13. August 2026
Lesezeit ca. 15 Min.

Für den Weg zur Heilpraktikererlaubnis gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Dauer – wohl aber einen festen Takt. Weil die schriftliche Überprüfung bundesweit nur zweimal im Jahr stattfindet, am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober, planen Sie nicht in Monaten, sondern in Prüfungsterminen. Realistisch sind 18 bis 24 Monate berufsbegleitender Vorbereitung für die uneingeschränkte Erlaubnis und 9 bis 15 Monate für die auf Psychotherapie beschränkte. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie rückwärts vom Prüfungstermin planen – und woran die meisten ein halbes Jahr verlieren.

Key Facts – Dauer bis zur Heilpraktikererlaubnis

  • Keine gesetzliche Dauer: Das Heilpraktikergesetz schreibt keine Ausbildungszeit vor – nur das Bestehen der Überprüfung zählt
  • Fester Takt: Der schriftliche Teil findet bundesweit nur zweimal jährlich statt – dritter Mittwoch im März, zweiter Mittwoch im Oktober
  • Übliche Vorbereitung: 18 bis 24 Monate berufsbegleitend für die uneingeschränkte Erlaubnis
  • Sektorale Erlaubnis: 9 bis 15 Monate für den auf Psychotherapie beschränkten Weg
  • Vollzeit an einer Schule: 12 bis 18 Monate, dafür ohne regulären Nebenverdienst
  • Nach dem schriftlichen Teil: je nach Gesundheitsamt weitere Wochen bis Monate bis zum mündlichen Termin
  • Häufigster Zeitverlust: zu späte Anmeldung – Führungszeugnis und ärztliches Zeugnis brauchen Wochen Vorlauf

Warum Sie in Prüfungsterminen planen, nicht in Monaten

Bei geregelten Ausbildungsberufen steht die Dauer im Gesetz. Beim Heilpraktiker gibt es diese Vorgabe nicht: Das Heilpraktikergesetz kennt keine vorgeschriebene Ausbildung, sondern nur die Erlaubnis, die nach bestandener Überprüfung erteilt wird. Theoretisch dürften Sie sich morgen anmelden.

Praktisch bestimmt trotzdem etwas anderes den Zeitplan, und das wird bei der Planung regelmäßig übersehen: Die schriftliche Überprüfung findet bundesweit nur zweimal im Jahr statt – am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober. Damit ist die Dauer nicht stufenlos, sondern gerastert. Wer im Mai mit dem Lernen beginnt und im März des Folgejahres nicht so weit ist, verliert nicht ein paar Wochen, sondern volle sieben Monate bis zum nächsten Termin.

Aus dieser einen Eigenschaft folgt die wichtigste Planungsregel für diesen Beruf: Sie legen zuerst den Prüfungstermin fest und rechnen von dort rückwärts. Alles andere richtet sich danach.

Wie lange die Vorbereitung realistisch dauert

Der Prüfungsstoff ist nicht besonders schwierig, aber sehr umfangreich – Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Infektionsschutz, Notfälle und Gesetzeskunde. Wie lange Sie dafür brauchen, hängt vor allem von zwei Dingen ab: von Ihrer Vorbildung und von der Zeit, die Sie pro Woche investieren können.

AusgangslageAufwand pro WocheRealistische Dauer
Fachfremd, berufsbegleitend8 bis 10 Stunden18 bis 24 Monate
Fachfremd, Vollzeit an einer SchuleVollzeit12 bis 18 Monate
Medizinische Vorbildung (z. B. Pflege)6 bis 8 Stunden12 bis 15 Monate
Sektoral: Psychotherapie, berufsbegleitend6 bis 8 Stunden9 bis 15 Monate

Diese Zahlen beschreiben die Vorbereitung bis zur Prüfungsreife, nicht bis zur Erlaubnis. Zwischen dem schriftlichen Termin und der Erlaubnisurkunde liegt noch der mündliche Teil, der vom jeweiligen Gesundheitsamt terminiert wird – je nach Behörde und Andrang vergehen dazwischen einige Wochen bis mehrere Monate. Rechnen Sie diese Zeit von Anfang an mit ein, wenn Sie ein Datum im Kopf haben, ab dem Sie praktizieren wollen.

