13. August 2026
Lesezeit ca. 15 Min.

Eine Yogalehrer-Ausbildung kostet in Deutschland zwischen rund 500 und 10.000 Euro. Diese enorme Spanne hat einen einfachen Grund: Der Beruf ist nicht gesetzlich geregelt, und die Angebote reichen vom Online-Zertifikatskurs über die klassische 200-Stunden-Ausbildung bis zur mehrjährigen Ausbildung mit 500 und mehr Stunden. Welche Stufe Sie brauchen, hängt allein davon ab, was Sie danach vorhaben – wer Kurse über die Krankenkassen abrechnen möchte, braucht deutlich mehr Stunden als jemand, der im Studio unterrichten will. Dieser Ratgeber ordnet die Formate, die Preise und die versteckten Posten.

Key Facts – Kosten der Yogalehrer-Ausbildung

  • Online-Zertifikatskurs: 500 bis 1.500 Euro, zeitlich frei
  • Klassische 200-Stunden-Ausbildung: 1.500 bis 3.500 Euro
  • Mehrjährige Ausbildung ab 500 Stunden: 3.500 bis 10.000 Euro
  • Rechtlicher Rahmen: „Yogalehrer" ist nicht geschützt, es gibt keine staatliche Prüfung
  • Für Kassenkurse nötig: rund 500 Ausbildungsstunden über mindestens zwei Jahre
  • Häufig unterschätzt: Unterkunft bei Intensivformaten, Verbandsbeitrag, Versicherung

Was die Ausbildung kostet

Wer Angebote nebeneinanderlegt, findet Preise, die um den Faktor zwanzig auseinanderliegen – und alle nennen sich Yogalehrer-Ausbildung. Der Unterschied liegt fast nie in der Qualität einzelner Stunden, sondern im Umfang und im Format. Die folgende Übersicht ordnet den Markt nach dem, was am Ende zählt: der Stundenzahl.

FormatÜbliche KostenUmfangWofür es reicht
Online-Zertifikatskurs im Selbststudium500 – 1.500 €meist unter 200 Stundeneigene Praxis, erste Kurse im privaten Rahmen
200-Stunden-Ausbildung1.500 – 3.500 €200 Stundeninternationaler Standard, Unterricht im Studio
Mehrjährige Ausbildung3.500 – 7.000 €500+ Stunden über 2 JahreVoraussetzung für Kassenkurse
Verbandsausbildung über vier Jahre6.000 – 10.000 €700 – 800 Stundenhöchster Standard, Verbandsmitgliedschaft

Hinter der Zahl „200 Stunden" steht dabei ein recht einheitlicher Aufbau: etwa die Hälfte entfällt auf Technik und eigene Praxis, ein Viertel auf Anatomie, Physiologie und Kontraindikationen, der Rest auf Unterrichtsmethodik, Philosophie und eigene Lehrproben. Wenn ein Angebot diese Aufteilung nicht nennt, lohnt die Nachfrage – gerade beim Anteil der eigenen Lehrproben unterscheiden sich Ausbildungen erheblich, und genau der entscheidet später darüber, ob Sie sich vor eine fremde Gruppe stellen.

Die entscheidende Frage vor jedem Preisvergleich lautet deshalb nicht „Was kostet es?", sondern „Was will ich damit tun?". Wer Yoga für sich selbst vertiefen und gelegentlich Freunde anleiten möchte, ist mit dem ersten Format gut bedient. Wer regelmäßig im Studio unterrichten will, orientiert sich am zweiten. Und wer Präventionskurse über die Krankenkassen abrechnen möchte, kommt an der dritten Stufe nicht vorbei – dazu weiter unten mehr.

Warum die Preise so weit auseinanderliegen

Der Grund ist derselbe wie bei den meisten Gesundheitsberufen außerhalb der Heilberufe: „Yogalehrer" ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Es gibt keine staatliche Ausbildungsordnung, keine Prüfungsordnung und keine Behörde, die eine Erlaubnis erteilt. Wer unterrichten möchte, darf das – ein Nachweis ist rechtlich nicht vorgeschrieben.

Das bedeutet nicht, dass Ausbildungen beliebig wären. Der Markt hat eigene Standards entwickelt, an denen sich Studios und Teilnehmer orientieren, und die sind erstaunlich stabil. Sie ersetzen aber keine staatliche Prüfung, und niemand kann Ihnen einen amtlichen Titel verkaufen.

Drei Folgen hat das für Ihren Preisvergleich:

  • Die Stundenzahl ist die einzige belastbare Kennzahl. Sie steht in jedem seriösen Angebot und lässt sich direkt vergleichen – anders als Bezeichnungen wie „umfassend" oder „ganzheitlich".
  • Die Formatwahl treibt den Preis stärker als der Inhalt. Ein vierwöchiges Intensivformat mit Unterkunft kostet ein Vielfaches derselben Stundenzahl im Wochenendrhythmus.
  • Zertifikate sind untereinander nicht gleichwertig, auch wenn sie ähnlich heißen. Entscheidend ist, was ein Studio oder die Prüfstelle für Prävention anerkennt – nicht, wie hochwertig die Urkunde aussieht.
Ausbilderin korrigiert die Haltung einer Teilnehmerin in einem hellen Yogaraum
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Was im Preis steckt – und was nicht

Die beworbene Gebühr ist bei Yoga-Ausbildungen häufiger als in anderen Bereichen nur ein Teil der Rechnung, weil viele Formate als Intensivkurs an einem Retreat-Ort stattfinden. Diese Posten gehören vor der Anmeldung geklärt.

PostenÜbliche HöheHäufig enthalten?
Lehrmaterial, Skripte, Lernplattform0 – 300 €bei Online-Formaten meist ja
Prüfungsgebühr0 – 250 €unterschiedlich – ausdrücklich nachfragen
Unterkunft und Verpflegung bei Intensivformaten600 – 2.500 €oft nicht, obwohl das Format es erzwingt
Anreise, bei Auslandsformaten Flug100 – 1.200 €nie
Fachbücher und eigene Ausstattung100 – 300 €selten
Verbandsmitgliedschaft80 – 200 € im Jahrnein

Die dritte Zeile verdient besondere Aufmerksamkeit. Ein Format, das mit 2.200 Euro wirbt und vier Wochen an einem festen Ort stattfindet, kostet mit Unterkunft und Anreise schnell das Doppelte. Ein Wochenendformat in der eigenen Stadt mit derselben Stundenzahl kann günstiger sein, obwohl die Kursgebühr höher aussieht. Rechnen Sie deshalb immer die Gesamtsumme, nicht die Gebühr. Am einfachsten geht das mit einer schlichten Liste: Kursgebühr, Prüfung, Unterkunft, Anreise, Bücher – erst die Summe darunter ist der Preis, den Sie vergleichen können.

Krankenkassen-Kurse: die Stufe, die den Preis rechtfertigt

Für viele ist das der wirtschaftlich entscheidende Punkt, und er wird in Preisvergleichen selten erwähnt. Wenn Ihre Teilnehmer einen Zuschuss ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten sollen, muss Ihr Kurs bei der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert sein.

Die Anforderungen dafür sind deutlich höher als bei einem Standardzertifikat. Verlangt wird in der Regel eine Yoga-Ausbildung von rund 500 anerkannten Stunden über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren, dazu ein Kurskonzept, das dem Leitfaden Prävention entspricht, und Nachweise über Ihre Kursleitererfahrung. Die Prüfung selbst dauert etwa zehn Arbeitstage.

Das ist der Grund, warum eine Ausbildung für 6.000 Euro für die eine Person sinnvoll und für die andere Verschwendung ist. Wer Präventionskurse anbieten will, holt die Mehrkosten über zertifizierte Kursreihen wieder herein. Wer im Studio oder in der Firma unterrichtet, braucht diese Stufe nicht – dort fragt niemand nach der Zertifizierung.

