31. Juli 2015
Lesezeit ca. 21 Min.

Stepper, Laufband und Rudermaschine zählen zu den beliebtesten Geräten fürs Cardiotraining drinnen – jedes mit eigenen Stärken: Der Stepper fordert vor allem die Beine, das Laufband bildet das Laufen flexibel nach und die Rudermaschine trainiert Ausdauer und Kraft im ganzen Körper. Welches Gerät welche Muskeln anspricht, wie es um Gelenkbelastung und Kalorienverbrauch steht und für welche Ziele sich welches Gerät eignet, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Key Facts – Cardio-Geräte im Vergleich

  • Stepper: trainiert vor allem Beine und Gesäß, kompakt und günstig, aber vergleichsweise höhere Kniebelastung.
  • Laufband: bildet das Laufen flexibel nach, sehr individuell steuerbar über Tempo und Steigung, je nach Tempo höherer Kalorienverbrauch.
  • Rudermaschine: ganzheitliches Ausdauer- und Kraftausdauertraining für rund 80 Prozent der Muskulatur, dabei gelenkschonend.
  • Gelenkbelastung: Rudern und Gehen am Laufband gelten als schonend, Joggen und Stepper belasten die Knie stärker.
  • Kalorienverbrauch: hängt stark von Intensität und Körpergewicht ab – Richtwerte liegen je Gerät bei etwa 400 bis 700 kcal pro Stunde.
  • Ziel entscheidet: Abnehmen, Ausdauer, Ganzkörperfitness oder gelenkschonendes Training führen zu unterschiedlichen Gerätewahlen.
  • Wichtig: bei Vorerkrankungen oder Beschwerden vor Trainingsbeginn ärztlich abklären lassen.

Cardiotraining drinnen – warum Fitnessgeräte eine sinnvolle Ergänzung sind

Ausdauersport muss nicht zwingend draußen stattfinden. Gerade an Tagen, an denen das Wetter nicht mitspielt, die Zeit knapp ist oder der Weg ins Studio zu weit erscheint, sind Cardiogeräte eine praktische Möglichkeit, das Training nach drinnen zu verlegen. Sie machen das Herz-Kreislauf-Training planbar, wetterunabhängig und gut dosierbar – egal ob im heimischen Wohnzimmer oder im Fitnessstudio. Das Training im Freien hat zwar eigene Vorzüge, doch ein gut gewähltes Gerät kann den Ausdauersport sinnvoll ergänzen und gerade Einsteigern den Start erleichtern.

Cardiotraining – also Training, das gezielt auf das Herz-Kreislauf-System wirkt – kann die allgemeine Fitness fördern, die Ausdauer verbessern und beim Erreichen von Trainingszielen unterstützen. Dabei stehen im Innenbereich vor allem drei Klassiker hoch im Kurs: der Stepper, das Laufband und die Rudermaschine. Jedes dieser Geräte hat ein eigenes Bewegungsprofil, spricht unterschiedliche Muskelgruppen an und passt damit zu anderen Zielen und Zielgruppen.

Rudermaschine und Laufband nebeneinander in einem hellen Heim-Fitnessraum
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Bevor wir die drei Geräte einzeln betrachten, lohnt sich ein Blick auf die Kriterien, an denen sich eine sinnvolle Geräteauswahl orientiert. Worauf es beim Vergleich von Cardio-Geräten ankommt, lässt sich auf einige Kernpunkte herunterbrechen:

  • welche Muskelgruppen das Gerät anspricht und ob es eher Ausdauer oder auch Kraftausdauer fördert
  • wie stark die Gelenke – insbesondere Knie und unterer Rücken – belastet werden
  • wie hoch der Kalorienverbrauch bei vergleichbarer Intensität ausfällt
  • für welche Ziele und welche Zielgruppen das Gerät geeignet ist
  • wie viel Platz das Gerät benötigt und wie es sich verstauen lässt
  • welche Anschaffungskosten und welcher Wartungsaufwand zu erwarten sind

Diese Punkte ziehen sich wie ein roter Faden durch die folgenden Abschnitte. So lässt sich am Ende leichter einordnen, welches Gerät zu Ihren persönlichen Voraussetzungen und Trainingszielen passt.

