10. Juni 2026
Lesezeit ca. 16 Min.

Yoga-Lehrer werden bedeutet, Menschen sicher durch Atem, Körperhaltungen und Achtsamkeit zu begleiten – ob als Hauptberuf, im Nebenerwerb oder als Ergänzung im Wellness- und Gesundheitsbereich. Der Weg dorthin steht in Deutschland jedem offen: „Yoga-Lehrer" ist kein geschützter Titel und es gibt keine staatliche Prüfung. Entscheidend sind eine fundierte Ausbildung, regelmäßige eigene Praxis und ein Zertifikat, das Ihre Qualifikation glaubwürdig belegt.

Key Facts – Yoga-Lehrer werden

  • Geschützter Titel: nein – „Yoga-Lehrer" ist in Deutschland keine staatlich geregelte Berufsbezeichnung
  • Voraussetzungen: keine formalen Zugangsvoraussetzungen; gesunde Grundkonstitution und eigene Yoga-Praxis empfohlen
  • Dauer: je nach Umfang von wenigen Monaten (kompakt) bis zu zwei Jahren (berufsbegleitend)
  • Format: Online-Ausbildung (flexibel) oder Präsenzseminare – häufig als Kombination
  • Abschluss: Träger-Zertifikat; international verbreitet ist die Orientierung an Yoga-Alliance-Standards (z. B. 200 Stunden)
  • Einsatz: Yoga-Studios, Fitness- & Wellnessbetriebe, Prävention, Volkshochschulen oder selbstständig
Yoga-Lehrer unterrichtet eine kleine Gruppe im hellen Studio
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Yoga boomt – und mit der wachsenden Zahl an Kursen, Studios und Online-Angeboten steigt auch die Nachfrage nach gut ausgebildeten Lehrkräften. Wer Yoga nicht nur praktizieren, sondern unterrichten möchte, findet einen Beruf, der Bewegung, Achtsamkeit und Arbeit mit Menschen verbindet. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was die Tätigkeit ausmacht, welche Voraussetzungen sinnvoll sind, welche Stile und Ausbildungswege es gibt und wie realistisch Sie davon leben können.

Was macht ein Yoga-Lehrer?

Ein Yoga-Lehrer plant Stunden, leitet Teilnehmende sicher durch Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Entspannung und passt das Tempo an die jeweilige Gruppe an. Die Arbeit ist mehr als das Vormachen von Posen: Sie tragen Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Teilnehmenden, erkennen Grenzen und bieten Variationen für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene.

Je nach Schwerpunkt und Arbeitsumfeld unterscheidet sich der Alltag deutlich. Typische Einsatzfelder sind:

  • Yoga-Studios: feste oder freie Kurse für offene Gruppen, oft mit Stil-Schwerpunkt
  • Fitness- und Wellnessbetriebe: Yoga als Teil eines breiteren Kursangebots
  • Prävention und Gesundheit: Rücken- und Entspannungskurse, teils in Kooperation mit betrieblicher Gesundheitsförderung
  • Selbstständigkeit: eigene Kurse, Workshops, Retreats oder Online-Stunden

Viele Lehrkräfte kombinieren mehrere dieser Felder – etwa feste Studio-Kurse mit eigenen Online-Angeboten. Das macht den Beruf flexibel, verlangt aber auch Organisationstalent und Eigeninitiative.

Welche Voraussetzungen brauchen Sie?

Da der Beruf nicht staatlich geregelt ist, gibt es keine formalen Zugangsvoraussetzungen wie einen bestimmten Schulabschluss. Wichtiger als Papiere sind persönliche und körperliche Eignung sowie eine gefestigte eigene Praxis. Folgende Punkte sollten Sie mitbringen:

  • Eigene Yoga-Erfahrung: in der Regel mindestens ein bis zwei Jahre regelmäßige Praxis vor Ausbildungsbeginn
  • Körperliche Grundkonstitution: gesunde Beweglichkeit; chronische Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt sein
  • Freude an der Arbeit mit Menschen: Geduld, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, klar anzuleiten
  • Lernbereitschaft: Anatomie, Philosophie und Didaktik gehören ebenso dazu wie die Praxis

Eine seriöse Ausbildung setzt hier an und vermittelt nicht nur Asanas, sondern auch die Grundlagen, um sicher und verantwortungsvoll zu unterrichten.