Der auf Psychotherapie beschränkte Weg ist deutlich kürzer, weil der Prüfungsumfang kleiner ist: 28 Fragen in 60 Minuten statt 60 Fragen in 120 Minuten, und der Schwerpunkt liegt auf Psychiatrie und Psychopathologie statt auf der gesamten Krankheitslehre. Was diese Erlaubnis erlaubt und was nicht, steht im Ratgeber Heilpraktiker werden.

Zwei Lernende gehen am Küchentisch gemeinsam Karteikarten für die Heilpraktiker-Überprüfung durch
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Rückwärts planen: ein Zeitplan auf den Märztermin

Angenommen, Sie nehmen sich den schriftlichen Termin im März als Ziel und starten fachfremd berufsbegleitend. Dann sieht ein realistischer Plan so aus – und er beginnt gut zwanzig Monate vorher.

ZeitpunktWas ansteht
20 bis 12 Monate vorherGrundlagen: Anatomie und Physiologie aller Organsysteme
12 bis 6 Monate vorherKrankheitslehre, Infektionsschutzgesetz, Notfallsituationen
6 bis 4 Monate vorherGesetzeskunde, Diagnostik, erste Prüfungsfragen im Original
4 bis 3 Monate vorherFührungszeugnis und ärztliches Zeugnis beantragen
3 Monate vorherAnmeldung beim Gesundheitsamt – Frist dort erfragen, sie fällt unterschiedlich aus
3 bis 1 Monat vorherAltfragen üben, Wissenslücken schließen, mündliche Fälle durchsprechen
Prüfungstagdritter Mittwoch im März
danachmündlicher Teil nach Ladung durch das Gesundheitsamt

Die entscheidende Zeile ist die vierte. Führungszeugnis und ärztliches Zeugnis sind der häufigste Grund, warum jemand einen Termin verpasst – nicht mangelndes Wissen. Das Führungszeugnis beantragen Sie beim Bürgeramt, bis es beim Gesundheitsamt vorliegt, vergehen je nach Behörde zwei bis vier Wochen. Für das ärztliche Zeugnis brauchen Sie einen Termin. Beides drei Monate vorher anzustoßen, klingt übervorsichtig und ist es nicht.

Ulrich Pötter

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Legen Sie den Prüfungstermin am ersten Lerntag fest, nicht wenn Sie sich bereit fühlen. Bereit fühlt man sich bei diesem Stoffumfang nämlich nie – es bleibt immer ein Kapitel, das noch wackelt. Wer auf das Gefühl wartet, schiebt von März auf Oktober und von Oktober auf März. Ein Datum im Kalender verändert das Lernen: Aus „ich sollte mal" wird „ich habe noch elf Wochen". Und falls es beim ersten Anlauf nicht reicht, haben Sie eine echte Prüfung erlebt statt einer eingebildeten.

Woran die meisten Zeit verlieren

Aus der Begleitung vieler Prüfungskandidaten lassen sich vier Muster benennen, die regelmäßig ein halbes Jahr kosten – und die alle vermeidbar sind:

  • Zu spät angemeldet. Die Anmeldefristen der Gesundheitsämter fallen unterschiedlich aus und liegen teils mehrere Monate vor dem Termin. Fragen Sie die Frist Ihres Amtes zu Beginn ab, nicht am Ende.
  • In die Tiefe statt in die Breite gelernt. Geprüft wird ein breites Grundlagenwissen, kein Spezialwissen. Wer sich in einem Lieblingsgebiet festliest, hat am Prüfungstag Lücken an anderer Stelle.
  • Den mündlichen Teil verdrängt. Er ist erfahrungsgemäß die größere Hürde, wird aber meist erst nach dem schriftlichen Bestehen ernst genommen. Fallbeispiele laut durchzusprechen gehört ab dem sechsten Monat dazu, nicht ab der letzten Woche.
  • Auf das perfekte Gefühl gewartet. Siehe oben – dieser Punkt kostet mehr Zeit als alle anderen zusammen.