Der Stepper – ein kompakter Klassiker für die Beine

Stepper sind seit Jahrzehnten beliebt. Auch wenn sie zwischenzeitlich etwas an Strahlkraft eingebüßt haben, finden sie sich noch heute in vielen Fitnessstudios und Haushalten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Das Gerät besteht im Kern aus zwei Trittflächen, die abwechselnd nach unten getreten werden – die Bewegung erinnert an das Steigen einer Treppe. Um den Widerstand einzustellen, sind hydraulische oder elektromagnetische Bremsen verbaut, mit denen sich die Intensität an das eigene Fitnessniveau anpassen lässt.

Bauformen und Funktionsweise

Die wohl bekannteste Form ist der sogenannte Ministepper, der nur aus Standfuß und Trittflächen besteht. Durch die geringe Größe sind diese Geräte besonders praktisch: Sie passen in nahezu jeden Schrank und sind schnell verstaut. Der Haken dabei ist, dass die Konstruktion eher wackelig ausfällt und die Belastung für die Gelenke höher liegt. Moderne, größere Geräte sind deshalb mit Handgriffen, einem Trainingscomputer und einer Vielzahl an Extras ausgestattet. Das ermöglicht ein intensiveres und stabileres Training, das vor allem die Beinmuskulatur fordert.

Trainierte Muskeln und Belastung

Der Stepper spricht in erster Linie die Beine und das Gesäß an. Wer regelmäßig trainiert, fordert damit gezielt einige der größten Muskelgruppen des Körpers. Bevor Sie sich für dieses Gerät entscheiden, sollten Sie jedoch wissen, für wen es sich eignet und wo seine Grenzen liegen:

  • fordert vorrangig Oberschenkel, Waden und Gesäßmuskulatur
  • einfacher, schnell erlernbarer Bewegungsablauf – ideal für Einsteiger
  • kompakt, günstig und platzsparend zu verstauen
  • vergleichsweise hohe Belastung für die Kniegelenke
  • hochintensive Intervalle sind durch den begrenzten Bewegungsumfang nur eingeschränkt möglich

Wer mit Knieproblemen zu kämpfen hat, sollte mit dem Stepper vorsichtig sein und vorab ärztlichen Rat einholen, denn die Belastung auf die Gelenke ist vergleichsweise hoch. Alle anderen profitieren vom unkomplizierten Bewegungsablauf, der sich gut in den Alltag integrieren lässt und keine lange Eingewöhnung erfordert.

Das Laufband – Joggen in den eigenen vier Wänden

Auch Laufbänder erfreuen sich großer Beliebtheit, obwohl sie in der Anschaffung deutlich teurer sind als kleine Stepper. Besonders in Fitnessstudios sind sie weit verbreitet und ersetzen für viele Sportler die Laufeinheit im Freien. Der große Vorteil: Das Training lässt sich exakt steuern und an nahezu jedes Ziel anpassen – vom lockeren Gehen bis zum fordernden Intervalllauf.

Mechanisch oder elektrisch

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten. Beim mechanischen Laufband wird das Band allein durch die eigene Bewegung angetrieben – es muss also aktiv „angeschoben" werden, weshalb die Hände meist an den Griffen bleiben. Die elektrische Variante wird dagegen von einem Motor angetrieben. Das ermöglicht das präzise Einstellen der Geschwindigkeit, freihändiges Laufen und damit ein Laufgefühl, das dem auf der Straße nahekommt. Bei vielen Modellen lässt sich zusätzlich der Neigungswinkel verstellen, sodass auch ein Lauf am Berg simuliert werden kann.

Einsatzbereiche und Muskeln

Das Laufband spricht vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur an und fordert je nach Tempo und Steigung das Herz-Kreislauf-System unterschiedlich stark. Gerade die Vielseitigkeit macht es zu einer flexiblen Wahl. Die folgenden Eigenschaften zeichnen das Training am Laufband aus:

  • individuell steuerbar über Geschwindigkeit, Dauer und Steigung
  • geeignet für Gehen, lockeres Joggen und intensives Lauftraining
  • gedämpfte Lauffläche kann die Gelenke gegenüber dem Asphalt etwas entlasten
  • höherer Kalorienverbrauch bei zügigem Tempo und Steigung
  • vielseitig einsetzbar – von der Leistungssteigerung bis zur allgemeinen Fitness

Das Training am Laufband lässt sich für viele Ziele und Bedürfnisse einsetzen – von der Leistungssteigerung über die allgemeine Fitnessförderung bis hin zur Vorbereitung auf einen Lauf im Freien. Wichtig ist, dass Gehen schonender für die Gelenke ist als schnelles Joggen. Wer Knie oder Hüfte schonen möchte, wählt daher eher ein moderates Tempo. Bei bestehenden Beschwerden gilt auch hier: vor dem Start ärztlich abklären lassen.