Yoga-Stile im Überblick

Yoga ist kein einheitliches System, sondern eine Familie sehr unterschiedlicher Stile – von dynamisch und fordernd bis ruhig und meditativ. Welcher Stil zu Ihnen passt, beeinflusst die Wahl der Ausbildung und später Ihre Positionierung als Lehrkraft. Die folgende Übersicht ordnet die verbreitetsten Richtungen ein:

StilCharakterGeeignet für
Hatharuhig, Haltungen länger gehalten, guter EinstiegAnfänger, Grundlagenarbeit
Vinyasa / Flowdynamisch, Bewegung mit dem Atem verbundenaktive Teilnehmende, Fitness-Nähe
Ashtangakraftvoll, feste Abfolge, körperlich forderndFortgeschrittene, Disziplin-Liebhaber
Yinpassiv, Haltungen mehrere Minuten, Faszien & TiefeEntspannung, Regeneration
KundaliniAtem, Mantra & Meditation im Fokusspirituell Interessierte

Viele Ausbildungen vermitteln einen Schwerpunkt-Stil und ergänzende Grundlagen. Für den Einstieg in den Beruf ist eine breite Hatha- oder Vinyasa-Basis besonders praktisch, weil sie in den meisten Studios und Kursen nachgefragt wird.

Yoga-Lehrerin korrigiert die Krieger-Haltung (Virabhadrasana) im Studio
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Wege zur Yoga-Lehrer-Ausbildung

Weil es keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt, ist der Markt vielfältig – und unübersichtlich. Grundsätzlich unterscheiden sich die Angebote in Format, Umfang und Anerkennung durch Verbände. Diese drei Faktoren sollten Sie vor der Buchung klären:

  • Format: reine Online-Ausbildung (zeitlich flexibel, ortsunabhängig), Präsenzseminare (intensiver Austausch, direktes Feedback) oder eine Kombination beider Wege
  • Umfang: häufig orientiert an Stundenmodellen – verbreitet ist der 200-Stunden-Standard, der sich an internationalen Yoga-Alliance-Vorgaben anlehnt
  • Zertifikat & Anerkennung: ein aussagekräftiges Träger-Zertifikat; eine Yoga-Alliance-Registrierung kann international die Anerkennung erleichtern, ist aber kein staatlicher Nachweis

Eine flexible Online-Ausbildung mit Zertifikat ist gerade für Berufstätige attraktiv, weil sie sich neben dem Job absolvieren lässt. Achten Sie dabei auf eine fundierte Vermittlung von Anatomie, Didaktik und sicherer Anleitung – nicht nur auf eine Sammlung von Posen. Die Yoga-Lehrer-Ausbildung bei WellnessInPerfektion bündelt diese Inhalte in einem flexiblen E-Learning-Format mit Zertifikat.

Weil die Qualität der Anbieter stark schwankt, lohnt sich vor der Buchung ein genauer Blick. Seriöse Ausbildungen legen ihre Lerninhalte transparent offen, benennen den zeitlichen Umfang konkret und stellen ein nachvollziehbares Zertifikat aus. Achten Sie außerdem darauf, dass nicht nur Asanas, sondern auch Anatomie, Stundenaufbau (Didaktik) und der sichere Umgang mit Einschränkungen vermittelt werden – denn genau diese Inhalte machen später den Unterschied zwischen einer beliebigen Kursleitung und einer Lehrkraft, der die Teilnehmenden vertrauen. Prüfen Sie auch, ob Sie während der Ausbildung Rückfragen stellen und eigene Lehrproben absolvieren können; gerade im Online-Format ist diese Begleitung ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Ulrich Pötter

Mein Expertenrat aus über 20 Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Unterschätzen Sie die anatomische Grundlage nicht. Wer Gelenke, Wirbelsäule und Faszien versteht, unterrichtet sicherer und vermeidet Überlastungen – bei sich selbst und bei den Teilnehmenden. Genau dieses Körperwissen unterscheidet eine solide Lehrkraft von jemandem, der nur Posen vorzeigt.

