten Bearbeitungszeit
  • Bestehensgrenze: mindestens 75 % richtige Antworten
  • Inhalte: Medizinische Grundlagen (Anatomie, Physiologie, Pathologie), Hygiene, Infektionsschutzgesetz, Notfälle, Gesetzeskunde

2. Die mündlich-praktische Prüfung:

  • Dauer: ca. 20–60 Minuten (je nach Prüfungsamt)
  • Durchführung: Vor einer Prüfungskommission, meist bestehend aus einem Amtsarzt und Fachpersonal
  • Prüfungssituationen: Diagnostik anhand von Fallbeispielen, Verhalten bei Verdachtsdiagnosen, Notfallmanagement, rechtliche Kenntnisse
Prüfung
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Die Prüfungstermine sind bundesweit einheitlich geregelt – meist im März und Oktober. Eine Anmeldung erfolgt über das jeweilige Gesundheitsamt mit einem Vorlauf von mehreren Monaten. Zusätzlich werden Gesundheitszeugnisse, Lebenslauf und ggf. polizeiliches Führungszeugnis gefordert.

Externer Linktipp: Einen offiziellen Überblick über Ablauf und Anforderungen finden Sie z. B. auf Wikipedia: Heilpraktiker.

Lernstrategien, Tools & Zeitplanung – So gehen Sie strukturiert vor

Eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zur Heilpraktikerprüfung ist der enorme Lernumfang. Anatomie, Physiologie, Pathologie, Notfälle, Gesetzeskunde – das alles in kurzer Zeit zu durchdringen, kann überwältigend wirken. Die gute Nachricht: Mit einer guten Struktur, passenden Tools und motivierender Lernmethodik schaffen Sie es Schritt für Schritt.

So strukturieren Sie Ihren Lernprozess:

  • Erstellen Sie einen realistischen Lernplan: Gliedern Sie Inhalte in Wochenziele, achten Sie auf Pufferzeiten & Wiederholungsblöcke
  • Nutzen Sie aktive Lernmethoden: Karteikarten, Mindmaps, Lautsprechlernen, Fallbeispiele
  • Arbeiten Sie mit Prüfungssimulationen: Üben Sie regelmäßig mit Multiple-Choice-Fragen aus Originalprüfungen
  • Führen Sie ein Lerntagebuch: Dokumentieren Sie Fortschritte, Herausforderungen & Fragen

Hilfreiche Tools und Quellen:

Planung ist die halbe Prüfung:

Beginnen Sie rechtzeitig – mindestens 12 Monate vor Ihrem geplanten Prüfungstermin. Setzen Sie sich Zwischenziele, belohnen Sie sich für Etappenerfolge und vergessen Sie nicht: Es ist okay, zwischendurch auch mal Pause zu machen. Kontinuität schlägt Perfektion.

Prüfungsangst überwinden – Mentale Vorbereitung & Selbstvertrauen stärken

Die beste fachliche Vorbereitung bringt wenig, wenn Sie in der Prüfung die Nerven verlassen. Lampenfieber, Blackouts oder Unsicherheiten sind menschlich – und absolut normal. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen. Eine gezielte mentale Vorbereitung kann Ihnen helfen, ruhiger, fokussierter und selbstsicherer durch die Prüfung zu gehen.

Prüfungsangst überwinden – Mentale Vorbereitung & Selbstvertrauen stärken

Die beste fachliche Vorbereitung auf eine Prüfung nützt wenig, wenn im entscheidenden Moment die Nerven versagen. Viele Menschen kennen das Gefühl von Lampenfieber, Blackouts oder innerer Unruhe, wenn es ernst wird. Diese Reaktionen sind vollkommen menschlich – und ganz normal. Entscheidend ist nicht, ob Sie aufgeregt sind, sondern wie Sie damit umgehen. Eine bewusste und gezielte mentale Vorbereitung kann Ihnen helfen, konzentriert, ruhig und selbstbewusst in die Prüfung zu gehen und Ihr Wissen bestmöglich abzurufen.

Was hilft gegen Prüfungsangst?