Und danach? Die Zeit bis zur ersten Behandlung

Mit der Erlaubnisurkunde ist der behördliche Teil abgeschlossen, die Praxis aber noch nicht eröffnet. Die Anmeldung beim Finanzamt ist eine Sache von Tagen, die Berufshaftpflichtversicherung ebenfalls. Was Zeit braucht, ist die Sichtbarkeit am eigenen Ort: ein Unternehmensprofil, eine schlichte Seite mit Leistungen und Erreichbarkeit, erste Bewertungen. Rechnen Sie dafür vier bis acht Wochen.

Realistischer ist ohnehin ein anderer Blick: Bis eine Praxis wirtschaftlich trägt, vergehen ein bis drei Jahre. Diese Phase überbrückt man am besten, indem man klein anfängt – zwei Tage die Woche in mitgenutzten Räumen, während der bisherige Beruf zunächst weiterläuft. Was das finanziell bedeutet, steht im Ratgeber zum Verdienst als Heilpraktiker; die vollständige Kostenaufstellung finden Sie unter Kosten.

Vollzeit oder berufsbegleitend: was wirklich schneller ist

Auf dem Papier ist der Vollzeitweg der schnellere: 12 bis 18 Monate statt 18 bis 24. In der Praxis relativiert sich der Vorsprung, und zwar aus einem Grund, der mit dem Lernen nichts zu tun hat – dem festen Prüfungsrhythmus.

Weil der schriftliche Teil nur im März und im Oktober stattfindet, nützt es wenig, im Januar prüfungsreif zu sein, wenn der nächste erreichbare Termin ohnehin im März liegt. Der Vollzeitweg spart also nur dann echte Zeit, wenn er genau einen Prüfungstermin früher trifft. Trifft er denselben Termin wie der berufsbegleitende Weg, war der Einkommensverzicht umsonst.

 Vollzeit an einer SchuleBerufsbegleitend
Reine Lernzeit12 bis 18 Monate18 bis 24 Monate
Erreichbare Prüfungsterminemeist 1 früher
Einkommen währenddessenreduziert oder keinesläuft weiter
Kosten des Lehrgangs5.000 bis 10.000 Euroab etwa 1.000 Euro
Risiko bei Nichtbestehenhoch – Wartezeit ohne Einkommengering – Beruf läuft weiter

Die letzte Zeile ist der eigentliche Unterschied. Fällt die Überprüfung aus, wartet der Vollzeitkandidat sieben Monate ohne Einkommen auf den nächsten Termin. Der berufsbegleitende Kandidat lernt weiter und verliert nichts als Zeit. Bei einer Prüfung, die viele nicht im ersten Anlauf bestehen, ist das ein gewichtiges Argument.

Was Sie parallel zur Vorbereitung schon erledigen können

Ein Teil der Wartezeit lässt sich nutzen, statt sie zu verstreichen. Die folgenden Schritte hängen nicht vom Prüfungsergebnis ab und verkürzen die Zeit zwischen Erlaubnis und erster Behandlung erheblich:

  • Räume sondieren. Nicht anmieten – aber wissen, welche Praxisgemeinschaften in Ihrer Umgebung Stunden vermieten und was sie kosten.
  • Fachliche Ausrichtung erproben. Kurse zu einzelnen Verfahren lassen sich unabhängig von der Erlaubnis besuchen und zeigen, was zu Ihnen passt.
  • Versicherungsangebote einholen. Die Berufshaftpflicht abzuschließen ist erst mit Erlaubnis sinnvoll, das Vergleichen vorher.
  • Netzwerk aufbauen. Kontakte zu Ärzten, Apotheken und Kolleginnen entstehen nicht auf Zuruf. Wer sie in der Vorbereitungszeit knüpft, hat nach der Erlaubnis bereits Zuweiser.
  • Namen und Auftritt klären. Praxisname, eine schlichte Seite, Fotos – all das kann vorbereitet und am Tag der Erlaubnis freigeschaltet werden.