Berufschancen, Verdienst & Selbstständigkeit

Yoga-Lehrer arbeiten selten in einem klassischen Angestelltenverhältnis – die meisten sind auf Honorarbasis oder selbstständig tätig. Das Einkommen hängt deshalb stark von Stundensatz, Auslastung und eigenem Engagement ab. Realistisch sollten Sie folgende Modelle unterscheiden:

  • Nebenberuflich: einzelne Kurse pro Woche als Zusatzeinkommen – ein verbreiteter und risikoarmer Einstieg
  • Hauptberuflich angestellt/auf Honorar: feste Kurse in Studios oder Fitnessbetrieben, oft kombiniert mit weiteren Tätigkeiten
  • Selbstständig: eigene Kurse, Workshops, Retreats oder Online-Angebote mit entsprechend höherem unternehmerischem Aufwand

Wer sich breiter aufstellt – etwa mit Prävention, Entspannung oder einer Zusatzqualifikation im Wellnessbereich – erhöht seine Chancen spürbar. Gerade die Verbindung von Yoga mit fundiertem Gesundheitswissen ist ein Alleinstellungsmerkmal, das Teilnehmende und Auftraggeber schätzen.

Yoga & Gesundheit: die körperliche Basis

Yoga wirkt weit über die Matte hinaus: Beweglichkeit, Körperhaltung, Stressregulation und ein bewusster Umgang mit Anspannung profitieren nachweislich von regelmäßiger Praxis. Für Sie als angehende Lehrkraft ist genau dieses Gesundheitswissen der Schlüssel, um Kurse sinnvoll und sicher zu gestalten.

Viele Inhalte überschneiden sich mit klassischen Wellness- und Therapiethemen – ein Vorteil, wenn Sie Ihr Profil schärfen möchten:

Wer diese Brücken kennt, kann Yoga als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitsangebots positionieren – und genau hier liegt für viele Lehrkräfte der nachhaltigste berufliche Mehrwert.

Wie Sie die passende Ausbildung auswählen

Weil niemand die Lehrpläne prüft, müssen Sie das selbst tun. Der Markt ist groß, die Bezeichnungen ähneln sich, und die Unterschiede zeigen sich oft erst, wenn Sie zum ersten Mal vor einer Gruppe stehen. Vier Fragen trennen erfahrungsgemäß zuverlässig das Solide vom Aufgeblähten.

Wie viele Stunden umfasst die Ausbildung wirklich?

Nicht die Dauer in Monaten ist die Kennzahl, sondern die Stundenzahl – und die Frage, ob Selbstlernzeit mitgerechnet wird. Zwischen 200 betreuten und 200 gemischten Stunden liegen Welten. Seriöse Anbieter nennen beides ohne Nachfrage.

Wie viel eigene Unterrichtspraxis ist enthalten?

Der Punkt, an dem sich Ausbildungen am stärksten unterscheiden, und zugleich der wichtigste. Wer während der Ausbildung nie selbst angeleitet und dafür Rückmeldung bekommen hat, fängt nach der Prüfung meist gar nicht erst an. Achten Sie auf verbindlich vorgesehene Lehrproben.

Werden Anatomie und Kontraindikationen ernsthaft behandelt?

In Ihren Kursen sitzen Menschen mit Bandscheibenvorfällen, Bluthochdruck und künstlichen Gelenken. Eine Ausbildung, die nur Haltungen und Philosophie vermittelt, lässt Sie mit genau den Fragen allein, die tatsächlich gestellt werden – und mit einer Verantwortung, die Sie fachlich nicht tragen können.

Welche Kündigungsrechte haben Sie?

Bei zugelassenen Fernlehrgängen greift das Fernunterrichtsschutzgesetz mit gesetzlichen Kündigungsrechten. Bei Intensivformaten im Ausland gilt deutsches Recht dagegen nicht; fällt der Kurs aus, ist eine Vorauszahlung schwer zurückzuholen.

Ein fünfter Punkt lässt sich nicht erfragen, sondern nur erleben: Besuchen Sie vorher eine Stunde bei der Person, die später unterrichtet. Ob Sie von jemandem lernen wollen, entscheidet sich in neunzig Minuten zuverlässiger als in jedem Prospekt.

Der rechtliche Rahmen: Was Sie wissen müssen

Ein Punkt, der vor jeder Ausbildungsentscheidung geklärt gehört: „Yogalehrer" ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Es gibt keine staatliche Ausbildungsordnung, keine Prüfung und keine Erlaubnis, die eine Behörde erteilt. Wer unterrichten möchte, darf das grundsätzlich – ein Nachweis ist rechtlich nicht vorgeschrieben.

