Schröpfen Anleitung – Ursprung, Wirkung und Anwendung
Schröpfen ist ein traditionelles Ausleitungsverfahren, bei dem mit Schröpfgläsern ein Unterdruck auf der Haut erzeugt wird, um Durchblutung, Lymphfluss und Energiefluss anzuregen und Verspannungen zu lösen. Unterschieden werden das trockene Schröpfen, das blutige Schröpfen und die sanfte Schröpfmassage. In diesem Ratgeber erfahren Sie Ursprung, Wirkung und Anwendung – und wie Sie das Schröpfen Schritt für Schritt selbst erlernen.
Key Facts – Schröpfen
- Verfahren: Ausleitungsmethode mit Unterdruck über Schröpfgläser – trocken, blutig oder als Schröpfmassage
- Wirkung: fördert Durchblutung, Lymphfluss und Stoffwechsel, löst Energieblockaden und Muskelverspannungen
- Ursprung: über 5.000 Jahre alt – Mesopotamien, China, Ägypten und das antike Griechenland
- Equipment: Schröpfgläser mit Gummiball, hochwertiges Massageöl, ruhige Atmosphäre
- Nicht geeignet bei: Blutgerinnungsstörungen, Entzündungen, Verletzungen, Schwangerschaft, frischen Operationen
- Selbst lernen: in einem kompakten WIP-Kurs ohne Vorkenntnisse – inklusive Zertifikat
Herkunft der Schröpfmassage – urtümliche Anwendung mit weltweiten Wurzeln
Die heute bekannte Schröpfen Massage beruht auf den Schröpftherapien, die es schon seit Generationen gibt. Sie zählen, genau wie die Massage selbst, zu den Ausleitungsverfahren und wurden von Beginn an in vielen Kulturkreisen praktiziert. Rund 5300 Jahre sollen erste Behandlungen nach dem Prinzip des Schröpfens im Mesopotamien zurückliegen, doch auch die alten Griechen interpretierten Schröpfgläser seit jeher als Zeichen von ärztlichem Fachwissen. Nicht zuletzt gibt es Konzepte des Schröpfens ebenfalls in Indien, Ägypten oder China.
Über die Jahre entwickelten sich daraus immer neue Formen mit einer anderen Wirkung oder einer abgewandelten Anleitung. Dies lag einerseits an den weiteren Erkenntnissen, die das ursprüngliche Prinzip optimierten und anderseits an dem Fortschritt, der neue Möglichkeiten in Bezug auf die Techniken bereithielt. So kam es auch zu der Entstehung der Massage, die deutlich sanfter als das eigentliche Schröpfen absolviert wird. Blieb sie zunächst noch im Hintergrund, erreichte die Schröpfkopfmassage zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert internationalen Erfolg und etablierte sich in der Wellnessindustrie. Die Europäer erläuterten ihre Anwendung dabei anhand der 5-Säfte-Lehre. Der Unterdruck in den Schröpfgläsern bringt demnach das Ungleichgewicht der vorhandenen Körpersäfte zurück in ihre Balance. Jene Theorie lässt sich mit den Überlieferungen aus der traditionellen chinesischen Medizin gleichsetzen, bei der die Schröpfmassage die 5-Elemente-Lehre beinhaltet.
Die Definition lässt sich dabei simpel zusammenfassen. Somit handelt es sich um eine alternative Massagepraktik, bei welcher mittels Schröpfgläsern auf der Haut ein Vakuum hervorgerufen wird, um durch sanfte Kreisungen in Muskelrichtung Schröpfen und Entspannungsverfahren zu vereinen. Diese Facette der Schröpftherapie hat inzwischen Einzug in Spas, Wellnesshotels oder die Physiotherapie gehalten und ist dort eine der erfolgreichsten Erholungsmethoden aufgrund ihrer Sensibilität sowie dem vielversprechenden Prinzip, welches die Schröpfmassage verfolgt.