Wer diese Punkte parallel erledigt, verkürzt die Spanne zwischen Erlaubnisurkunde und erster Behandlung von mehreren Monaten auf wenige Wochen. Das ist der einzige Teil des Zeitplans, den Sie vollständig selbst in der Hand haben – der Prüfungsrhythmus lässt sich nicht beeinflussen, diese Vorbereitung schon.

Vom bestandenen Schriftlichen bis zur Urkunde

Ein Abschnitt, der in Zeitplänen fast immer fehlt, obwohl er mehrere Monate ausmachen kann. Mit dem Bestehen des schriftlichen Teils ist die Überprüfung nicht abgeschlossen – es folgt der mündliche Teil, und der wird vom zuständigen Gesundheitsamt terminiert.

Wie schnell das geht, hängt allein von der Behörde ab. Anders als der bundeseinheitlich festgelegte schriftliche Termin ist der mündliche Teil landesrechtlich geregelt, und die Ämter unterscheiden sich erheblich in Andrang und Kapazität. In manchen Landkreisen folgt die Ladung binnen weniger Wochen, in Ballungsräumen kann es mehrere Monate dauern. Danach vergehen bis zur Erlaubnisurkunde noch einmal Tage bis Wochen.

Praktisch bedeutet das: Wer im März schriftlich besteht, praktiziert nicht zwangsläufig im April. Ein realistischer Puffer sind drei bis sechs Monate zwischen schriftlichem Termin und tatsächlichem Praxisstart. Fragen Sie bei Ihrem Gesundheitsamt früh nach den üblichen Wartezeiten – diese Auskunft bekommen Sie meist formlos, und sie verändert Ihre gesamte Planung.

Wenn es beim ersten Mal nicht reicht

Da ein erheblicher Teil im ersten Anlauf nicht besteht, gehört dieser Fall in jede Planung. Zeitlich wirkt er härter als in anderen Prüfungssystemen, und zwar wegen des starren Rhythmus: Wer im März nicht besteht, tritt frühestens im Oktober wieder an – das sind sieben Monate. Wer im Oktober scheitert, wartet bis März, also fünf Monate.

AusgangspunktNächster TerminVerlorene Zeit
März nicht bestandenOktober7 Monate
Oktober nicht bestandenMärz5 Monate
Anmeldefrist verpasstder übernächste Termin5 bis 7 Monate
Unterlagen unvollständigje nach Amt der nächste5 bis 7 Monate

Die unteren beiden Zeilen sind die ärgerlichsten, weil sie mit dem Prüfungsstoff nichts zu tun haben. Eine verpasste Frist oder ein fehlendes Papier kostet exakt so viel Zeit wie eine nicht bestandene Prüfung. Genau deshalb steht die Empfehlung, Führungszeugnis und ärztliches Zeugnis drei Monate vorher anzustoßen, so weit oben in diesem Ratgeber.

Ein Trost bleibt: Eine bundesweite Begrenzung der Versuche gibt es nicht. Wer beim zweiten oder dritten Anlauf besteht, hat dieselbe Erlaubnis wie jemand, der es beim ersten Mal geschafft hat – im späteren Berufsleben fragt danach niemand.

Fazit

Eine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsdauer gibt es beim Heilpraktiker nicht. Den Takt gibt stattdessen die Überprüfung vor: Der schriftliche Teil findet bundesweit nur zweimal jährlich statt, am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober. Ein verpasster Termin kostet deshalb kein paar Wochen, sondern ein halbes Jahr.

Realistisch sind 18 bis 24 Monate berufsbegleitender Vorbereitung für die uneingeschränkte Erlaubnis und 9 bis 15 Monate für die auf Psychotherapie beschränkte. Wer medizinische Vorbildung mitbringt, liegt darunter; wer Vollzeit an einer Schule lernt, kommt auf 12 bis 18 Monate.

