23. Juni 2026
Lesezeit ca. 16 Min.

Meditation lernen ist keine Frage von Talent, sondern von Übung. Sobald der äußere Lärm verstummt, beginnt oft der innere – Gedanken kreisen um To-do-Listen, Gespräche oder die nächste E-Mail. Genau hier setzt Meditation an: eine erlernbare Fähigkeit, mit der eigenen Aufmerksamkeit bewusster umzugehen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen bewährte Techniken, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und praktische Wege, Achtsamkeit fest in Ihren Alltag zu bringen.

Key Facts

  • Meditation ist eine erlernbare Fähigkeit – kein angeborenes Talent und keine esoterische Geheimwissenschaft.
  • Der Kern jeder Übung: bemerken, wohin die Gedanken wandern, und sie freundlich zurückführen.
  • Für Einsteiger eignen sich vor allem Atemmeditation, Body-Scan, Gehmeditation und das Üben mit einem Fokuswort.
  • Fünf Minuten täglich sind wirkungsvoller als seltene, lange Sitzungen.
  • Spürbare Effekte entwickeln sich meist über mehrere Wochen regelmäßiger Praxis.
  • Meditation ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, sondern versteht sich als Ergänzung.

Stille auszuhalten fällt vielen Menschen erstaunlich schwer. Kaum verstummt der äußere Lärm, meldet sich der innere zu Wort: ein offener Punkt auf der Arbeitsliste, ein unausgesprochener Satz aus dem letzten Gespräch, die Sorge um den nächsten Termin. Wer hier zum ersten Mal innehält, erlebt oft das Gegenteil von Ruhe – und zieht den voreiligen Schluss, zum Meditieren nicht geschaffen zu sein. Tatsächlich ist genau dieser unruhige Geist der natürliche Ausgangspunkt jeder Praxis. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Techniken sich für den Einstieg eignen, wie Sie eine beständige Routine aufbauen und wie sich Achtsamkeit Schritt für Schritt in den Alltag einfügen lässt.

Was bedeutet Meditation eigentlich?

Meditation ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Übungen, die eines gemeinsam haben: Sie lenken Ihre Aufmerksamkeit gezielt. Manche Methoden richten den Fokus auf den Atem, andere auf Körperempfindungen, auf Klänge oder auf einen einzelnen Gedanken. Das Ziel ist ausdrücklich nicht, an „nichts“ zu denken – dieses verbreitete Missverständnis sorgt bei vielen Einsteigern für unnötigen Frust. Vielmehr geht es darum, zu bemerken, wohin Ihre Gedanken wandern, und sie immer wieder freundlich zum gewählten Anker zurückzuführen.

Diese Bewegung des Bemerkens und Zurückkehrens ist der eigentliche Kern der Praxis. Sie trainieren damit eine Art mentalen Muskel: die Fähigkeit, Ihre Aufmerksamkeit bewusst zu steuern, statt von jedem aufkommenden Impuls mitgerissen zu werden. Wie bei jedem Training zählt nicht die einzelne perfekte Wiederholung, sondern die Summe vieler kleiner, regelmäßiger Einheiten.

Achtsamkeit, Konzentration und offenes Gewahrsein

In der Praxis lassen sich grob zwei Richtungen unterscheiden, die sich gut ergänzen. Bei der konzentrativen Meditation bündeln Sie die Aufmerksamkeit auf ein einziges Objekt – etwa den Atem oder ein Wort. Bei der achtsamkeitsbasierten Form öffnen Sie das Gewahrsein und beobachten, was im gegenwärtigen Moment auftaucht, ohne es zu bewerten. Beide Wege schulen unterschiedliche Qualitäten: Der eine fördert Sammlung und Fokus, der andere eine annehmende, beobachtende Haltung gegenüber Gedanken und Gefühlen.

Meditation ist Übung, kein Talent

Viele glauben, sie seien „nicht der Typ zum Meditieren“, weil ihre Gedanken partout nicht zur Ruhe kommen wollen. Das ist jedoch kein Hindernis, sondern der völlig normale Ausgangspunkt. Ein wandernder Geist gehört zur Meditation dazu wie das Wackeln zum Gleichgewichtstraining. Entscheidend ist nicht, ob Gedanken auftauchen, sondern wie Sie damit umgehen – nämlich, indem Sie sie bemerken, gehen lassen und zurückkehren. Mit jeder Wiederholung wird dieser Umgang vertrauter und selbstverständlicher.

Welche Wirkung kann Meditation haben?

Meditation wird seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten häufig von mehr innerer Ruhe, einem bewussteren Umgang mit Stress und einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit. Oft beschreiben sie zudem ein verändertes Verhältnis zu den eigenen Gedanken und Gefühlen: Statt sich von jeder Emotion vereinnahmen zu lassen, entsteht ein kleiner, hilfreicher Abstand, aus dem heraus sich gelassener reagieren lässt.

Wichtig ist eine realistische Erwartung. Meditation ist kein Allheilmittel und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wer unter ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden leidet, sollte die Praxis als Ergänzung verstehen und sich bei Bedarf fachlich begleiten lassen. Die positiven Veränderungen entfalten sich außerdem nicht über Nacht, sondern entwickeln sich allmählich mit kontinuierlicher Übung.

Entspannte Hände ruhen während einer sitzenden Meditation auf den Oberschenkeln
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI)

Geduld als wichtigste Zutat

Die Effekte von Meditation zeigen sich meist schleichend und unspektakulär. Statt nach einem einzelnen, großen Erleuchtungsmoment zu suchen, lohnt es sich, die Praxis als langfristige Gewohnheit zu betrachten. Kleine, regelmäßige Einheiten sind dabei deutlich wirkungsvoller als seltene, sehr lange Sitzungen. Wer drei Wochen lang täglich fünf Minuten übt, kommt erfahrungsgemäß weiter als jemand, der einmal im Monat eine Stunde absolviert.

Wann Vorsicht angebracht ist

Für die allermeisten Menschen ist Meditation gut verträglich. In seltenen Fällen können beim stillen Sitzen jedoch belastende Gefühle oder Erinnerungen auftauchen. Wer eine akute psychische Erkrankung hat oder sich nach dem Üben anhaltend unwohl fühlt, sollte die Praxis behutsam angehen und im Zweifel ärztlichen oder therapeutischen Rat suchen. Achtsamkeit bedeutet auch, die eigenen Grenzen zu respektieren.

Ulrich Pötter
Ulis Tipp

Verknüpfen Sie Ihre Meditation mit einer festen Tasse Tee oder Kaffee am Morgen. Statt das Getränk nebenbei zu trinken, setzen Sie sich für drei bewusste Minuten hin, bevor Sie den ersten Schluck nehmen. So koppeln Sie die neue Gewohnheit an ein bestehendes, angenehmes Ritual – und vergessen sie deutlich seltener.

Meditation lernen: Die wichtigsten Techniken für Einsteiger

Es gibt nicht die eine richtige Methode. Welcher Ansatz zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Temperament, Ihrem Alltag und Ihren Vorlieben ab. Probieren Sie daher verschiedene Techniken in Ruhe aus und beobachten Sie, welche sich für Sie stimmig anfühlt. Die folgenden vier Methoden haben sich für den Einstieg besonders bewährt und lassen sich ohne Vorkenntnisse umsetzen.

1. Atemmeditation

Die Atemmeditation ist der Klassiker für Einsteiger. Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf den natürlichen Atem, ohne ihn bewusst zu verändern. Sie spüren, wie die Luft kühl durch die Nase einströmt, wie sich der Bauch sanft hebt und senkt, wie der warme Atem wieder ausströmt. Manche zählen die Atemzüge bis zehn und beginnen dann von vorn – ein kleiner Trick, der dem wandernden Geist einen klaren Bezugspunkt gibt.

Sobald Sie bemerken, dass Ihre Gedanken abgeschweift sind, kehren Sie ruhig zum Atem zurück. Dieses Zurückkehren ist keine Niederlage, sondern der eigentliche Trainingsmoment. Die Atemmeditation eignet sich hervorragend für den Anfang, weil der Atem stets verfügbar ist – Sie brauchen keinerlei Hilfsmittel und können jederzeit und überall üben.