Trockenes & Blutiges Schröpfen – die klassischen Verfahren
Neben der sanften Schröpfmassage kennt die Schröpftherapie zwei klassische Grundformen, die sich in Technik und Zielsetzung unterscheiden. Beide arbeiten mit dem typischen Unterdruck, setzen die Schröpfköpfe jedoch unterschiedlich an. Wer Schröpfen lernen möchte, sollte beide Verfahren kennen, um für den jeweiligen Beschwerdefall die passende Methode zu wählen.
Trockenes Schröpfen
Beim trockenen Schröpfen ertastet der Behandelnde zunächst Blockaden und Verspannungen der Muskulatur. Anschließend werden die Saugkugeln gezielt dort angesetzt, wo die Haut Erhebungen oder Verhärtungen aufweist – vorrangig im Schulter-, Rücken- und Gliedmaßenbereich. Häufig werden die Hautpartien zuvor mit Rotlicht erwärmt. Durch den statischen Unterdruck verbleiben die Schröpfköpfe an ihrer Position, bis sich die Haut bläulich-rötlich färbt. Die Saugwirkung soll Schlackstoffe bis unter die Haut befördern, von wo sie über die Lymphflüssigkeit abtransportiert werden.
Blutiges Schröpfen
Beim blutigen Schröpfen werden die Hautstellen vor dem Ansetzen der Schröpfköpfe mit einem sterilisierten Klingchen leicht angeritzt. Der entstehende Unterdruck zieht aus den feinen Schnitten etwas Blut. Dieses stark ausleitende Verfahren soll Giftstoffe aus dem Körper lösen und kann besonders bei akuten Schmerzen rasch Linderung verschaffen. Vorsicht ist nach Operationen, bei der Einnahme blutverdünnender Mittel sowie bei Bluterkrankungen geboten – hier sollten Sie vorab ärztlichen Rat einholen.
Viele chronische Beschwerden lassen sich als Verquellungszustände des Bindegewebes zwischen Haut und Muskulatur verstehen. Genau hier setzen trockenes Schröpfen und Schröpfmassage an, indem sie das Gewebe lockern und die Selbstregulation des Körpers anregen.
Schröpfmassage Wirkung – spezielles Konzept, ganzheitliche Anwendung
Bei einer Massage mit Schröpfgläsern basiert der gesamte Ablauf auf den Erkenntnissen der Schröpftherapie. So begünstigen die Gläser eine Stimulation der Haut durch den entstehenden Unterdruck. Indem der Therapeut die Schröpfgläser dann sanft bewegt, weiten sich die Blutgefäße und die Durchblutung kann verbessert werden.
Nebenbei stützt sich die Anwendung aber auch auf die Energiearbeit und spricht die Leitbahnen an. Dies steht in engem Zusammenhang mit den vielen Energiepunkten, welche sich an der Hautoberfläche befinden. Sowohl asiatische Praktiken wie Shiatsu oder Thai-Massagen als auch Akupressur und Ayurveda beinhalten das Aktivieren der Triggerpunkte, da sie mit den Energiebahnen des Körpers verbunden sind und die menschlichen Organe symbolisieren. Je stärker die Punkte angeregt werden desto funktionsfähiger ist das dazugehörige Organ. Energieblockaden lösen sich und der Körper findet wieder zu seinem Gleichgewicht. Genau jenen Denkansatz nutzt auch die Schröpfmassage, wobei die energetische Arbeit nicht mittels Fingerdruck oder Akupressurstab geschieht, sondern mit den Schröpfgläsern sowie passenden Grifftechniken.
Ferner bezieht sich die Wirkung der Schröpfmassage auf die Headschen Zonen, deren Verbindung mit dem Wohlbefinden des Menschen auf die Nachforschungen von Dr. Sir Henry Head zurückgeht. Demnach wurde wissenschaftlich erwiesen, dass einige Hautpartien in reflektorischer Vereinigung zu den inneren Organen stehen, weswegen Schmerzen jeweils übertragen werden, genauso wie therapeutische Anwendungen einen beidseitigen Effekt haben. Eine derartige reflektorische Eigenschaft komplettiert daher die Wirkung der Schröpfen Massage.