Unser Rat: Legen Sie den Prüfungstermin zu Beginn fest und rechnen Sie rückwärts – und beantragen Sie Führungszeugnis und ärztliches Zeugnis drei Monate vorher. An diesen beiden Papieren scheitern mehr Anmeldungen als am Prüfungsstoff.

Häufige Fragen zur Dauer

Wie lange dauert die Heilpraktiker-Ausbildung?

Eine gesetzlich vorgeschriebene Dauer gibt es nicht, weil der Heilpraktiker kein Ausbildungsberuf ist. Üblich sind 18 bis 24 Monate berufsbegleitender Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung. An einer Vollzeitschule sind es 12 bis 18 Monate, mit medizinischer Vorbildung 12 bis 15 Monate.

Wann finden die Überprüfungen statt?

Der schriftliche Teil findet bundesweit zweimal jährlich statt: am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober. Der mündliche Teil wird anschließend vom zuständigen Gesundheitsamt terminiert; bis dahin vergehen je nach Behörde einige Wochen bis mehrere Monate.

Kann ich die Vorbereitung verkürzen?

Ja, denn es gibt keine vorgeschriebene Mindestdauer. Wer medizinisch vorgebildet ist oder Vollzeit lernt, ist schneller. Verkürzen lässt sich allerdings nicht der Prüfungsrhythmus: Zwischen zwei schriftlichen Terminen liegen fünf beziehungsweise sieben Monate, unabhängig davon, wie schnell Sie gelernt haben.

Wie lange dauert der auf Psychotherapie beschränkte Weg?

Meist 9 bis 15 Monate berufsbegleitend. Der Prüfungsumfang ist kleiner – 28 Fragen in 60 Minuten statt 60 Fragen in 120 Minuten – und der Stoff konzentriert sich auf Psychiatrie und Psychopathologie statt auf die gesamte Krankheitslehre.

Wie viel muss ich pro Woche lernen?

Für den berufsbegleitenden Weg sind acht bis zehn Stunden pro Woche ein realistischer Ansatz, um in etwa zwei Jahren prüfungsreif zu sein. Mit medizinischer Vorbildung genügen oft sechs bis acht Stunden. Wichtiger als die Stundenzahl ist die Regelmäßigkeit – der Stoff ist zu umfangreich, um ihn in Schüben zu bewältigen.

Wie lange dauert es nach der Erlaubnis bis zur eigenen Praxis?

Die Formalitäten – Anmeldung beim Finanzamt, Berufshaftpflichtversicherung – sind in wenigen Tagen erledigt. Für Sichtbarkeit am eigenen Ort rechnen Sie mit vier bis acht Wochen. Bis eine Praxis wirtschaftlich trägt, vergehen üblicherweise ein bis drei Jahre.

Wie lange ist die Erlaubnis gültig?

Die Heilpraktikererlaubnis wird unbefristet erteilt und muss nicht verlängert werden. Sie ist allerdings an die Person gebunden und kann bei schwerwiegenden Verstößen widerrufen werden. Eine Pflicht zur regelmäßigen Fortbildung im Sinne einer Nachweispflicht besteht bundesrechtlich nicht – fachlich ist Fortbildung dennoch unverzichtbar.

Gilt die Erlaubnis bundesweit?

Ja. Die Erlaubnis wird zwar vom örtlich zuständigen Gesundheitsamt erteilt, gilt aber im gesamten Bundesgebiet. Bei einem Umzug melden Sie die Tätigkeit lediglich beim neuen Gesundheitsamt an; eine erneute Überprüfung ist nicht erforderlich.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Heilpraktikergesetz (HeilprG), gesetze-im-internet.de
  2. Erste Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz – Verfahren der Überprüfung, gesetze-im-internet.de
  3. Prüfungstermine und Anmeldefristen: Auskünfte der Gesundheitsämter; der schriftliche Termin ist bundeseinheitlich, der mündliche landesrechtlich geregelt. Stand 13.08.2026.
Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
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Jessika Elling
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Heike Regenberg
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Ab Ab