Ulrich Pötter

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Entscheiden Sie die Stundenzahl nach Ihrem Ziel, nicht nach Ihrem Ehrgeiz. Ich erlebe regelmäßig, dass jemand die größtmögliche Ausbildung bucht, weil sie am gründlichsten wirkt – und zwei Jahre später feststellt, dass er ohnehin nur zwei Kurse pro Woche im Studio gibt, für die niemand nach 700 Stunden gefragt hat. Umgekehrt sehe ich Menschen, die günstig einsteigen, dann Kassenkurse anbieten wollen und die ganze Ausbildung noch einmal machen müssen. Beantworten Sie zuerst die Frage, wo Sie in drei Jahren unterrichten wollen. Der Preis ergibt sich daraus fast von selbst.

Welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen

Weil der Beruf nicht geregelt ist, gibt es keine vorgeschriebenen Zugangsvoraussetzungen. Schulabschluss, Alter oder eine bestimmte Vorbildung spielen rechtlich keine Rolle. Die Ausbildungsstätten setzen eigene Bedingungen, und die sind meist überschaubar: häufig eine eigene Yoga-Praxis von ein bis zwei Jahren, gelegentlich ein Vorgespräch.

Was tatsächlich über den Erfolg entscheidet, steht in keiner Zulassungsordnung. Aus der Erfahrung mit Teilnehmenden sind es vier Dinge:

  • Regelmäßige eigene Praxis: Wer selbst nicht übt, kann nicht anleiten. Das ist die einzige wirklich unverzichtbare Voraussetzung.
  • Bereitschaft zum Anatomielernen: Der theoretische Teil ist Auswendigstoff und wird von körperlich Geübten regelmäßig unterschätzt.
  • Freude am Anleiten, nicht nur am Üben: Unterrichten heißt beobachten, korrigieren und sprechen – die eigene Praxis tritt dabei in den Hintergrund.
  • Unternehmerische Bereitschaft: Feste Anstellungen sind selten. Wer unterrichten will, muss Kurse organisieren, bewerben und abrechnen.

Ausbildung im Ausland: günstiger, aber mit Haken

Kaum ein anderer Beruf wirbt so stark mit Ausbildungen an fernen Orten. Ein vierwöchiges Intensivformat auf Bali oder in Indien mit 200 Stunden kostet häufig weniger als dasselbe Format in Deutschland – Unterkunft und Verpflegung sind dabei oft schon enthalten. Rechnet man den Flug hinzu, liegt die Gesamtsumme trotzdem meist unter dem hiesigen Preis.

Bevor Sie danach greifen, sollten Sie drei Punkte prüfen, die sich später nicht mehr korrigieren lassen:

  • Anerkennung für Kassenkurse: Für die Zertifizierung von Präventionskursen zählt in der Regel eine Ausbildung über mindestens zwei Jahre. Ein vierwöchiges Intensivformat erfüllt diese Bedingung nicht, unabhängig von der Stundenzahl.
  • Unterrichtssprache und Prüfungsunterlagen: Ein englischsprachiges Zertifikat ist im Studio unproblematisch, bei deutschen Stellen und Prüfstellen kann eine Übersetzung nötig werden.
  • Kein Schutz durch deutsches Recht: Bei Anbietern außerhalb der EU greifen weder das Fernunterrichtsschutzgesetz noch die üblichen Widerrufsrechte. Fällt der Kurs aus, ist die Vorauszahlung schwer zurückzuholen.

Für die eigene Vertiefung und den Einstieg ins Studiounterrichten sind solche Formate durchaus geeignet, und viele kommen mit einem klaren Bild zurück. Wer aber langfristig auf Präventionskurse zielt, investiert das Geld besser in eine mehrjährige Ausbildung im Inland – sonst zahlt er am Ende zweimal.

Steuer: Was Sie von den Kosten zurückbekommen

Ein spürbarer Teil der Ausbildungskosten lässt sich über die Steuererklärung zurückholen, und bei den Summen in diesem Bereich lohnt sich das deutlich. Entscheidend ist die Einordnung.

Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium hat, absolviert steuerlich eine Fortbildung. Die Kosten sind dann unbegrenzt abziehbar – als Werbungskosten in der Anstellung oder als Betriebsausgaben in der Selbstständigkeit, inklusive Fahrtkosten, Unterkunft bei auswärtigen Blöcken und Fachliteratur. Bei einer ersten Berufsausbildung greifen dagegen die Sonderausgaben mit einer Grenze von 6.000 Euro im Jahr.

Ein zweiter Punkt betrifft die spätere Tätigkeit: Unterrichtsleistungen sind unter bestimmten Voraussetzungen von der Umsatzsteuer befreit, und viele Yogalehrende bleiben ohnehin unter der Kleinunternehmergrenze von 25.000 Euro Vorjahresumsatz. Klären Sie beides einmal mit einem Steuerberater, bevor Sie Ihre Kurspreise festlegen – nachträglich lässt sich eine falsch kalkulierte Gebühr schlecht korrigieren.

Yogalehrerin leitet eine kleine Gruppe in einem hellen Kursraum an
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Woran Sie einen guten Anbieter erkennen

Da niemand die Lehrpläne prüft, müssen Sie das selbst tun. Vier Fragen trennen erfahrungsgemäß das Solide vom Aufgeblähten – und sie kosten nur ein Telefonat.

1. Wie viele Stunden umfasst die Ausbildung tatsächlich?

Nicht die Dauer in Monaten ist die Kennzahl, sondern die Stundenzahl. Fragen Sie außerdem, ob Selbstlernzeit mitgerechnet wird – zwischen 200 betreuten und 200 gemischten Stunden liegen Welten.

2. Wie viel Unterrichtspraxis ist enthalten?

Der Punkt, an dem sich Ausbildungen am stärksten unterscheiden. Wer nie vor einer Gruppe gestanden hat, wird nach der Prüfung nicht anfangen. Achten Sie darauf, dass eigene Lehrproben mit Rückmeldung vorgesehen sind.

3. Deckt der Lehrplan Anatomie und Kontraindikationen ab?

Yoga wird von Menschen mit Rückenbeschwerden, Bluthochdruck und Gelenkproblemen praktiziert. Eine Ausbildung, die nur Haltungen und Philosophie behandelt, lässt Sie mit genau den Fragen allein, die im Kurs tatsächlich gestellt werden.

4. Was passiert, wenn Sie abbrechen?

Bei zugelassenen Fernlehrgängen greift das Fernunterrichtsschutzgesetz mit gesetzlichen Kündigungsrechten. Bei Präsenz- und Intensivformaten sind Sie unter Umständen an die volle Gebühr gebunden, auch wenn Sie nach dem ersten Block aussteigen.

Rechnet sich die Ausbildung?

Rechnen wir mit einem realistischen Einstieg: einer Ausbildung für 1.499 Euro und ersten eigenen Kursen neben dem Hauptberuf. Ein Kurs mit acht Teilnehmern zu je 12 Euro bringt 96 Euro je Abend; abzüglich Raummiete bleiben etwa 60 bis 70 Euro.

UmfangKurse je WocheEinnahmen im MonatInvestition gedeckt nach
Ein Abendkurs nebenbei1ca. 260 €ca. 6 Monate
Zwei Kurse plus Vertretungen2 – 3ca. 600 €ca. 3 Monate
Fester Kursplan im Studio5ca. 900 €ca. 2 Monate

Die Investition ist in diesem Beruf selten das Problem – die Auslastung ist es. Rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten, bis ein eigener Kurs gefüllt ist, und beginnen Sie am besten als Vertretung in einem bestehenden Studio. Dort haben Sie Teilnehmer, ohne selbst welche gewinnen zu müssen, und lernen genau das, was in keiner Ausbildung steht: vor einer fremden Gruppe zu stehen.