Selbstverständlich zeichnet sich das Verfahren ebenfalls durch eine tiefenwirksame Entspannung aus, die das Resultat fachkundiger Massagepraktiken ist und die Methode von anderen Varianten differenziert.
Obwohl die Schröpfmassage und das Schröpfen als Ableitungsverfahren zudem dasselbe Grundprinzip haben, sind sie nicht miteinander zu vergleichen. Die Massage ist nämlich nur eine Ausführung der Original-Methodik. Letztere hat noch weitere Sonderformen wie das blutige Schröpfen und die Schröpfmassage nach Gua Sha. Sie wird gezielt bei Muskelverspannungen und Schmerzen sowie der Entgiftung praktiziert. Dazu nutzt der Therapeut einen Spezialschaber aus besten Materialien und bindet ihn in die Schröpfmassage ein.
Ein weiterer Unterschied findet sich in der Anwendung, denn richtig Schröpfen bedeutet, die Gläser werden die ganze Zeit über nicht bewegt. Die Massage hingegen erfordert eine kontinuierliche Aktivität mit den Schröpfgläsern, um die Wirkung zu erzielen. Nicht zuletzt integriert die Massage viele weitere Praktiken aus dem Wellnessbereich. Auf diese Weise erhält die Behandlung ihre facettenreichen Vorteile.
Ziele der Schröpfen Massage – Behandlung für verschiedene Symptome
Schröpfen lernen erweist sich als zukunftsorientiertes Vorhaben, denn diese Massagetechnik ist eines der wohltuendsten Verfahren unter den Entspannungsmassagen. Dabei lässt sich die Anwendung auf fast jeden Patienten abstimmen und mit dessen Krankheitsgeschichte verbinden.
Einige der häufigsten Beweggründe, wegen denen die Therapie in Erscheinung tritt, sind:
- die verbesserte Durchblutung
- ein aktiver Lymphfluss
- die Entgiftung
- die ganzheitliche Erholung
- die Energiearbeit
- eine innere Ausgeglichenheit
- der Stressabbau
- die gesunde Verdauung
- die Muskelentspannung
- der geregelte Stoffwechsel
- die Regeneration
- die Bekämpfung von Narbengewebe
Die Schröpfmassage wirkt daraufhin präventiv, um Krankheitssymptomen vorzubeugen und den Organismus zu stärken, allerdings könnte sie genauso für die Rehabilitation nach Erkrankungen angewandt werden oder eine laufende Therapie begleiten. Bedingt durch die vielen Einsatzbereiche dieser Methode wird sie von Wellnessmasseuren ebenso durchgeführt wie von erfahrenen Physiotherapeuten. Dann handelt es sich allerdings um eine medizinische Ausführung der Schröpfkopfmassage. Zugleich wird bei den Anwendungsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Effekten differenziert.
Die Massage bewirkt lokale Veränderungen auf der Haut, die durch das Anbringen der Schröpfgläser entstehen, hat aber auch eine langfristige Wirkung auf die Organe, den Bewegungsapparat und die innere Zufriedenheit. In Ergänzung dazu besitzt das Konzept einen Mehrwert für die makellose Erscheinung, weil das Schröpfen die Fettverbrennung fördert, Cellulitis verringert und das ebenmäßige Hautbild unterstützt. Im Allgemeinen gründet die Wirkung der Schröpfen Massage deswegen auf drei Säulen, der Aktivierung, der Kräftigung und der Ableitung. Trotzdem ist sie nicht für jeden geeignet.
Risiken der Schröpfmassage – durch Achtsamkeit zu gefahrlosen Behandlungen
Wer sich für das Schröpfen als Massage entscheidet, sollte sich nicht nur mit den positiven Eigenschaften auseinandersetzen. Im Gegenteil, ein ausgebildeter Experte kennt ebenfalls die negativen Aspekte. Somit ist er in der Lage, ausreichende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und die Anwendung auf die jeweilige Person abzustimmen.