  • Visualisierung: Nutzen Sie regelmäßig Ihre Vorstellungskraft, um den Ablauf der Prüfung innerlich durchzugehen. Stellen Sie sich detailliert vor, wie Sie den Raum betreten, freundlich begrüßt werden und ruhig, klar und souverän auf die Fragen antworten. Dieses mentale Training stärkt Ihre Zuversicht und hilft, Ängste abzubauen.
  • Rituale & Routinen: Wiederkehrende Abläufe – wie ein festes Morgenritual, ein bestimmter Lernort oder eine kleine Meditationsübung vor dem Lernen – schaffen Verlässlichkeit. Besonders an Prüfungstagen geben solche Routinen Struktur, Sicherheit und ein Gefühl der Kontrolle.
  • Atemtechniken: Bewusstes Atmen ist ein wirksames Werkzeug gegen akute Nervosität. Die 4-7-8-Atemtechnik oder die tiefe Bauchatmung helfen, den Puls zu senken und innerlich zur Ruhe zu kommen. Besonders hilfreich ist es, diese Techniken bereits im Vorfeld regelmäßig zu üben, um sie im Ernstfall abrufen zu können.
  • Positive Selbstgespräche: Ersetzen Sie zweifelnde Gedanken bewusst durch motivierende innere Dialoge wie: „Ich bin gut vorbereitet“, „Ich darf Fehler machen und daraus lernen“ oder „Ich wachse mit jeder Herausforderung“. Diese Sätze stärken Ihr Selbstbild und geben Ihnen mentale Unterstützung – besonders in Momenten der Unsicherheit.

Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen:

  • Reflektieren Sie Ihre Motivation: Nehmen Sie sich bewusst Zeit, um zu hinterfragen, warum Sie diesen Weg gehen möchten. Was begeistert Sie an der Tätigkeit als Heilpraktiker:in? Welche Vision verfolgen Sie? Wenn Ihnen Ihr innerer Antrieb klar ist, können Sie auch in schwierigen Lernphasen leichter motiviert bleiben.
  • Feiern Sie Teilerfolge: Anerkennen Sie jeden Fortschritt, egal wie klein er erscheint. Jedes durchgearbeitete Kapitel, jede richtig beantwortete Frage und jede neue Erkenntnis ist ein Schritt nach vorn. Indem Sie regelmäßig inne halten und Ihre Entwicklung würdigen, stärken Sie Ihr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
  • Sprechen Sie mit anderen: Der Austausch mit anderen angehenden Heilpraktiker:innen kann enorm bereichernd sein. Lerngruppen bieten nicht nur inhaltliche Unterstützung, sondern auch emotionalen Rückhalt. Zu wissen, dass andere ähnliche Herausforderungen erleben, nimmt Ihnen das Gefühl, allein zu sein.

Mentale Stärke ist keine angeborene Eigenschaft – sie ist eine Fähigkeit, die Sie Schritt für Schritt entwickeln können. Jede überwundene Unsicherheit und jede bewusst gemeisterte Situation lässt Ihr Vertrauen in sich selbst wachsen. Dieses Vertrauen bildet die Grundlage, um auch in der Heilpraktikerprüfung mit innerer Ruhe, Klarheit und einem Lächeln bestehen zu können. Sie dürfen daran glauben: Sie haben alles in sich, was Sie brauchen.

Externer Linktipp: Praktische Übungen zur mentalen Prüfungsvorbereitung finden Sie z. B. auf arbeitsagentur.de

Was nach der Prüfung kommt – Perspektiven für angehende Heilpraktiker:innen

Die bestandene Heilpraktikerprüfung ist nicht nur ein Abschluss – sie ist ein Neubeginn. Mit dem erfolgreichen Amtsarzt-Gutachten erhalten Sie die Erlaubnis zur selbstständigen Ausübung der Heilkunde. Was Sie daraus machen, hängt ganz von Ihren Interessen, Spezialisierungen und Zielen ab.

Heilpraktiker sein
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Ihre Möglichkeiten als Heilpraktiker:in:

  • Eröffnung einer eigenen Praxis: Vollzeit, Teilzeit oder im Nebenerwerb – mit einem individuellen Behandlungskonzept
  • Zusammenarbeit mit Praxen, Studios oder Einrichtungen: z. B. als mobile:r Behandler:in oder Kooperationspartner:in
  • Schwerpunktwahl nach eigenen Interessen: Naturheilkunde, Psychotherapie, Ernährung, Körperarbeit, Entspannung
  • Fortbildungen & Spezialisierungen: Z. B. in Phytotherapie, Osteopathie, Hypnose, Schmerztherapie oder energetischer Arbeit

Viele Heilpraktiker:innen verbinden mehrere Ansätze zu einer ganzheitlichen Begleitung. Andere fokussieren sich auf einen Spezialbereich. Wichtig ist: Sie können Ihren eigenen Weg gestalten – in Ihrem Tempo, mit Ihren Werten und Ihren Fähigkeiten.