Fazit

Zwischen 500 und 10.000 Euro ist alles am Markt, und die einzige belastbare Kennzahl ist die Stundenzahl. Für die eigene Vertiefung und erste Kurse reicht ein Zertifikatskurs, für den Studiounterricht ist die 200-Stunden-Ausbildung der übliche Standard, und wer Präventionskurse über die Krankenkassen abrechnen will, braucht rund 500 Stunden über mindestens zwei Jahre. Achten Sie beim Vergleich auf die Gesamtsumme inklusive Unterkunft und Anreise, auf den Anteil eigener Lehrproben und darauf, ob Anatomie und Kontraindikationen wirklich behandelt werden. Wer die Ausbildung anschließend einsetzt, hat sie meist binnen eines halben Jahres wieder verdient – vorausgesetzt, er beginnt mit Vertretungen statt mit einem eigenen leeren Kurs.

Häufige Fragen zu den Kosten der Yogalehrer-Ausbildung

Was kostet eine Yogalehrer-Ausbildung?

Je nach Umfang zwischen 500 und 10.000 Euro. Online-Zertifikatskurse liegen bei 500 bis 1.500 Euro, die klassische 200-Stunden-Ausbildung bei 1.500 bis 3.500 Euro, mehrjährige Ausbildungen ab 500 Stunden bei 3.500 bis 7.000 Euro und vierjährige Verbandsausbildungen bei 6.000 bis 10.000 Euro.

Warum sind die Preise so unterschiedlich?

Weil „Yogalehrer" keine geschützte Berufsbezeichnung ist und es keine gesetzliche Ausbildungsordnung gibt. Umfang, Dauer und Prüfung legt jeder Anbieter selbst fest. Den Preis treibt vor allem das Format – ein Intensivkurs mit Unterkunft kostet ein Vielfaches derselben Stundenzahl im Wochenendrhythmus.

Welche Ausbildung brauche ich für Krankenkassen-Kurse?

Für die Zertifizierung bei der Zentralen Prüfstelle Prävention wird in der Regel eine Yoga-Ausbildung von rund 500 anerkannten Stunden über mindestens zwei Jahre verlangt, dazu ein Kurskonzept nach dem Leitfaden Prävention und Nachweise über Kursleitererfahrung. Ein reiner Zertifikatskurs reicht dafür nicht.

Reicht eine 200-Stunden-Ausbildung?

Für den Unterricht im Studio, in Firmen und in eigenen Kursen ja – das ist der übliche Standard, nach dem Studios fragen. Für Präventionskurse mit Kassenzuschuss reicht sie nicht, dafür sind rund 500 Stunden nötig.

Gibt es eine staatliche Prüfung für Yogalehrer?

Nein. Es gibt weder eine staatliche Ausbildungsordnung noch eine Prüfung oder Erlaubnis. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Staatlich geprüft wird lediglich die Form eines Fernlehrgangs durch die Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht.

Welche Kosten kommen zur Kursgebühr dazu?

Vor allem Unterkunft und Verpflegung bei Intensivformaten mit 600 bis 2.500 Euro sowie die Anreise. Dazu kommen Prüfungsgebühren bis 250 Euro, Fachbücher und eine mögliche Verbandsmitgliedschaft von 80 bis 200 Euro im Jahr. Rechnen Sie immer die Gesamtsumme, nicht die beworbene Gebühr.

Kann ich die Ausbildung von der Steuer absetzen?

In der Regel ja. Wer bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat, absolviert steuerlich eine Fortbildung – die Kosten sind unbegrenzt als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehbar, einschließlich Fahrten und Unterkunft. Bei einer ersten Berufsausbildung gilt die Sonderausgabengrenze von 6.000 Euro im Jahr.

Wie schnell hat sich die Ausbildung bezahlt gemacht?

Bei zwei bis drei Kursen pro Woche und rund 600 Euro Einnahmen im Monat ist eine Investition von etwa 1.500 Euro nach drei Monaten gedeckt. Entscheidend ist nicht die Rechnung, sondern die Anlaufzeit: Bis ein eigener Kurs gefüllt ist, vergehen meist drei bis sechs Monate.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Zentrale Prüfstelle Prävention – Zertifizierung von Präventionskursen
  2. § 20 SGB V – Primäre Prävention und Gesundheitsförderung
  3. Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG)
  4. § 9 EStG – Werbungskosten
  5. § 19 UStG – Besteuerung der Kleinunternehmer
Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Heike Regenberg
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