Gleichzeitig werden dadurch negative Begleiterscheinungen vermieden und die Massage zeigt ihre gesamte Wirksamkeit. Gerade Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sollten von der Behandlung Abstand nehmen, weil die stimulierenden Techniken das Krankheitsbild verschlimmern könnten. Selbstverständlich darf das Verfahren auch nicht eingesetzt werden, falls entzündliche Prozesse oder Verletzungen vorliegen. Hier käme es zu ernsthaften Schwierigkeiten, weil die Behandlung den Körper zu sehr belastet und sich die Infektion ausbreiten kann.
Weiterhin sollten Patienten mit Tuberkulose, einem Sonnenbrand oder tumorösen Erkrankungen keine Schröpfmassage in Erwägung ziehen ebenso wenig wie Schwangere oder Patienten, die äußerst empfindsam sind. Menschen, bei denen erst kürzlich eine Operation vorgenommen wurde, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten, dürfen auch keine entsprechende Praktik wahrnehmen.
Einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg der Behandlung hat obendrein das Equipment. Erst wenn der Fachpraktiker über eine qualitative Ausstattung für die Schröpfmassage verfügt, bietet diese ein großes Erfolgspotenzial.
Rahmenbedingungen Schröpfmassage – richtige Vorbereitung für Behandlungserfolg
Für den Fall, dass die Schröpfmassage praktiziert werden soll, benötigt der Therapeut passende Schröpfgläser. Sie sind mit einem Gummiball ausgestattet, damit der Saug-Effekt und ein Unterdruck entstehen. Obwohl bei dem traditionellen Schröpfen auch Gläser ohne Gummiball erlaubt sind, darf die Massage-Variante nur mit jenem Equipment stattfinden. Wichtig wäre ebenfalls, dass die Schröpfgläser von bester Qualität sind. Ansonsten könnte die Wirkung negativ beeinträchtigt werden.
Zugleich sollte der Fachpraktiker ein wohltuendes Massageöl nutzen, welches verträglich und hochwertig ist. Andernfalls würden sich die Schröpfgläser nicht gleichmäßig und sanft über die Haut bewegen. Auf Wunsch dürfen jedoch Massageöle zum Einsatz kommen, die eine anregende Wirkung haben und die Behandlung durch ihre Aromen positiv unterstützen.
Eine angenehme Atmosphäre fernab von Stress oder Lärm komplettiert die Vorkehrungen und hilft dem Patienten, sich vollständig auf das Verfahren einzulassen. Jenes folgt dann einer festgelegten Anleitung, die der ausübende Profi berücksichtigen muss.
Schröpfmassage Anleitung – Zentrum der Erholsamkeit
Die Schröpfmassage ist ein komplexes System, welches individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Darum sollte anfangs eine ausführliche Anamnese vollzogen werden, durch die der Fachpraktiker weiß, worauf er bei der folgenden Anwendung achten muss.
Im Anschluss startet die Technik mit dem kräftigen Einölen der Hautbereiche, auf denen geschröpft wird. Oftmals wenden Therapeuten hierbei eine leichte Massage an, die den Organismus auf das Verfahren einstimmt. Des Weiteren wird das lokale Gewebe dadurch leicht erwärmt und lässt sich besser mit den Schröpfgläsern behandeln. Die Gläser selbst brauchen keine Vorbereitung.
Damit der Patient sich während der Praktik wohlfühlt, sollte der Masseur aber behutsam agieren und auf die Art der Schröpfgläser achten. Speziell für Einsteiger kann ein Glas mit wenig Vakuum besser sein als Modelle, die einen festen Unterdruck erzeugen. Die Intensität lässt sich bei weiteren Terminen anpassen. Insgesamt braucht der Fachpraktiker 10 Schröpfgläser, wobei kleinere Hautareale auch mit sechs Gläsern auskommen. Sie werden in Zweierreihen auf dem Rücken positioniert, beginnend mit den größten Gläsern. Die kleinsten Schröpfköpfe bilden das Ende.
Wichtig ist, dass keines der Schröpfkopfgläser direkt auf der Wirbelsäule platziert wird, sondern immer in unmittelbarer Nähe. Das Anbringen selbst erweist sich simpel und schmerzfrei, denn der Masseur drückt lediglich den Gummiball zusammen, während er das Glas auf die Haut setzt. Sobald er loslässt, wird die Luft automatisch abgezogen und es entsteht ein Vakuum.
Infolgedessen bewegt der Experte den Schröpf langsam und gleichmäßig über den Rücken. Teilweise werden ebenfalls kreisende Bewegungen absolviert. Liegen Schmerzen oder Verhärtungen vor, darf das Glas parallel zu der Wirbelsäule geschoben werden. Außerdem bleiben einige Schröpfgläser auf ihrer Position, wenn die Hautpartie besonders verspannt ist. Zu keiner Zeit darf eines der Gläser über einen Wirbel bewegt werden, gestattet sind die Techniken ausschließlich neben den Rückenwirbeln. Erfahrene Profis kennen dazu die Bahnen des Schröpfens. Teilweise erneuert der Fachpraktiker das Glas auch während der Behandlung, falls sich das Vakuum lösen sollte. In Verbindung damit darf der Unterdruck nicht zu stark sein, weil sich die Grifftechniken sonst nicht mehr fließend absolvieren lassen.
Meistens entsteht während der Schröpfen Massage eine Hautrötung, die gewollt ist und nach einiger Zeit wieder verschwindet. Eine Behandlung dauert etwa eine halbe Stunde, wobei das eigentliche Schröpfen nur wenige Minuten stattfindet. Dadurch werden blaue Flecken oder Schmerzen verhindert. Die restliche Anwendung besteht aus vorsichtigen Massagetechniken und endet damit, die Schlackstoffe in Richtung Lymphknoten abzuleiten. Häufig müssen mehrere Sitzungen in Betracht gezogen werden, bis sich die gesamte Wirkung einstellen kann.
Oberste Priorität hat natürlich die Kompetenz des Therapeuten, weswegen das Schröpfen lernen unverzichtbar ist. Wer hierbei eine moderne Schulung in Erwägung zieht, sollte sich für einen Zusatzkurs an WIP-Akademie entscheiden. Dieses Institut kombiniert höchstes Lernniveau mit Flexibilität und Nachhaltigkeit.
Beginnen Sie beim Schröpfen lernen immer mit der sanften Schröpfmassage und einem Glas mit geringem Vakuum – so entwickeln Sie ein Gefühl für Druck und Grifftechnik, bevor Sie die Intensität steigern. Setzen Sie die Schröpfköpfe nie direkt auf die Wirbelsäule, sondern stets daneben. Die klassischen trockenen oder gar blutigen Verfahren überlassen Sie anfangs besser erfahrenen Fachkräften, bis Sie sicher sind.
Schröpfen selber machen – WIP-Einzelkurs als Fundament
Die Schröpfen Massage lässt sich in Wellnesshotels, Physiotherapiepraxen, SPA-Bereichen und im privaten Sektor finden. Obwohl jede Einrichtung eine andere Vorgehensweise verfolgt und die Anwendung gemäß eigener Richtlinien optimiert, sollte hinter jeder ausgeübten Praktik lückenloses Fachwissen stehen.
Dieses erhält der Therapeut durch eine qualitative Weiterbildung, in welcher er Schröpfen lernen kann. Die WIP-Akademie hat Interessenten diesbezüglich ein stressfreies Konzept zusammengestellt, bei dem die Absolventen erfahren, wie sie richtig schröpfen und die Anwendung mit der Massage verbinden. Der gesamte Ablauf orientiert sich an den Erwartungen der Teilnehmer und liefert genügend Spielraum für eigene Interpretationen.