Das heißt nicht, dass Ausbildung überflüssig wäre. Studios fragen nach Qualifikationen, Versicherungen setzen sie voraus, und ohne solide Kenntnisse in Anatomie und Kontraindikationen unterrichten Sie Menschen mit Rückenbeschwerden und Bluthochdruck ins Blaue hinein. Es heißt aber, dass niemand Ihnen einen staatlichen Titel verkaufen kann – Formulierungen wie „staatlich geprüfter Yogalehrer" beschreiben etwas, das es nicht gibt.

Geprüft wird an genau einer Stelle: Ein Fernlehrgang braucht nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht. Diese betrifft Lehrplan und Vertragsbedingungen und verschafft Ihnen als Teilnehmer gesetzliche Kündigungsrechte – nicht aber einen Berufstitel.

Krankenkassen-Kurse: die Stufe darüber

Wenn Ihre späteren Teilnehmer einen Zuschuss ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten sollen, muss Ihr Kurskonzept bei der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert sein. Das ist für viele der wirtschaftlich entscheidende Punkt, weil zertifizierte Kurse sich spürbar leichter füllen.

Die Anforderungen liegen deutlich über einem Standardzertifikat: Verlangt wird in der Regel eine Yoga-Ausbildung von rund 500 anerkannten Stunden über mindestens zwei Jahre, dazu ein Kurskonzept nach dem Leitfaden Prävention und Nachweise über Ihre Kursleitererfahrung. Wer diese Stufe nicht anstrebt, unterrichtet weiterhin in Studios, Unternehmen und eigenen Kursen – dort fragt niemand nach einer Zertifizierung.

Klären Sie diese Frage vor der Ausbildungswahl, nicht danach. Es ist der häufigste Grund, weshalb Menschen eine zweite Ausbildung machen müssen.

Was die Ausbildung kostet und was Sie verdienen können

Beide Zahlen hängen unmittelbar an der Frage, wie weit Sie gehen wollen. Zur Orientierung die Eckwerte, ausführlich behandeln wir sie in eigenen Ratgebern.

StufeKostenWomit Sie danach arbeiten
Online-Zertifikatskurs500 – 1.500 €eigene Praxis, erste Kurse
200-Stunden-Ausbildung1.500 – 3.500 €Studiounterricht, Firmenkurse
Mehrjährige Ausbildung ab 500 Stunden3.500 – 10.000 €zusätzlich Präventionskurse

Auf der Einnahmenseite werden im Studio 25 bis 45 Euro je Kursstunde bezahlt, für Firmenyoga 60 bis 120 Euro und für Einzelstunden 60 bis 100 Euro. Nebenberuflich sind mit fünf Kursstunden pro Woche etwa 550 bis 650 Euro monatlich verfügbar; hauptberuflich braucht es zwölf bis fünfzehn Stunden und mehrere Auftraggeber. Alle Rechnungen dazu finden Sie unter Kosten der Yogalehrer-Ausbildung und Yogalehrer Gehalt.

Die ersten Schritte nach der Ausbildung

Der Übergang vom Zertifikat zur ersten bezahlten Stunde ist die Phase, in der die meisten stecken bleiben – nicht aus fachlichen Gründen, sondern weil sie auf eine Gelegenheit warten, statt eine zu schaffen. Vier Schritte haben sich bewährt:

  • Als Vertretung anfangen. Studios suchen laufend Ersatz für Urlaub und Krankheit. Sie bekommen eine fertige Gruppe, ohne selbst Teilnehmer gewinnen zu müssen – und lernen genau das, was in keiner Ausbildung steht: vor fremden Menschen zu stehen.
  • Keinen Raum mieten, bevor Teilnehmer da sind. Der teuerste Anfängerfehler. Beginnen Sie in einem bestehenden Studio oder bei einer Volkshochschule.
  • Früh Unternehmen ansprechen. Ein Firmenkurs bringt das Zwei- bis Dreifache einer Studiostunde und läuft oft über Jahre. Zuständig ist die Personalabteilung oder das Gesundheitsmanagement.
  • Eine Berufshaftpflicht abschließen. Sie kostet 100 bis 250 Euro im Jahr und gehört zum ersten Tag, nicht zum zehnten Kurs.

Rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten, bis ein verlässlicher Kursplan steht. Wer nebenberuflich beginnt, übersteht diese Zeit ohne Druck und kann marktübliche Preise verlangen, statt aus Not günstig anzubieten.