Die Rudermaschine – Ganzkörperfitness mit Kraftkomponente

Während Stepper und Laufband primär auf die Ausdauer zielen, kommt bei der Rudermaschine eine weitere Komponente ins Spiel: die Kraft. Ähnlich wie beim Rudern auf dem Wasser wird hier die Kraftausdauer besonders gefordert. Auch der Bewegungsablauf ähnelt dem echten Vorbild stark – ein beweglicher Sitz auf einer Schiene, eine Zugstange als Ersatz für die Ruderblätter und Fußstützen, die sicheren Halt geben.

Bewegungsablauf und Muskeln

Die Bewegung beim Rudern ist komplex und spricht Muskeln von den Beinen über den Rumpf bis zum oberen Rücken und den Armen an. Genau deshalb ist die Rudermaschine eine ausgezeichnete Wahl, wenn es um die allgemeine Fitness geht. Steuern lässt sich das Training über den Widerstand oder die Schlagzahl, sodass jeder die für sich passende Intensität findet. Welche Vorzüge das Rudern mitbringt, zeigt die folgende Übersicht:

  • beansprucht einen Großteil der Muskulatur – Beine, Gesäß, Rücken, Schultern und Arme
  • kombiniert Ausdauer- mit Kraftausdauertraining
  • gelenkschonende, fließende Bewegung ohne harte Aufprallmomente
  • fordert den unteren Rücken, der im Alltag oft vernachlässigt wird
  • fein über Widerstand und Schlagzahl dosierbar

Besonders interessant ist, dass der untere Rücken, der durch unsere überwiegend sitzende Lebensweise oft zu kurz kommt, beim Rudern eine zentrale Rolle spielt und gekräftigt wird. Eine starke Rumpfmuskulatur kann dazu beitragen, den Rücken zu stabilisieren – ein gezieltes, technisch sauberes Training vorausgesetzt. Durch die schonende Bewegung kommt die Rudermaschine nicht nur im Leistungs-, sondern häufig auch im Gesundheitssport zum Einsatz. Mit moderater Intensität lassen sich das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und die Ausdauer gleichermaßen fördern – ein umfassendes Training für den gesamten Körper.

Stepper, Laufband und Rudermaschine im Direktvergleich

Jedes der drei Geräte hat ein eigenes Profil. Damit die Unterschiede auf einen Blick erkennbar werden, fasst die folgende Tabelle die zentralen Vergleichskriterien – trainierte Muskeln, Gelenkbelastung, Kalorienverbrauch, geeignete Ziele und Platzbedarf – nebeneinander zusammen. Die Kalorienangaben sind grobe Richtwerte und hängen stark von Intensität, Trainingsdauer und Körpergewicht ab.

KriteriumStepperLaufbandRudermaschine
Trainierte MuskelnBeine, GesäßBeine, Gesäß, WadenGanzkörper: Beine, Rücken, Schultern, Arme
Gelenkbelastunghöher (Knie)moderat (Gehen) bis höher (Joggen)gering, gelenkschonend
Kalorien (Richtwert/Std.)ca. 400–550 kcalca. 500–700 kcalca. 500–700 kcal
Geeignet fürBeinkraft, EinsteigerAusdauer, Lauftraining, VielseitigkeitGanzkörperfitness, Kraftausdauer
Platzbedarfgering (Ministepper)hochmittel bis hoch

Die Tabelle macht deutlich, dass es kein universell „bestes" Gerät gibt – jedes spielt seine Stärken bei anderen Zielen aus. Wer hauptsächlich die Beine kräftigen und wenig Platz hat, ist mit dem Stepper gut bedient. Wer flexibel Ausdauer aufbauen möchte, greift zum Laufband. Und wer ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining sucht, findet in der Rudermaschine die rundeste Lösung. Im nächsten Abschnitt ordnen wir die Geräte konkreten Zielen zu.

Welches Gerät für welches Ziel?

Die Wahl des passenden Geräts hängt weniger von Trends ab als von Ihrem persönlichen Trainingsziel. Wer abnehmen möchte, hat andere Prioritäten als jemand, der die Ausdauer für einen Volkslauf aufbauen oder die Gelenke schonen will. Die folgende Zuordnung hilft, das Gerät zu finden, das Ihr Ziel am besten unterstützen kann:

  • Abnehmen & Kalorienverbrauch: Laufband und Rudermaschine verbrennen bei zügiger Intensität tendenziell mehr Kalorien, weil sie große Muskelgruppen einbeziehen.
  • Ausdauer aufbauen: Das Laufband eignet sich ideal, um Lauftempo und Distanz schrittweise zu steigern.
  • Ganzkörperfitness: Die Rudermaschine fordert den ganzen Körper und verbindet Ausdauer mit Kraftausdauer.
  • Beinkraft gezielt fordern: Der Stepper konzentriert sich auf Oberschenkel, Waden und Gesäß.
  • Gelenkschonend trainieren: Die Rudermaschine und das Laufband im Gehmodus belasten die Gelenke am wenigsten.
  • Wenig Platz zu Hause: Ein Ministepper lässt sich am einfachsten verstauen, gefolgt von klappbaren Rudergeräten.

Ein praktischer Hinweis zum Schluss dieses Abschnitts: Viele Sportler kombinieren die Geräte im Wochenverlauf, statt sich auf ein einziges festzulegen. So lassen sich unterschiedliche Reize setzen und einseitige Belastungen vermeiden. Ein abwechslungsreiches Training hält zudem die Motivation hoch und beugt Trainingsmonotonie vor. Auch die Zielgruppe spielt eine Rolle: Wer beruflich viel sitzt, profitiert oft von der aufrichtenden Bewegung des Ruderns, während sportlich Ambitionierte das Laufband nutzen, um gezielt an Tempo und Distanz zu arbeiten. Senioren und Wiedereinsteiger fahren häufig mit gelenkschonenden Varianten am besten. Letztlich ist die Geräteauswahl immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks – ein Bewegungsablauf, der Freude bereitet, wird langfristig eher durchgehalten als einer, der sich von Beginn an wie eine Pflichtübung anfühlt.

Kauf- und Platz-Tipps für das Training zu Hause

Wer ein Cardio-Gerät für die eigenen vier Wände anschaffen möchte, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Stabilität, Platzbedarf und die spätere Nutzung im Alltag entscheiden darüber, ob das Gerät langfristig im Einsatz bleibt oder im Keller verstaubt. Die folgenden Punkte helfen bei einer durchdachten Kaufentscheidung:

  • Messen Sie den verfügbaren Stellplatz aus und prüfen Sie, ob das Gerät klappbar oder verstaubar ist.
  • Achten Sie auf eine stabile Konstruktion und ein zum Körpergewicht passendes maximales Nutzergewicht.
  • Ein verstellbarer Widerstand und ein Trainingscomputer erleichtern es, die Intensität zu steuern.
  • Bedenken Sie die Lautstärke – gerade in Wohnungen mit Nachbarn ein relevanter Faktor.
  • Rechnen Sie Wartung und mögliche Folgekosten ein, etwa für Ersatzteile oder Pflegezubehör.

Eine Faustregel: Lieber ein etwas teureres, solides Gerät, das gerne genutzt wird, als ein günstiges, das wegen Wackelns oder Lärm schnell stehen bleibt. Im Studio dagegen können Sie die Geräte unverbindlich ausprobieren und herausfinden, welcher Bewegungsablauf Ihnen am meisten zusagt, bevor Sie selbst investieren. Ein weiterer Vorteil des Studios ist die fachliche Begleitung: Geschultes Personal kann die Geräte korrekt einstellen, die Technik kontrollieren und erste Trainingspläne erstellen. Für zu Hause empfiehlt es sich, vor dem Kauf Erfahrungsberichte zu vergleichen und auf eine Garantie sowie verfügbare Ersatzteile zu achten. Auch der Bodenschutz ist nicht zu unterschätzen – eine rutschfeste Unterlegmatte schont den Boden, dämpft Geräusche und sorgt für einen sicheren Stand des Geräts.

Ulrich Pötter
Ulis Tipp

Aus meiner langjährigen Praxis als Ausbildungsexperte rate ich Einsteigern, nicht nach dem Gerät mit dem höchsten Kalorienverbrauch zu schielen, sondern nach dem, das sie wirklich regelmäßig nutzen. Das beste Cardiotraining ist immer das, das stattfindet. Beginnen Sie mit moderater Intensität, achten Sie auf eine saubere Technik – beim Rudern etwa Beine zuerst, dann Rumpf, dann Arme – und steigern Sie Umfang und Tempo langsam. Wer Vorerkrankungen hat oder lange pausiert hat, sollte vor dem Start kurz ärztlich abklären, dass nichts gegen das Training spricht. So macht der Ausdauersport langfristig Freude statt Frust.