Es wird ein lückenloses theoretisches Fachwissen geliefert, welches folgende Themen beinhaltet:
- Ursprung
- Wirkung
- Risiken
- Varianten
- Zielgruppe
- Ablauf
- Equipment
Außerdem gibt es einen dominanten Praxisabschnitt, der den Personen vermittelt, wie sie das Schröpfen selber machen und künftige Patienten tiefenwirksam therapieren. Das Institut schult die Interessenten dafür in kleinen Gruppen und offeriert ein kompaktes Seminar, welches sich mühelos mit Beruf und Privatleben verbinden lässt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, denn die WIP-Akademie unterrichtet auf nachvollziehbare Art, sodass jeder den Lehrgang für seine Fachkompetenzen nutzen kann.
Das Zertifikat der Bildungsstätte schafft eine ideale Grundvoraussetzung, um sich als Therapeut selbstständig zu machen, seine bisherigen Qualifikationen zu erweitern oder das Schröpfen privat in professioneller Form zu absolvieren.
Unabhängig davon, in welcher Variante die Praktik am Ende zu finden ist, eine Schröpfmassage vereint so die positiven Eigenschaften zweier wertvoller Wellnessmethoden zu einem intensiven Wohlfühlmoment.
Fazit
Schröpfen ist ein jahrtausendealtes Ausleitungsverfahren, das in Form der sanften Schröpfmassage heute fest im Wellness- und Therapiebereich verankert ist. Ob trockenes Schröpfen, blutiges Schröpfen oder Schröpfmassage – entscheidend für den Erfolg sind fundiertes Fachwissen, hochwertiges Equipment und das Beachten der Gegenanzeigen. Wer das Schröpfen selber machen und professionell anbieten möchte, legt mit einer kompakten Ausbildung den Grundstein. Im Online-Kursangebot der WIP-Akademie erlernen Sie die Technik strukturiert und praxisnah – ohne Vorkenntnisse und mit anerkanntem Zertifikat.
Häufige Fragen zum Schröpfen
Was brauche ich zum Schröpfen?
Für die Schröpfmassage benötigen Sie Schröpfgläser mit Gummiball (meist ein Set aus etwa zehn Gläsern in verschiedenen Größen), ein hochwertiges, verträgliches Massageöl sowie eine ruhige Atmosphäre. Für das trockene Schröpfen genügen die Saugköpfe, optional eine Rotlichtlampe zum Vorwärmen der Haut.
Wie setze ich Schröpfköpfe richtig an?
Drücken Sie den Gummiball zusammen, setzen Sie das Glas auf die eingeölte Haut und lassen Sie los – so entsteht der Unterdruck. Platzieren Sie die Gläser in Zweierreihen neben der Wirbelsäule, niemals direkt darauf, und beginnen Sie mit den größten Schröpfköpfen.
Kann ich meine Beine selber schröpfen?
Ja, mit etwas Übung lassen sich auch die Beine selbst schröpfen – etwa zur Unterstützung der Durchblutung und gegen Cellulite. Bewegen Sie das Glas mit moderatem Vakuum in Muskelrichtung und meiden Sie Krampfadern, Verletzungen sowie entzündete Stellen.
Was ist der Unterschied zwischen Schröpfen und Schröpfmassage?
Beim klassischen Schröpfen bleiben die Gläser unbewegt an einer Stelle stehen, während bei der Schröpfmassage die Gläser kontinuierlich über die eingeölte Haut bewegt werden. Die Massage ist sanfter und verbindet die Wirkung des Schröpfens mit einer klassischen Massage.
Kann jeder das Schröpfen selber lernen?
Für die Schröpfmassage sind grundsätzlich keine Vorkenntnisse nötig. In einem kompakten Kurs der WIP-Akademie lernen Sie Theorie und Praxis und schließen mit einem Zertifikat ab. Das blutige Schröpfen gehört aufgrund der Hautverletzung jedoch in fachkundige Hände.
Quellen & Weiterführende Literatur
- Karl und Veronica Carstens-Stiftung: Schröpfen – trockenes, blutiges und pulsierendes Schröpfen im Überblick
- Karl und Veronica Carstens-Stiftung: Wirkprinzip der Schröpfmassage bei chronischem Nacken- und Rückenschmerz (Studie, Universität Freiburg)