2. Body-Scan

Beim Body-Scan wandern Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit langsam durch den Körper. Sie beginnen meist bei den Füßen und tasten sich gedanklich Region für Region nach oben vor, bis zum Scheitel. Dabei nehmen Sie wahr, was sich gerade zeigt: Wärme, Anspannung, ein leichtes Kribbeln oder vielleicht gar nichts Besonderes. Es geht nicht darum, etwas zu verändern, sondern lediglich zu spüren, was ohnehin da ist.

Diese Technik schult die Körperwahrnehmung und hilft besonders Menschen, die viel im Kopf unterwegs sind. Der Body-Scan lässt sich gut im Liegen üben und eignet sich daher auch als sanfte Einschlafhilfe am Abend.

3. Gehmeditation

Meditation muss nicht im Sitzen stattfinden. Bei der Gehmeditation richten Sie die Aufmerksamkeit auf die Bewegung selbst: das Abrollen der Füße über den Boden, das Verlagern des Gewichts von einem Bein auf das andere, den Kontakt der Sohlen zum Untergrund. Sie gehen dabei bewusst langsam und ohne Ziel – nicht um irgendwo anzukommen, sondern um wirklich präsent zu gehen.

Diese Form eignet sich gut für Menschen, denen das stille Sitzen schwerfällt oder die nach langem Sitzen am Schreibtisch Bewegung brauchen. Sie verbindet körperliche Aktivität mit innerer Sammlung und lässt sich unkompliziert in einen ohnehin geplanten Spaziergang integrieren.

4. Meditation mit Fokuswort

Bei dieser Technik wiederholen Sie innerlich ein ruhiges Wort oder einen kurzen Satz, etwa „Ruhe“ oder „Ich bin hier“. Das Wort dient als Anker für die Aufmerksamkeit. Wenn Gedanken aufkommen, kehren Sie sanft zu diesem Wort zurück. Dieser Ansatz gibt dem Geist einen besonders klaren Bezugspunkt und wird von vielen Menschen als beruhigend und leicht zugänglich empfunden – gerade dann, wenn der Atem allein zu unauffällig wirkt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihre erste Meditation

Wenn Sie noch nie meditiert haben, beginnen Sie am besten mit einer kurzen, einfachen Atemmeditation. Die folgende Anleitung führt Sie durch die ersten Minuten und nimmt Ihnen die Unsicherheit, etwas „falsch“ machen zu können. Lesen Sie die Schritte einmal in Ruhe durch, bevor Sie loslegen.

  1. Ort wählen: Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, an dem Sie für einige Minuten ungestört sind. Schalten Sie Ihr Telefon stumm und sagen Sie gegebenenfalls den Mitbewohnenden kurz Bescheid.
  2. Haltung einnehmen: Setzen Sie sich aufrecht, aber entspannt hin – auf einen Stuhl oder ein Kissen. Der Rücken ist gerade, die Schultern locker, die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Sie können die Augen schließen oder den Blick weich auf einen Punkt am Boden richten.
  3. Ankommen: Nehmen Sie ein paar bewusste, etwas tiefere Atemzüge. Spüren Sie, wie Ihr Körper Kontakt zur Unterlage hat. Geben Sie sich einen Moment, um wirklich anzukommen.
  4. Atem beobachten: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem. Beobachten Sie das Ein- und Ausströmen, ohne daran etwas zu verändern.
  5. Zurückkehren: Wenn Sie merken, dass Ihre Gedanken abgeschweift sind, ist das völlig normal. Stellen Sie freundlich fest, dass es passiert ist, und kehren Sie zum Atem zurück.
  6. Abschließen: Nach einigen Minuten weiten Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder. Spüren Sie den Raum um sich herum, bewegen Sie sanft Finger und Zehen und öffnen Sie die Augen.
Person geht achtsam und barfuß langsam über einen Holzboden bei der Gehmeditation
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI)

Wie lange sollten Sie meditieren?