Person in Sportkleidung trainiert auf einem Laufband in einem hellen Fitnessstudio
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Sicherheit & wann Sie zum Arzt sollten

Cardiotraining ist für die meisten Menschen eine gute Möglichkeit, die Fitness zu fördern. Damit es sicher bleibt, sollten Sie jedoch einige Grundregeln beachten und auf die Signale Ihres Körpers hören. Besonders wer länger pausiert hat, übergewichtig ist oder unter Vorerkrankungen leidet, geht das Training besser mit Bedacht an. In den folgenden Situationen ist eine ärztliche Abklärung vor Trainingsbeginn ratsam:

  • bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck
  • Gelenkbeschwerden, etwa an Knien, Hüfte oder Rücken
  • akute Infekte, Fieber oder Schmerzen unklarer Ursache
  • Schwangerschaft oder die Zeit nach einer Operation
  • ein längerer Trainingsrückstand nach Krankheit oder Verletzung

Während des Trainings gilt: Wärmen Sie sich auf, steigern Sie die Intensität schrittweise und beenden Sie die Einheit, wenn Schwindel, Brustschmerzen, Atemnot oder ungewohnte Beschwerden auftreten. Diese Warnzeichen sollten ernst genommen und bei wiederholtem Auftreten ärztlich abgeklärt werden. Eine korrekte Geräteeinstellung und eine saubere Technik schützen zusätzlich vor Überlastung – gerade beim Rudern, wo ein falscher Bewegungsablauf den unteren Rücken belasten kann.

Fitnesstrainer-Ausbildung bei WIP – Geräte sicher und kompetent einsetzen

Den richtigen Umgang mit Cardio-Geräten, die passende Trainingssteuerung und die Erstellung individueller Pläne lernen angehende Trainer in einer fundierten Ausbildung. Wer Technik, Trainingslehre und Sicherheitsaspekte systematisch erlernen möchte, findet bei der WIP-Akademie passende Wege. Die Inhalte einer Fitnesstrainer-Ausbildung umfassen unter anderem:

  • Grundlagen der Trainingslehre und der Ausdauer- sowie Kraftentwicklung
  • den sicheren und effektiven Einsatz von Cardio- und Kraftgeräten
  • die Erstellung individueller Trainingspläne für unterschiedliche Ziele und Zielgruppen
  • anatomische und physiologische Grundlagen des Bewegungsapparats
  • Aspekte der Trainingssicherheit und der gesundheitsorientierten Beratung

Die WIP-Akademie als Dachmarke bietet diese Inhalte flexibel an: als ortsunabhängige Online-Ausbildung, als Präsenzkurs in Berlin oder als staatlich zugelassener Lehrgang. So lässt sich der Lernweg an die eigene Lebenssituation anpassen – und am Ende steht das WIP-Zertifikat als Nachweis der erworbenen Kompetenzen.

So starten Sie Ihr Cardiotraining an Geräten

Ein strukturierter Einstieg sorgt dafür, dass das Training von Anfang an sicher und effektiv abläuft. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Sie in sinnvoller Reihenfolge durch eine Cardio-Einheit – von der Vorbereitung bis zum Cool-down:

  1. Voraussetzungen klären: Stellen Sie sicher, dass keine gesundheitlichen Gründe gegen das Training sprechen, und holen Sie bei Vorerkrankungen vorab ärztlichen Rat ein.
  2. Gerät einstellen: Passen Sie Sitz, Griffhöhe oder Trittflächen an Ihre Körpergröße an und wählen Sie einen moderaten Startwiderstand.
  3. Aufwärmen: Beginnen Sie fünf bis zehn Minuten mit niedriger Intensität, um Muskeln und Herz-Kreislauf-System vorzubereiten.
  4. Technik beachten: Achten Sie auf einen sauberen Bewegungsablauf – beim Rudern etwa zuerst die Beine strecken, dann den Rumpf aufrichten, zuletzt mit den Armen ziehen.
  5. Hauptteil dosieren: Halten Sie ein Tempo, bei dem Sie sich noch unterhalten könnten, und steigern Sie Umfang und Intensität erst über mehrere Einheiten hinweg.
  6. Auf den Körper hören: Brechen Sie bei Schwindel, Brustschmerzen oder Atemnot ab und lassen Sie wiederkehrende Beschwerden ärztlich abklären.
  7. Cool-down: Beenden Sie die Einheit mit einigen Minuten lockerer Bewegung und sanftem Dehnen, um den Puls langsam zu senken.

