Ausbildung Entspannungstrainer: mit sanfter Energie zu mehr Gelassenheit
Ein Entspannungstrainer – auch Entspannungspädagoge genannt – leitet Menschen in bewährten Methoden wie Progressiver Muskelentspannung, Autogenem Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Fantasiereisen an. Ziel ist, im stressigen Alltag zu mehr Ruhe und Wohlbefinden beizutragen – als Kurs-, Präventions- und Wellnessangebot, nicht als Therapie. Welche Methoden Sie lernen, in welchen Einsatzfeldern Sie arbeiten, welche Voraussetzungen gelten und wie die Ausbildung abläuft, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Key Facts – Entspannungstrainer
- Berufsbild: Ein Entspannungstrainer (Entspannungspädagoge) leitet Menschen in Entspannungsmethoden an und begleitet sie zu mehr Ruhe und Wohlbefinden.
- Methoden: Progressive Muskelentspannung (PMR), Autogenes Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Meditation sowie Fantasiereisen.
- Einordnung: Wellness- und Präventionsangebot, das zu Stressabbau und Wohlbefinden beitragen kann – kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
- Einsatzfelder: Volkshochschul- und Präventionskurse, Wellness- und Gesundheitsstudios, betriebliche Gesundheitsförderung, Kindergärten und Schulen, freiberufliche Kurstätigkeit.
- Voraussetzungen: keine festen formalen Hürden – wichtiger sind Freude am Anleiten von Gruppen, Geduld und ein ruhiges, einfühlsames Wesen.
- Erlernbar: als flexible Online-Ausbildung, als Präsenzkurs in Berlin oder als staatlich zugelassener Lehrgang mit Zertifikat.
Das Berufsbild Entspannungstrainer
Ein Entspannungstrainer – häufig auch als Entspannungspädagoge oder Entspannungscoach bezeichnet – vermittelt Menschen Methoden, mit denen sie selbst zur Ruhe finden und Anspannung abbauen können. Anders als bei einer Massage oder einer rein passiven Wellnessanwendung steht hier das Anleiten im Mittelpunkt: Der Trainer zeigt Übungen, korrigiert behutsam, schafft eine ruhige Atmosphäre und begleitet die Teilnehmer dabei, das Gelernte später eigenständig im Alltag anzuwenden. Im Kern geht es darum, Wissen und Handwerkszeug zur Selbstregulation weiterzugeben.
Die Tätigkeit ist klar im Bereich der Wellness, Prävention und Gesundheitsförderung angesiedelt. Ein Entspannungstrainer behandelt keine Krankheiten und stellt keine Diagnosen, sondern unterstützt gesunde Menschen dabei, ihrem Alltagsstress aktiv etwas entgegenzusetzen. Diese Einordnung ist nicht nur rechtlich wichtig, sondern prägt auch das gesamte Selbstverständnis des Berufs: Im Zentrum steht das Wohlbefinden der Teilnehmer, nicht die Therapie eines Leidens.
Damit das gelingt, vereint ein guter Entspannungstrainer mehrere Rollen in einer Person. Die folgenden Aufgaben und Kompetenzen gehören typischerweise zum Berufsalltag:
- Entspannungsübungen anleiten und verständlich erklären
- Kurse planen, strukturieren und didaktisch aufbauen
- eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre schaffen
- auf die individuellen Bedürfnisse und Grenzen der Teilnehmer eingehen
- Gruppen sicher führen und auch zurückhaltende Teilnehmer einbinden
- Teilnehmer motivieren, die Übungen eigenständig fortzuführen
Wer diese Aufgaben mit Freude ausübt, kann als Entspannungstrainer einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten – sei es nebenberuflich mit einzelnen Kursen oder im Rahmen einer breiteren Tätigkeit im Wellness- und Gesundheitsbereich.
Charakteristisch für den Beruf ist außerdem, dass der Trainer selbst zum Vorbild wird. Wer eine Gruppe glaubwürdig zur Ruhe führen möchte, sollte selbst eine ruhige, gelassene Ausstrahlung haben und die Methoden verinnerlicht haben. Aus diesem Grund spielt die eigene Erfahrung mit Entspannung eine ebenso große Rolle wie das theoretische Wissen über die einzelnen Verfahren. Viele Trainer berichten, dass sie über die Arbeit mit ihren Teilnehmern auch selbst gelassener und ausgeglichener werden – der Beruf wirkt damit häufig in beide Richtungen.