Für den Anfang reichen fünf Minuten völlig aus. Die Devise lautet: lieber kurz und regelmäßig als lang und selten. Mit der Zeit können Sie die Dauer auf zehn, fünfzehn oder zwanzig Minuten ausdehnen, sofern es sich für Sie stimmig anfühlt. Es gibt jedoch kein festes Soll und keinen Wettbewerb – Ihre Praxis darf zu Ihrem Leben passen und nicht umgekehrt.

Morgens oder abends üben?

Beide Zeitpunkte haben ihre Stärken. Eine Meditation am Morgen kann den Tag mit Klarheit und Ruhe beginnen lassen, bevor die ersten Aufgaben drängen. Eine Sitzung am Abend hilft hingegen, den Tag bewusst abzuschließen und zur Ruhe zu kommen. Probieren Sie aus, welcher Rhythmus sich leichter durchhalten lässt – die beste Uhrzeit ist die, an der Sie tatsächlich üben.

Meditation in den Alltag integrieren

Die größte Hürde ist selten die Technik, sondern die Beständigkeit. Gute Vorsätze allein tragen erfahrungsgemäß nicht weit – es braucht kleine Strukturen, die das Üben erleichtern. Die folgenden Strategien helfen Ihnen dabei, Meditation Schritt für Schritt zu einer festen, selbstverständlichen Gewohnheit werden zu lassen.

Feste Zeiten schaffen

Verankern Sie die Meditation an einem bestehenden Punkt Ihres Tagesablaufs, zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen oder kurz vor dem Zubettgehen. Wenn Sie die Praxis an eine bereits etablierte Routine koppeln – etwa an das morgendliche Zähneputzen oder die erste Tasse Kaffee –, fällt es deutlich leichter, sie nicht zu vergessen.

Klein anfangen

Setzen Sie die Hürde bewusst niedrig. Eine Minute, die Sie tatsächlich jeden Tag praktizieren, ist wertvoller als ein ehrgeiziger Vorsatz, der nie umgesetzt wird. Wenn die Gewohnheit erst einmal steht und sich vertraut anfühlt, lässt sich die Dauer fast von selbst ausbauen.

Achtsame Momente nutzen

Meditation muss nicht immer eine formelle Sitzung sein. Sie können auch mitten im Alltag üben und kleine Achtsamkeitsinseln einbauen. Solche Momente verlangen keine zusätzliche Zeit, sondern lediglich eine veränderte Haltung – nämlich ganz bei dem zu sein, was Sie gerade tun.

  • Beim Zähneputzen die Bewegung und den Geschmack bewusst wahrnehmen.
  • Beim Warten an der Ampel oder in der Schlange drei ruhige, bewusste Atemzüge nehmen.
  • Beim Essen wirklich schmecken, statt nebenbei auf das Handy zu blicken.
  • Beim Händewaschen die Temperatur des Wassers auf der Haut spüren.

Hilfsmittel mit Bedacht einsetzen

Geführte Meditationen über Apps oder Audioaufnahmen können den Einstieg spürbar erleichtern, weil eine ruhige Stimme Sie durch die Übung leitet und Sie nicht selbst auf die Zeit achten müssen. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht dauerhaft davon abhängig zu machen. Das langfristige Ziel ist, irgendwann auch eigenständig und ohne Anleitung meditieren zu können.

Typische Stolpersteine – und wie Sie damit umgehen

Auf dem Weg zu einer regelmäßigen Praxis tauchen bei fast allen Menschen dieselben Schwierigkeiten auf. Es hilft enorm zu wissen, dass diese Hürden völlig normal sind und nicht gegen Sie als Person sprechen. Die folgenden vier Gedanken hören wir besonders häufig – samt einer hilfreichen Sichtweise dazu.

  • „Ich kann meine Gedanken nicht abstellen.“ Das müssen Sie auch gar nicht. Gedanken sind kein Fehler im System, sondern ein natürlicher Vorgang. Beobachten Sie sie und kehren Sie immer wieder freundlich zum Anker zurück.
  • „Ich habe keine Zeit.“ Schon wenige Minuten genügen vollkommen. Oft ist es weniger eine Frage der Zeit als der Priorität – fünf Minuten lassen sich in nahezu jedem Tag finden.
  • „Ich werde unruhig.“ Innere Unruhe darf da sein. Versuchen Sie, sie wahrzunehmen, ohne sofort etwas dagegen unternehmen zu wollen. Mit zunehmender Übung wird der Umgang damit leichter.
  • „Ich spüre keine Wirkung.“ Effekte zeigen sich häufig erst nach Wochen regelmäßiger Praxis. Bleiben Sie geduldig und betrachten Sie die investierte Zeit als ein Geschenk an sich selbst.

Fazit

Meditation lernen bedeutet nicht, einen Zustand vollkommener Ruhe zu erreichen, sondern eine freundliche, übende Haltung sich selbst gegenüber zu entwickeln. Sie brauchen keine besondere Begabung, keine teure Ausrüstung und keinen perfekten Ort – nur die Bereitschaft, regelmäßig zu üben und sich dabei mit Geduld zu begegnen. Beginnen Sie klein, bleiben Sie beständig und lassen Sie Ihre Praxis mit der Zeit wachsen. Der wichtigste Schritt ist immer der nächste Atemzug.

Wie lange dauert es, bis man Meditation gelernt hat?

Meditation ist kein Ziel, das man abschließt, sondern eine fortlaufende Praxis. Die Grundtechnik können Sie schon in der ersten Sitzung anwenden. Eine spürbare Vertrautheit und ein gelassenerer Umgang mit Gedanken entwickeln sich meist über mehrere Wochen regelmäßiger Übung. Entscheidend ist die Beständigkeit, nicht die Geschwindigkeit.

Brauche ich für die Meditation besondere Hilfsmittel?

Nein. Für die Grundpraxis benötigen Sie lediglich einen ruhigen Ort und einige Minuten Zeit. Ein Sitzkissen oder ein bequemer Stuhl können hilfreich sein, sind aber nicht zwingend nötig. Geführte Meditationen per App können den Einstieg erleichtern, ersetzen aber nicht die eigene Übung.

Kann ich auch abends im Bett meditieren?

Ja, das ist möglich – der Body-Scan eignet sich dafür besonders gut. Beachten Sie allerdings, dass Sie im Liegen leichter einschlafen. Wenn Ihr Ziel wache Aufmerksamkeit ist, üben Sie besser im Sitzen. Zum Entspannen und Einschlafen kann eine Meditation im Liegen jedoch eine wohltuende Routine sein.

Was tun, wenn meine Gedanken ständig abschweifen?

Das Abschweifen ist kein Fehler, sondern der normale Verlauf jeder Meditation. Stellen Sie freundlich fest, dass Ihre Gedanken gewandert sind, und führen Sie die Aufmerksamkeit ruhig zum Anker zurück – etwa zum Atem oder zu einem Fokuswort. Genau dieses Zurückkehren ist die eigentliche Übung.

Welche Technik eignet sich am besten für den Anfang?

Für die meisten Einsteiger ist die Atemmeditation ideal, weil der Atem jederzeit verfügbar ist und keinerlei Hilfsmittel benötigt werden. Wer beim stillen Sitzen unruhig wird, kann mit der Gehmeditation beginnen. Probieren Sie verschiedene Ansätze aus und beobachten Sie, welcher Ihnen am leichtesten fällt.

Ist Meditation für jeden geeignet?

Für die allermeisten Menschen ist Meditation gut verträglich und bereichernd. In seltenen Fällen können beim Üben belastende Gefühle auftauchen. Wer eine akute psychische Erkrankung hat oder sich nach dem Üben anhaltend unwohl fühlt, sollte behutsam vorgehen und im Zweifel ärztlichen oder therapeutischen Rat einholen. Meditation ersetzt keine medizinische Behandlung.

Quellen

  1. Wikipedia: Meditation
  2. Wikipedia: Achtsamkeit (mindfulness)
  3. DocCheck Flexikon: Meditation
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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vor 2 Wochen
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Heike Regenberg
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vor 6 Monaten
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