Wer diese Reihenfolge beachtet, legt den Grundstein für ein nachhaltiges Training. Regelmäßigkeit und eine moderate, schrittweise Steigerung bringen langfristig mehr als einzelne, überzogene Einheiten.

Fazit

Stepper, Laufband und Rudermaschine sind drei vielseitige Cardio-Geräte mit jeweils eigenen Stärken: Der Stepper fordert kompakt und günstig vor allem die Beine, das Laufband bildet das Laufen flexibel nach und eignet sich für Ausdauer und Lauftraining, und die Rudermaschine bietet ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining mit Kraftkomponente. Welches Gerät das richtige ist, entscheidet weniger der Kalorienverbrauch als Ihr persönliches Ziel, Ihre Gelenkgesundheit und der verfügbare Platz. Wichtig bleibt der sichere Umgang: Steigern Sie die Intensität schrittweise, achten Sie auf eine saubere Technik und lassen Sie bei Vorerkrankungen oder Beschwerden vor Trainingsbeginn ärztlich abklären, dass nichts gegen das Training spricht. Wer den professionellen Umgang mit Trainingsgeräten fundiert erlernen möchte, legt mit einer qualifizierten Ausbildung der WIP-Akademie den Grundstein – ob als Online-Ausbildung, Präsenzkurs in Berlin oder staatlich zugelassener Lehrgang mit Zertifikat.

Häufige Fragen zu Cardio-Geräten

Welches Gerät verbrennt die meisten Kalorien?

Der Kalorienverbrauch hängt vor allem von Intensität, Trainingsdauer und Körpergewicht ab. Bei zügiger Intensität liegen Laufband und Rudermaschine tendenziell vorn, weil sie große Muskelgruppen einbeziehen. Als grobe Richtwerte gelten je nach Gerät und Tempo etwa 400 bis 700 Kalorien pro Stunde. Entscheidend ist letztlich, dass Sie das Gerät regelmäßig und mit passender Intensität nutzen.

Welches Cardio-Gerät ist am gelenkschonendsten?

Die Rudermaschine gilt als besonders gelenkschonend, da die Bewegung fließend und ohne harte Aufprallmomente abläuft. Auch das Laufband im Gehmodus belastet die Gelenke moderat. Der Stepper und schnelles Joggen beanspruchen die Knie dagegen stärker. Bei bekannten Gelenkbeschwerden sollten Sie das Training vorab ärztlich abklären lassen.

Welches Gerät eignet sich am besten zum Abnehmen?

Zum Abnehmen eignen sich Geräte, die viele Muskelgruppen einbeziehen und einen hohen Energieumsatz ermöglichen – also vor allem Laufband und Rudermaschine. Wichtiger als die Gerätewahl sind jedoch Regelmäßigkeit, eine passende Intensität und die gesamte Energiebilanz. Cardiotraining kann das Abnehmen unterstützen, ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung.

Welches Gerät trainiert den ganzen Körper?

Die Rudermaschine ist das vielseitigste der drei Geräte, da sie Beine, Gesäß, Rücken, Schultern und Arme einbezieht und Ausdauer mit Kraftausdauer verbindet. Stepper und Laufband konzentrieren sich dagegen überwiegend auf die Bein- und Gesäßmuskulatur und fördern in erster Linie die Ausdauer.

Welches Gerät ist für Einsteiger geeignet?

Für Einsteiger eignen sich Geräte mit einem einfachen Bewegungsablauf. Der Stepper und das Laufband im Gehmodus sind schnell erlernbar. Die Rudermaschine erfordert anfangs etwas mehr Technikbewusstsein, ist mit einer kurzen Einweisung aber ebenfalls gut für Anfänger geeignet. Beginnen Sie in jedem Fall mit moderater Intensität und steigern Sie langsam.

Wie oft sollte ich an Cardio-Geräten trainieren?

Für die allgemeine Fitness gelten regelmäßige, moderate Einheiten als sinnvoll – häufig werden mehrere Trainingseinheiten pro Woche empfohlen. Wichtiger als einzelne, sehr lange Einheiten ist die Regelmäßigkeit mit ausreichenden Erholungsphasen. Den individuell passenden Umfang stimmen Sie idealerweise auf Ihr Fitnessniveau und Ihre Ziele ab und klären ihn bei Vorerkrankungen ärztlich ab.

Quellen

  1. Wikipedia: Laufband – Funktion, Bauformen & Einsatz
  2. Wikipedia: Rudergerät – Aufbau, Technik & Training
  3. Wikipedia: Ausdauertraining – Grundlagen & Wirkung
Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
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Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
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Ab Ab