Warum Entspannung wichtig ist – Stress im Alltag
Der moderne Alltag verlangt vielen Menschen einiges ab. Termine, berufliche Anforderungen, familiäre Pflichten und die ständige Erreichbarkeit über digitale Geräte können dazu führen, dass kaum noch echte Ruhephasen bleiben. Fehlt über längere Zeit ein bewusster Ausgleich, kann sich Anspannung aufstauen und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Genau hier setzt die Arbeit eines Entspannungstrainers an.
Stress an sich ist dabei nicht grundsätzlich schädlich – kurzzeitige Anspannung hilft uns, leistungsfähig zu sein und Herausforderungen zu meistern. Problematisch wird es erst, wenn die Anspannung dauerhaft anhält und Erholungsphasen ausbleiben. Entspannungsmethoden sollen Menschen dabei unterstützen, bewusst gegenzusteuern und immer wieder kleine Auszeiten in den Alltag einzubauen.
Bevor wir die einzelnen Methoden betrachten, lohnt ein Blick darauf, was regelmäßige Entspannung im Alltag bewirken kann. Die folgenden Punkte beschreiben mögliche Beiträge zum Wohlbefinden – sie sind als allgemeine Erfahrungswerte zu verstehen und kein Heilversprechen:
- kann zum Abbau von körperlicher und geistiger Anspannung beitragen
- kann das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität unterstützen
- kann helfen, bewusster mit Belastungssituationen umzugehen
- kann die Konzentration und innere Ausgeglichenheit fördern
- kann ein angenehmes Körpergefühl und ruhigeren Schlaf begünstigen
Hinzu kommt, dass viele Menschen Entspannung zwar als wichtig empfinden, aber nicht wissen, wie sie konkret zur Ruhe kommen sollen. Genau diese Lücke schließt ein Entspannungstrainer: Er macht abstrakte Wünsche nach mehr Gelassenheit durch konkrete, erlernbare Übungen greifbar. Aus einem vagen „Ich müsste mal abschalten" wird so eine feste Übung, die sich in den Alltag einbauen lässt – etwa ein paar Minuten bewusste Atmung am Schreibtisch oder eine kurze Progressive Muskelentspannung am Abend.
Weil immer mehr Menschen einen bewussten Ausgleich suchen, wächst auch die Nachfrage nach qualifizierten Kursangeboten. Entspannungstrainer sind heute in Volkshochschulen, Studios und Unternehmen gefragt – wer die Methoden fundiert beherrscht und ansprechend vermittelt, findet ein vielfältiges Betätigungsfeld.
Die wichtigsten Methoden
Den Kern der Ausbildung bilden mehrere bewährte Entspannungsverfahren. Jede Methode hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Wirkungsweise und ihre bevorzugten Einsatzgebiete. Ein guter Entspannungstrainer kennt sie alle und kann sie passend zu Gruppe und Situation auswählen oder miteinander kombinieren. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Verfahren im Einzelnen vor.
Progressive Muskelentspannung (PMR)
Die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson gehört zu den bekanntesten und am leichtesten erlernbaren Methoden. Dabei werden einzelne Muskelgruppen nacheinander bewusst angespannt und anschließend wieder gelöst. Über den Wechsel von Anspannung und Entspannung lernen die Teilnehmer, Verspannungen im eigenen Körper überhaupt erst wahrzunehmen und gezielt loszulassen. Gerade weil die Übung sehr konkret und körperbezogen ist, eignet sie sich hervorragend für Einsteiger und für den Einstieg in eine Kursstunde.
Autogenes Training
Das Autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz beruht auf Autosuggestion: Die Teilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nach innen und arbeiten mit ruhigen Formeln wie „der Arm ist ganz schwer" oder „der Atem geht ruhig und gleichmäßig". Auf diese Weise sollen Körper und Geist schrittweise in einen Zustand tiefer Ruhe geführt werden. Das Verfahren erfordert etwas mehr Übung als die PMR, lässt sich nach dem Erlernen aber besonders unauffällig und überall im Alltag anwenden.
Atemtechniken
Die Atmung ist ein direkter Zugang zur Entspannung, denn sie lässt sich bewusst steuern und wirkt zugleich auf das vegetative Nervensystem. In der Ausbildung lernen Sie verschiedene Atemübungen kennen – etwa die bewusste Bauchatmung oder das verlängerte Ausatmen –, mit denen sich Anspannung sanft regulieren lässt. Atemtechniken eignen sich gut als kurze Übungen zwischendurch und lassen sich problemlos mit anderen Methoden verbinden.
Achtsamkeit und Meditation
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst und ohne Bewertung wahrzunehmen. Über einfache Meditations- und Achtsamkeitsübungen lernen die Teilnehmer, gedanklich zur Ruhe zu kommen und sich nicht ständig von Sorgen oder To-do-Listen treiben zu lassen. Ergänzend kommen häufig Fantasiereisen zum Einsatz: Dabei führt der Trainer die Gruppe sprachlich durch ein ruhiges inneres Bild – etwa einen Spaziergang am Strand –, um Vorstellungskraft und Entspannung miteinander zu verbinden. Gerade Fantasiereisen kommen auch bei Kindern und in Schulen gut an.
In der Praxis werden diese Methoden selten isoliert eingesetzt. Eine typische Kursstunde kann mit einer kurzen Atemübung beginnen, in eine Progressive Muskelentspannung übergehen und mit einer Fantasiereise oder einer Achtsamkeitsübung ausklingen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Gruppe, dem Ziel und der verfügbaren Zeit ab – genau dieses didaktische Gespür vermittelt eine gute Ausbildung.
Wichtig ist dabei, dass keine Methode für sich allein „die beste" ist. Jede hat ihre Stärken: Die Progressive Muskelentspannung überzeugt durch ihre Anschaulichkeit, das Autogene Training durch seine Unauffälligkeit im Alltag, Atemtechniken durch ihre schnelle Verfügbarkeit und Achtsamkeit durch ihren ganzheitlichen Ansatz. Ein erfahrener Trainer wählt nicht nach persönlicher Vorliebe, sondern danach, was den Teilnehmern am meisten hilft – und behält im Blick, dass manche Menschen körperbezogene Übungen bevorzugen, während andere besser über die Vorstellungskraft zur Ruhe finden.
Einsatzfelder & Zielgruppen
Eine der großen Stärken des Berufs liegt in seiner Vielseitigkeit. Entspannungstrainer arbeiten keineswegs nur in einem einzigen Umfeld, sondern finden in ganz unterschiedlichen Bereichen Beschäftigung – häufig auch in Kombination mehrerer Tätigkeiten. Wer flexibel bleibt, kann sich so ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld aufbauen.
Bevor Sie sich für eine Richtung entscheiden, hilft ein Überblick über die typischen Einsatzfelder. Die folgende Aufstellung zeigt, wo Entspannungstrainer gefragt sind:
- Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen mit Kursangeboten zur Stressbewältigung
- Wellness-, Gesundheits- und Fitnessstudios als ergänzendes Kursangebot
- betriebliche Gesundheitsförderung in Unternehmen und Behörden
- Kindergärten und Schulen mit Entspannungsangeboten für Kinder
- Senioreneinrichtungen und Begegnungsstätten
- freiberufliche Kurse in eigenen oder angemieteten Räumen
Ebenso vielfältig wie die Einsatzfelder sind die Zielgruppen. Vom gestressten Berufstätigen über Eltern und Senioren bis hin zu Kindern profitieren ganz unterschiedliche Menschen von Entspannungsangeboten. Ein erfahrener Trainer passt seine Sprache, das Tempo und die Auswahl der Übungen jeweils an die Gruppe an – mit Kindern arbeitet er anders als mit Führungskräften in einem betrieblichen Stresspräventionskurs.
Gerade die betriebliche Gesundheitsförderung hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Viele Unternehmen möchten das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter unterstützen und buchen dafür gezielt externe Kursleiter. Für Entspannungstrainer eröffnet sich hier ein interessantes, oft gut planbares Tätigkeitsfeld – ohne dass damit ein bestimmtes Einkommen versprochen werden kann, denn das hängt stets von Region, Engagement und Auftragslage ab.
Voraussetzungen & für wen geeignet
Eine erfreuliche Nachricht vorweg: Für den Einstieg in die Ausbildung zum Entspannungstrainer gibt es in der Regel keine starren formalen Hürden. Weder ein bestimmter Schulabschluss noch eine medizinische Vorbildung sind zwingend erforderlich. Viel entscheidender als Zeugnisse sind persönliche Eigenschaften und die innere Haltung gegenüber dem Thema.
Damit Sie für sich einschätzen können, ob der Beruf zu Ihnen passt, lohnt ein Blick auf die Eigenschaften, die im Berufsalltag besonders hilfreich sind. Die folgenden Punkte beschreiben, was einen guten Entspannungstrainer ausmacht:
- Freude daran, Menschen anzuleiten und Wissen weiterzugeben
- ein ruhiges, geduldiges und einfühlsames Wesen
- die Fähigkeit, vor Gruppen zu sprechen und Sicherheit auszustrahlen
- Interesse an Themen rund um Gesundheit, Wellness und Prävention
- Zuverlässigkeit und gute Selbstorganisation, gerade bei freiberuflicher Tätigkeit
- Offenheit, die Methoden zunächst selbst zu erleben und zu verinnerlichen
Besonders gut geeignet ist die Ausbildung für Menschen, die ohnehin im Gesundheits-, Wellness-, Pflege-, Erziehungs- oder Beratungsbereich tätig sind und ihr Angebot erweitern möchten. Aber auch Quereinsteiger, die einen sinnstiftenden Nebenberuf suchen oder Entspannung schlicht aus persönlicher Überzeugung weitergeben möchten, finden hier einen passenden Einstieg. Wer selbst gern entspannt und Ruhe als wertvoll empfindet, bringt bereits die wichtigste Grundlage mit.
Ablauf der Ausbildung
Wie eine Ausbildung zum Entspannungstrainer konkret abläuft, hängt vom gewählten Format ab. Bei der WIP-Akademie können Sie zwischen einer flexiblen Online-Ausbildung, einem Präsenzkurs in Berlin und einem staatlich zugelassenen Lehrgang wählen. Allen Formaten gemeinsam ist ein klar strukturierter Aufbau, der theoretisches Wissen und praktische Übung sinnvoll verbindet.
Damit Sie eine Vorstellung vom typischen Aufbau bekommen, fasst die folgende Übersicht die zentralen Bausteine zusammen, die in einer Ausbildung vermittelt werden:
- Grundlagen zu Stress, Anspannung und den Prinzipien der Entspannung
- die einzelnen Methoden – PMR, Autogenes Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Fantasiereisen
- didaktische Grundlagen: Kurse planen, anleiten und Gruppen führen
- das Schaffen einer geeigneten Kursatmosphäre und der Umgang mit Material
- rechtliche und sicherheitsbezogene Aspekte sowie die Grenzen der Tätigkeit
- Praxisübungen, in denen Sie das Anleiten selbst erproben
Die Online-Ausbildung bietet dabei größtmögliche Flexibilität: Sie lernen orts- und zeitunabhängig in Ihrem eigenen Tempo, können Lerninhalte wiederholen und die Ausbildung gut mit Beruf und Familie vereinbaren. Der Präsenzkurs punktet mit dem direkten Austausch, dem unmittelbaren Feedback und der Möglichkeit, das Anleiten in der Gruppe live zu üben. Der staatlich zugelassene Lehrgang kombiniert flexibles Online-Lernen mit einer geprüften, anerkannten Struktur.
Zum Abschluss steht in der Regel ein qualifiziertes Zertifikat, mit dem Sie Ihre erworbene Kompetenz nachweisen können. Eine genaue Studiendauer lässt sich pauschal nicht angeben, da die meisten Formate flexibel gestaltet sind – häufig bewegt sich der zeitliche Rahmen je nach Lerntempo über einige Monate.
Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Ausbildung weiß ich: Die beste Entspannungstrainerin und der beste Entspannungstrainer sind die, die ihre Methoden zuerst selbst leben. Erleben Sie jede Übung mehrfach am eigenen Körper, bevor Sie sie anleiten – nur dann können Sie eine Gruppe wirklich überzeugend und ruhig durch eine Fantasiereise oder eine Progressive Muskelentspannung führen. Und vergessen Sie nie, klar zu kommunizieren, wo Ihre Rolle endet: Wir schaffen Wohlbefinden und stärken die Selbstfürsorge, aber wir behandeln keine Erkrankungen. Diese ehrliche Abgrenzung schafft Vertrauen – bei Ihren Teilnehmern und bei Ihnen selbst.
Grenzen: Wellness statt Therapie – wann zum Arzt
So wertvoll Entspannungsmethoden für das Wohlbefinden sein können – sie haben klare Grenzen, die jeder Entspannungstrainer kennen und respektieren muss. Entspannungsangebote sind Wellness und Prävention. Sie können zum Abbau von Anspannung und zu mehr Ausgeglichenheit beitragen, ersetzen aber keine medizinische Diagnose und keine psychotherapeutische Behandlung.
Diese Abgrenzung ist gerade beim Thema Stress besonders wichtig, denn hinter anhaltender Anspannung oder Erschöpfung können auch ernsthafte Beschwerden stehen. Bei den folgenden Anzeichen sollten Sie als Trainer Ihre Teilnehmer ausdrücklich an ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe verweisen – und auch selbst entsprechend handeln:
- anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Ängste
- Schlafstörungen, die über längere Zeit bestehen bleiben
- Anzeichen einer ausgeprägten Erschöpfung oder eines Burn-outs
- körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache
- der Verdacht auf eine psychische Erkrankung
In solchen Fällen ist eine Entspannungsstunde kein geeigneter Ersatz für fachliche Hilfe. Ein verantwortungsvoller Entspannungstrainer macht seinen Teilnehmern transparent, dass seine Kurse das Wohlbefinden unterstützen sollen, bei behandlungsbedürftigen Beschwerden aber der Gang zum Arzt oder zu einem psychotherapeutischen Fachdienst der richtige Weg ist. Diese Klarheit schützt die Teilnehmer und schafft zugleich eine seriöse Grundlage für die eigene Arbeit.
Entspannungstrainer-Ausbildung bei WIP
Die WellnessInPerfektion WIP GmbH bietet die Ausbildung zum Entspannungstrainer in den drei Formaten an, die zu unterschiedlichen Lebenssituationen passen. So können Sie selbst entscheiden, ob Sie maximal flexibel von zu Hause lernen, den direkten Austausch in der Berliner Präsenzgruppe suchen oder einen staatlich zugelassenen Lehrgang absolvieren möchten.
Damit Sie die für Sie passende Variante leichter finden, fasst die folgende Übersicht zusammen, wofür sich die einzelnen Formate besonders eignen:
- die Online-Ausbildung für alle, die orts- und zeitunabhängig im eigenen Tempo lernen möchten
- der Präsenzkurs in Berlin für alle, die den persönlichen Austausch und das Üben in der Gruppe schätzen
- der staatlich zugelassene Lehrgang für alle, die eine geprüfte, anerkannte Struktur bevorzugen
Unabhängig vom gewählten Format legen wir Wert auf praxisnahe Inhalte, eine fundierte Vermittlung der Methoden und eine klare Einordnung als Wellness- und Präventionsangebot. Mit dem abschließenden Zertifikat weisen Sie Ihre Kompetenz nach. Wenn Sie noch offene Fragen haben, finden Sie viele Antworten in unseren häufig gestellten Fragen – oder Sie sehen sich in Ruhe das gesamte Kursangebot an und wählen den Weg, der am besten zu Ihrer Lebenssituation passt.

So gelingt der Einstieg als Entspannungstrainer
Der Weg in den Beruf lässt sich gut planen, wenn Sie ihn in überschaubare Schritte gliedern. Die folgende Anleitung führt Sie in sinnvoller Reihenfolge vom ersten Interesse bis zur eigenen Kurstätigkeit:
- Interesse klären: Überlegen Sie, ob Ihnen das Anleiten von Menschen liegt und ob Sie selbst Freude an Ruhe und Entspannung haben. Probieren Sie ein bis zwei Methoden zunächst für sich aus.
- Format wählen: Entscheiden Sie sich für Online-Ausbildung, Präsenzkurs oder staatlich zugelassenen Lehrgang – passend zu Ihrer Zeit, Ihrem Wohnort und Ihren Zielen.
- Methoden erlernen: Arbeiten Sie sich gründlich in PMR, Autogenes Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Fantasiereisen ein und erleben Sie jede Übung mehrfach am eigenen Körper.
- Anleiten üben: Trainieren Sie das Führen einer Gruppe – zunächst im geschützten Rahmen mit Familie oder Freunden, später in echten Kurssituationen.
- Zertifikat erwerben: Schließen Sie die Ausbildung ab und sichern Sie sich Ihr Zertifikat als Nachweis Ihrer Kompetenz.
- Erste Kurse anbieten: Sprechen Sie Volkshochschulen, Studios oder Unternehmen an und starten Sie mit einzelnen Kursen, die Sie nach und nach ausbauen.
Wichtig ist, dass Sie sich von Beginn an Ihrer Rolle bewusst sind: Sie schaffen Wohlbefinden und stärken die Selbstfürsorge Ihrer Teilnehmer – ein klarer, seriöser Rahmen ist dabei Ihr bestes Aushängeschild.
Fazit
Der Beruf des Entspannungstrainers verbindet eine sinnstiftende Aufgabe mit einem vielseitigen Tätigkeitsfeld: Sie leiten Menschen in bewährten Methoden wie Progressiver Muskelentspannung, Autogenem Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Fantasiereisen an und tragen so zu mehr Ruhe und Wohlbefinden im Alltag bei. Entscheidend ist die richtige Einordnung – Entspannungsangebote sind Wellness und Prävention, kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. Für den Einstieg braucht es keine festen formalen Hürden, sondern vor allem Freude am Anleiten und ein ruhiges, einfühlsames Wesen. Wer den Beruf fundiert erlernen möchte, legt mit einer qualifizierten Ausbildung der WIP-Akademie den Grundstein – ob als Online-Ausbildung, Präsenzkurs in Berlin oder staatlich zugelassener Lehrgang mit Zertifikat.
Häufige Fragen zur Ausbildung als Entspannungstrainer
Was macht ein Entspannungstrainer?
Ein Entspannungstrainer leitet Menschen in Entspannungsmethoden wie Progressiver Muskelentspannung, Autogenem Training, Atemtechniken, Achtsamkeit und Fantasiereisen an. Er plant und gestaltet Kurse, schafft eine ruhige Atmosphäre und begleitet die Teilnehmer dabei, das Gelernte selbstständig im Alltag anzuwenden. Die Tätigkeit gehört in den Bereich Wellness und Prävention und ist keine Therapie.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung?
In der Regel gibt es keine festen formalen Voraussetzungen wie einen bestimmten Schulabschluss oder eine medizinische Vorbildung. Wichtiger sind persönliche Eigenschaften: Freude am Anleiten von Menschen, ein ruhiges und geduldiges Wesen, die Fähigkeit, vor Gruppen zu sprechen, sowie Interesse an Gesundheit, Wellness und Prävention.
Welche Methoden lerne ich in der Ausbildung?
Sie lernen die wichtigsten Entspannungsverfahren kennen: die Progressive Muskelentspannung (PMR), das Autogene Training, verschiedene Atemtechniken sowie Achtsamkeit, Meditation und Fantasiereisen. Ergänzend werden didaktische Grundlagen vermittelt, damit Sie diese Methoden sicher anleiten und sinnvoll kombinieren können.
Kann ich die Ausbildung online machen?
Ja. Bei der WIP-Akademie können Sie zwischen einer flexiblen Online-Ausbildung, einem Präsenzkurs in Berlin und einem staatlich zugelassenen Lehrgang wählen. Die Online-Variante ermöglicht orts- und zeitunabhängiges Lernen im eigenen Tempo und lässt sich gut mit Beruf und Familie vereinbaren.
Ersetzt ein Entspannungskurs eine Therapie?
Nein. Entspannungsangebote sind Wellness und Prävention. Sie können zum Abbau von Anspannung und zu mehr Wohlbefinden beitragen, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose und keine psychotherapeutische Behandlung. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit, Ängsten, ausgeprägter Erschöpfung oder dem Verdacht auf eine psychische Erkrankung ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe der richtige Weg.
Wo kann ich als Entspannungstrainer arbeiten?
Einsatzfelder sind unter anderem Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen, Wellness- und Gesundheitsstudios, die betriebliche Gesundheitsförderung, Kindergärten und Schulen sowie freiberufliche Kurse in eigenen oder angemieteten Räumen. Viele Trainer kombinieren mehrere Tätigkeiten. Ein bestimmtes Einkommen lässt sich dabei nicht garantieren, da es von Region, Engagement und Auftragslage abhängt.