Praxistipp: Nutzen Sie die Monate nach der Prüfung für Hospitationen, Supervision, Austausch mit Kolleg:innen – so bauen Sie Erfahrung & Vertrauen auf.

Fazit – Mit Mut, Struktur & Herz durch die Heilpraktikerprüfung

Die Heilpraktikerprüfung ist fordernd – aber sie ist machbar. Mit einem klaren Lernplan, fundierten Inhalten, regelmäßiger Wiederholung und einer starken inneren Motivation wachsen Sie Schritt für Schritt über sich hinaus. Vergessen Sie nie: Jeder Mensch lernt anders, jeder darf Fehler machen, und jeder hat das Recht auf einen individuellen Weg zum Ziel.

Ob Sie die Prüfung beim ersten Mal bestehen oder mehrere Anläufe brauchen – wichtig ist, dass Sie dranbleiben, sich vernetzen und Ihrem Herzenswunsch folgen. Denn Heilpraktiker:in zu sein, ist mehr als ein Beruf: Es ist Berufung, Verantwortung und ein Geschenk an andere Menschen.

Möchten Sie strukturiert, flexibel und mit Begleitung lernen? Dann entdecken Sie jetzt die Online-Ausbildung zur Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung bei Wellness in Perfektion – für Ihren erfolgreichen Weg in die Heilkunde.

Sie brauchen keinen perfekten Start. Sie brauchen nur den Mut, loszugehen.

Voraussetzungen und Anmeldung beim Gesundheitsamt

Bevor Sie zur Überprüfung antreten, müssen einige formale Voraussetzungen erfüllt sein. Der Antrag auf Erteilung der Heilpraktikererlaubnis wird beim Gesundheitsamt Ihres Wohnorts gestellt, das damit auch die zuständige Behörde für die Überprüfung ist. Da die konkrete Ausgestaltung Ländersache ist, lohnt sich immer ein früher Blick auf die Vorgaben des jeweiligen Amtes – die Unterschiede betreffen Fristen, Gebühren und den genauen Ablauf.

In der Regel gelten bundesweit ähnliche Grundanforderungen, die Sie mit Ihrer Anmeldung nachweisen müssen. Fehlt ein Dokument, verzögert sich die Zulassung, deshalb sollten Sie die Unterlagen rechtzeitig zusammenstellen.

  • Mindestalter: in der Regel abgeschlossenes 25. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Erlaubniserteilung.
  • Schulbildung: mindestens ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand.
  • Gesundheitliche Eignung: ein ärztliches Zeugnis, das keine gesundheitlichen Bedenken gegen die Ausübung der Heilkunde ausweist.
  • Persönliche Zuverlässigkeit: ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis.
  • Weitere Unterlagen: tabellarischer Lebenslauf, Personalausweis oder Meldebescheinigung und der ausgefüllte Antrag.

Planen Sie für die Bearbeitung mehrere Wochen bis Monate ein und melden Sie sich deutlich vor dem gewünschten Prüfungstermin an. Wer den Anmeldeprozess frühzeitig anstößt, verschafft sich zudem Klarheit über die genauen Rahmenbedingungen vor Ort und kann seine Lernplanung darauf abstimmen.

Wenn es beim ersten Mal nicht klappt: Wiederholung und typische Stolpersteine

Nicht jede Vorbereitung führt sofort zum Erfolg, und das ist keine Seltenheit. Wichtig ist zu wissen, dass ein Nichtbestehen kein endgültiges Urteil über Ihre Eignung ist. Sie können sich erneut anmelden und beim nächsten regulären Termin wieder antreten. Statt zu hadern, lohnt es sich, die Prüfungserfahrung nüchtern auszuwerten und daraus konkrete Lehren zu ziehen.

Viele Rückschläge lassen sich auf wiederkehrende Muster zurückführen, die sich mit etwas Abstand gut erkennen und beim nächsten Anlauf vermeiden lassen.

  • Zu spät begonnen: Der Stoffumfang wird häufig unterschätzt, sodass am Ende die Zeit für Wiederholung und Prüfungssimulationen fehlt.
  • Lücken in der Gesetzeskunde: Rechtliche Grenzen und Meldepflichten werden gegenüber der reinen Medizin oft vernachlässigt, sind in der Prüfung aber zentral.
  • Fehlende Prüfungssimulation: Ohne regelmäßiges Üben unter realen Bedingungen bleibt der mündliche Teil eine unbekannte Größe.
  • Prüfungsangst unterschätzt: Wer die mentale Vorbereitung ausklammert, riskiert Blackouts trotz solidem Fachwissen.

Hilfreich ist es außerdem, sich direkt nach der Prüfung Notizen zu den gestellten Fragen und den eigenen Unsicherheiten zu machen, solange die Erinnerung noch frisch ist. So erkennen Sie präzise, wo der Schwerpunkt für die nächste Vorbereitungsphase liegen sollte. Nutzen Sie die Zeit bis zum nächsten Termin gezielt, um genau diese Schwachstellen zu schließen. Ein Austausch in Lerngruppen, das gezielte Nacharbeiten schwieriger Themen und ein ehrlicher Blick auf den eigenen Lernstil bringen Sie beim zweiten Anlauf oft deutlich souveräner ans Ziel. Denken Sie daran: Auch erfahrene Heilpraktiker:innen haben ihren Weg mit Geduld und mehreren Etappen gestaltet.

Fazit

Die Heilpraktikerprüfung ist eine anspruchsvolle, aber gut planbare Hürde. Wer die Struktur der amtsärztlichen Überprüfung kennt, frühzeitig mit einem realistischen Lernplan beginnt, medizinisches Grundlagenwissen und Gesetzeskunde sicher beherrscht und zusätzlich seine mentale Widerstandskraft trainiert, geht deutlich gelassener in den schriftlichen und mündlichen Teil. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht – wohl aber viele Stellschrauben, die Sie selbst in der Hand haben: solide Inhalte, regelmäßige Prüfungssimulationen, kluges Zeitmanagement und der Mut, auch nach einem Rückschlag dranzubleiben. Wenn Sie strukturiert und begleitet lernen möchten, unterstützt Sie unsere Online-Ausbildung zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung Schritt für Schritt auf Ihrem Weg.

Häufige Fragen zu Heilpraktikerprüfung bestehen

Wie läuft die Heilpraktikerprüfung ab?

Die Überprüfung findet beim zuständigen Gesundheitsamt statt und besteht aus zwei Teilen. Zuerst absolvieren Sie eine schriftliche Prüfung mit 60 Multiple-Choice-Fragen in 120 Minuten. Wer diese besteht, wird zur mündlich-praktischen Überprüfung eingeladen, bei der eine Kommission unter Leitung eines Amtsarztes Ihre Kenntnisse anhand von Fallbeispielen, Diagnostik und rechtlichen Fragen prüft. Beide Teile müssen bestanden werden.

Welche Inhalte werden geprüft?

Im Mittelpunkt stehen medizinische Grundlagen wie Anatomie, Physiologie und Pathologie sowie Hygiene, das Infektionsschutzgesetz, das Erkennen von Notfällen und die einschlägige Gesetzeskunde. Geprüft wird vor allem, ob Sie Krankheitsbilder einordnen und Situationen erkennen können, in denen Sie nicht behandeln dürfen, sondern an einen Arzt verweisen müssen. Es geht um die Frage der Unbedenklichkeit, nicht um ein umfassendes Medizinstudium.

Was kostet die Heilpraktikerprüfung?

Die Gebühren für die amtsärztliche Überprüfung legen die Bundesländer und Gesundheitsämter selbst fest, weshalb sie regional unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommen mögliche Kosten für das ärztliche Zeugnis, das Führungszeugnis und die Vorbereitung. Die genauen Gebühren erfragen Sie am besten direkt bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt, da wir hier keine verbindlichen Beträge nennen können.

Wie bereite ich mich am besten auf die Prüfung vor?

Bewährt hat sich eine Kombination aus strukturiertem Lernplan, aktiven Lernmethoden wie Karteikarten und Fallbeispielen sowie regelmäßigen Prüfungssimulationen mit Original-Multiple-Choice-Fragen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, wiederholen Sie Inhalte in festen Blöcken und arbeiten Sie mögliche Wissenslücken gezielt auf. Ein strukturierter Vorbereitungslehrgang gibt zusätzlich Orientierung und einen roten Faden durch den umfangreichen Stoff.

Was passiert, wenn ich nicht bestehe?

Ein Nichtbestehen ist kein endgültiges Aus. Sie können sich in der Regel erneut zur Prüfung anmelden, häufig zum nächsten regulären Termin. Eine feste Höchstzahl an Versuchen gibt es üblicherweise nicht. Nutzen Sie die Zeit bis zum nächsten Anlauf, um gezielt an den Themen zu arbeiten, die Ihnen schwergefallen sind, und lassen Sie sich von einem einzelnen Rückschlag nicht entmutigen.

© 2026 wellnessinperfektion.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
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Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
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Ab Ab