Fazit

Yoga-Lehrer zu werden ist in Deutschland jedem möglich, der eine fundierte Ausbildung absolviert und eine gefestigte eigene Praxis mitbringt – einen geschützten Titel oder eine staatliche Prüfung gibt es nicht. Entscheidend für den Erfolg sind die Qualität der Ausbildung, ein aussagekräftiges Zertifikat und ein klares Profil, idealerweise verbunden mit fundiertem Gesundheitswissen. Wer flexibel einsteigen möchte, findet in einer Online-Ausbildung mit Zertifikat den praktischsten Weg, sich neben dem Beruf zu qualifizieren.

Häufige Fragen zum Yoga-Lehrer werden

Ist „Yoga-Lehrer" ein staatlich anerkannter Beruf?

Nein. In Deutschland ist die Berufsbezeichnung weder geschützt noch staatlich geregelt. Es gibt keine staatliche Prüfung – Ihre Qualifikation belegen Sie über eine fundierte Ausbildung und ein aussagekräftiges Zertifikat. International verbreitet ist die Orientierung an Yoga-Alliance-Standards.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es keine. Empfohlen werden ein bis zwei Jahre eigene Yoga-Praxis, eine gesunde körperliche Grundkonstitution sowie Freude daran, Menschen anzuleiten. Bestehende Beschwerden sollten vorab ärztlich abgeklärt sein.

Wie lange dauert eine Yoga-Lehrer-Ausbildung?

Das hängt vom Umfang ab. Kompakte Ausbildungen lassen sich in wenigen Monaten absolvieren, berufsbegleitende Formate erstrecken sich über ein bis zwei Jahre. Verbreitet ist ein Orientierungswert von rund 200 Stunden.

Kann ich Yoga-Lehrer auch online lernen?

Ja. Eine Online-Ausbildung mit Zertifikat ermöglicht flexibles, ortsunabhängiges Lernen und ist gerade neben dem Beruf attraktiv. Wichtig ist eine fundierte Vermittlung von Anatomie, Didaktik und sicherer Anleitung – nicht nur eine Sammlung von Übungen.

Kann ich vom Unterrichten leben?

Die meisten Lehrkräfte arbeiten auf Honorarbasis oder selbstständig. Das Einkommen hängt von Stundensatz und Auslastung ab. Viele starten nebenberuflich und bauen ihr Angebot Schritt für Schritt aus; ein breites Profil mit Zusatzqualifikationen erhöht die Chancen.

Welcher Yoga-Stil eignet sich für den Einstieg?

Eine breite Hatha- oder Vinyasa-Basis ist praktisch, weil diese Stile in den meisten Studios und Kursen nachgefragt werden. Spezialisierungen wie Yin oder Ashtanga lassen sich später ergänzen.

Ist Yogalehrer eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. Es gibt weder eine staatliche Ausbildungsordnung noch eine Prüfung oder Erlaubnis; grundsätzlich darf jeder unterrichten. Geprüft wird lediglich die Form eines Fernlehrgangs durch die Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht – das betrifft Lehrplan und Vertragsbedingungen, nicht den Berufstitel.

Welche Ausbildung brauche ich für Krankenkassen-Kurse?

Für die Zertifizierung bei der Zentralen Prüfstelle Prävention wird in der Regel eine Yoga-Ausbildung von rund 500 anerkannten Stunden über mindestens zwei Jahre verlangt, dazu ein Kurskonzept nach dem Leitfaden Prävention und Nachweise über Kursleitererfahrung. Ein reiner Zertifikatskurs reicht dafür nicht aus.

Kann ich vom Yogaunterricht leben?

Hauptberuflich braucht es etwa zwölf bis fünfzehn Kursstunden pro Woche und mehrere Auftraggeber, am besten mit Firmenkursen im Mix; verfügbar bleiben dann rund 1.600 bis 2.100 Euro im Monat. Der Aufbau dauert ein bis zwei Jahre. Die meisten unterrichten dauerhaft nebenberuflich, auch weil die Krankenversicherung dann über den Hauptberuf gedeckt ist.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

Mehr über Ulrich Pötter & die WIP-Akademie →
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
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vor 3 Wochen
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Micha Friese
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vor 2 Monaten
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Andre Stix
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vor 2 Monaten
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Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab