29. Juli 2019
Lesezeit ca. 17 Min.

Wie lange sollte eine Massage idealerweise dauern? Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die optimale Massagedauer richtet sich nach Massageart, Behandlungsziel und Ihrer persönlichen Verfassung. Als grobe Richtwerte gelten: eine Teilkörper- oder Nackenmassage 20 bis 30 Minuten, eine klassische Ganzkörpermassage rund 60 Minuten, eine manuelle Lymphdrainage etwa 45 Minuten und eine Massage auf Rezept maximal 20 Minuten. Entscheidend ist nicht die Uhr, sondern ob die Zeitspanne ausreicht, damit alle Grifftechniken ruhig und fließend wirken können.

Key Facts – Massagedauer

  • Keine Einheitsregel: Wellnessmassagen folgen keiner gesetzlichen Zeitvorgabe – Bedarf und Verfassung des Patienten bestimmen die Länge.
  • Nur die Praktik zählt: Anamnese, Wärmebehandlung und Ruhephase gehören nicht zur eigentlichen Massagedauer.
  • Teilkörpermassage: ca. 20–30 Minuten, Ganzkörpermassage ca. 60 Minuten.
  • Standardzeiten: Schwedenmassage, Shiatsu, Ayurveda, Hot Stone & Fußreflexzonen je 60 Minuten; Lymphdrainage 45 Minuten; Büromassage 20–30 Minuten.
  • Massage auf Rezept: max. 20 Minuten von der Krankenkasse vergütet (Ausnahme D1-Behandlung).
  • Zu kurz oder zu lang schadet: zu wenig Zeit verhindert Tiefenwirkung, zu viel überlastet den Organismus.
  • Individuell statt starr: Gesundheitszustand, Alter, Fitness und Behandlungsziel bestimmen die ideale Zeitspanne.

Massagedauer charakterisieren – welche Leistungen sind inklusive?

Um festzulegen, wie lange eine wirksame Massage andauern sollte, muss zunächst geklärt werden, welche Bestandteile die Zeitspanne bestimmen. Beginnt die Anwendung mit den Vorbereitungen oder sind jene lediglich ein Mehrwert, der die Qualität der Behandlung steigert? Wird ebenfalls die Ruhephase nach der Praktik in die zeitliche Begrenzung integriert, und wie viele Minuten sind pro Methode dafür vorgesehen? Diese Punkte sind entscheidend, wenn Sie sich einen Therapeuten suchen und von einer tiefenwirksamen Methodik profitieren wollen. Nur so können Sie nämlich wissen, ob er professionell agiert und Ihnen wirklich die Massage Dauer bietet, die Ihnen zusteht.

Vorab wäre es jedoch wichtig, klarzustellen, die Massage Behandlung folgt keinen einheitlichen Regeln in puncto Dauer. Speziell die Wellnessmethoden unterliegen hauptsächlich den Bedürfnissen des Patienten und dem fachkundigen Rat des Masseurs. Dadurch wird es schwierig, eine eindeutige Aussage über die ideale Länge einer Massage zu treffen, an der Sie die Suche nach einem qualifizierten Therapeuten orientieren dürfen. Dennoch finden sich diverse Kriterien, die Ihre Massage Zeit vorgeben.

So sollte sich die empfohlene Dauer nur auf die Praktik beziehen. Alle Vorkehrungen, darunter die Anamnese, eine eventuelle Wärmebehandlung oder andere Leistungen zählen nicht zu dem zeitlichen Spielraum, der Ihnen für die Massagetechnik bereitgestellt wird. Genauso ist es mit den Ruhemomenten nach der Anwendung, denn auch sie sind nicht Teil der eigentlichen Massagedauer. Andernfalls würde das angewandte Verfahren nicht die beabsichtigte Wirkung erzielen, weil zu wenig Zeit für die vielschichtigen Grifftechniken bliebe. Obwohl die Vorbereitungen und die Erholung im Anschluss einen wesentlichen Beitrag zu der ganzheitlichen Entspannung leisten, sind sie keine elementaren Leistungen für die Massagezeit. Bedenken Sie aber trotz allem, dass Sie bei der Behandlung auch jene Komponenten bezahlen müssen. Meistens unterbreitet Ihnen die Massagepraxis dafür ein Komplettangebot, bei dem alle Teilbereiche rund um die gewünschte Praktik enthalten sind.

Oftmals schenken Interessenten den zeitlichen Aufwand einer Behandlung in der Wellnessbranche zudem kaum Beachtung, solange die Wirkung und das positive Gefühl während der Methode präsent sind, doch dies wäre zu simpel. Immerhin bauen die Wirksamkeit und das allgemeine Wohlbefinden des Patienten unweigerlich auf der Dauer der Massage auf.

Massage Dauer Auswirkungen – Zentrum der Behandlungsqualität

Auch wenn der zeitliche Rahmen einer Anwendung aus dem Wellnessbereich oftmals nur eine untergeordnete Position bei der Effizienz einnimmt, sollte die Massage Dauer niemals außer Acht gelassen werden. Schließlich hat sie einen indirekten Einfluss auf den Erfolg der Praktik und die positiven Veränderungen für den Patienten.

Demnach kann eine Behandlung mit optimaler Zeitspanne die Mobilität erhöhen, Disharmonien aufheben, Verkrampfungen und Schmerzen reduzieren sowie neue Energien freisetzen. Eine qualitativ hochwertige Massage benötigt genügend Zeit, damit alle Grifftechniken gleichmäßig, behutsam und fließend absolviert werden können. Hektik oder Schnelllebigkeit sind unerwünscht, weswegen die Zeit durchaus großzügiger gewählt wird.

Genauso viele positive Effekte, wie eine gut-gewählte Behandlungsdauer nach außen projizieren kann, so viele negative Begleiterscheinungen würde sie mit sich bringen, insofern die Zeitspanne zu kurz oder zu lang ist. Wer die Massage Dauer deutlich in ihrer Länge reduziert, wird keine Tiefenwirkung erzielen können, der Organismus kann sich nicht auf die Anwendung einstimmen und es würde eher zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands kommen.

Wer dagegen zu lange massiert, riskiert, dass der Patient zu sehr belastet wird, Schmerzen und Verkrampfungen oder andere Nebenwirkungen für den Organismus verspürt. Dies hat zur Folge, dass die Massage für einige Zeit komplett ausfallen müsste, was ihre Ziele aufhebt und eine gewinnbringende Behandlung unnötig verlangsamt.

Nicht der einzige Einfluss der Massagedauer, denn sie steht ebenfalls in direkter Verbindung zu der Kostenkalkulation bei Wellnessanwendungen. Hier gilt: Je umfangreicher die Praktik, desto teurer wird sie für die Person, die sie bucht.

In Ergänzung dazu bestimmt die Länge der Massagezeit meistens die Zufriedenheit der Patienten. Wer das Gefühl hat, mit einer kurzen, halbherzigen Anwendung abgespeist zu werden oder trotz wiederholtem Einwurf kein Ende der Technik in Sicht hat, wird den Besuch bei dem Masseur kaum in guter Erinnerung behalten. Die Person würde sich auch mental nicht mit der Massage identifizieren, keine erneute Anwendung wahrnehmen und eine Abwehrreaktion nach außen transportieren, welche die gesamte Wirkung beeinträchtigt. Im Zuge dessen sollte die Behandlungszeit ebenfalls an vier grundlegenden Fragen gemessen werden.

Massage Dauer – verschiedene Voraussetzungen als Maßstab

Auch wenn es die ideale Dauer einer Massage nicht gibt, lässt sich durch diverse Faktoren ein Zeitfenster erkennen, welches das Verfahren nicht unter- oder überschreiten sollte. Sie sind je nach Patient unterschiedlich, was der Fachpraktiker allerdings innerhalb der Anamnese erkennt und in die Kalkulation der Massage Dauer integriert.

Sanduhr und Massageöle als Sinnbild für die optimale Massagedauer
© Piotr Marcinski - stock.adobe.com

Einige der wesentlichen Eckpunkte, die den zeitlichen Rahmen der Anwendung vorgeben, sind:

Verordnung oder Wellnessverfahren?

Eine medizinische Verordnung unterliegt immer anderen Richtlinien als die Wellnesstherapien, welche von dem Patienten in Eigenleistung gezahlt werden müssen. Daher hat der Masseur hier deutlich mehr Freiraum als bei einer Behandlung auf Rezept, die dem gültigen Heilmittelkatalog Folge leisten muss. Wird dort eine bestimmte Zeit angegeben, wäre es dem Fachpraktiker also nicht möglich, dieses Intervall großzügig in die Länge zu ziehen. Bei der Wellnessbehandlung zählt wiederum nur der Patient.

Welche Massageart wird praktiziert?

Auch die Massage-Form ist ausschlaggebend für die Dauer der Behandlung. Handelt es sich um eine Ganzkörpermassage oder soll es eine zielorientierte Anwendung sein, die sich hauptsächlich auf einen schmerzenden Teilbereich fokussiert? Solche Charakteristiken müssen vor der Praktik geklärt werden, denn Teilkörper-Massagen überdauern nur 30 Minuten und eine Behandlung des gesamten Bewegungsapparats veranschlagt rund 60 Minuten Zeit.

In welcher Verfassung ist der Patient?

Der Gesundheitszustand des Patienten ist eine der wichtigsten Entscheidungshilfen, wenn es um die Massage Dauer geht. Wird ein gesunder Mensch massiert, der einen stabilen Bewegungsapparat hat, darf die Zeit der Anwendung etwas umfassender ausfallen als bei Personen, die eine instabile Muskulatur haben, Fehlhaltungen oder Mobilitätseinschränkungen aufweisen sowie anfälliger für Verkrampfungen sind. Auch das Alter und die Fitness fließen in die Festlegung der Dauer ein. Ältere Patienten sind weniger belastbar ebenso wie eine junge Zielgruppe, wohingegen professionelle Sportler über einen widerstandsfähigen Organismus verfügen und auch ausdauernde Techniken verkraften. Des Weiteren könnte die gesundheitliche Verfassung des Patienten vorübergehend beeinträchtigt sein, unter anderem durch eine Verletzung oder eine kurzweilig zurückliegende Infektion, sodass der zeitliche Rahmen der Massage für einige Anwendungen minimiert werden sollte, danach jedoch wieder in der gewohnten Länge zum Einsatz kommen darf.

Prävention, Therapie oder Rehabilitation?

Auf die Frage, Massage, wie lange? gibt es nur dann eine Antwort, wenn auch die Intention dahinter geklärt wurde. Möchte der Patient eine Behandlung wahrnehmen, die ausschließlich präventiv absolviert wird, darf jene ruhig die normale Zeitspanne auskosten. Wenn aktuelle Beschwerden vorliegen und die Praktik als Begleitung einer medikamentösen oder medizinisch-verordneten Methode stattfindet, sollte die Dauer zurückgeschraubt werden und falls die Technik der Rehabilitation dient, gilt es, langsam von einer kurzweiligen Massage auf die gewohnte Zeit zu steigern.

Diese und weitere subjektive Punkte prägen die Dauer einer wohltuenden Massage, wobei es ebenfalls allgemeine Regeln bezüglich der Zeit gibt, die sich je nach Praktik voneinander unterscheiden.

Massage Dauer festlegen – Verordnungs-Richtlinien und Wellnessvorgaben

Wie lange eine Massage dauern sollte, ist je nach Art und Inanspruchnahme der Therapie unterschiedlich, weil sich die Wellnessverfahren von den medizinisch-verordneten Massagepraktiken differenzieren.

So gibt es gemäß der Krankenkassen die Regel, dass keine Massage auf Rezept länger als zwanzig Minuten andauern darf. Jener Zeitrahmen ist der, den die Kasse für den Patienten übernimmt und dem Therapeuten vergütet. Insofern der Masseur eine längere Massagedauer für notwendig hält, kann er die empfehlen, müsste aber seine finanziellen Auslagen für den Mehraufwand anderweitig abrechnen. Anders verhält es sich mit Massagen auf Rezept, die kürzer ausfallen als der zu zahlende Standard, denn hier lässt sich die überschüssige Zeit nicht für eine zweite Anwendung aufheben, sondern es wird die volle Behandlung abgerechnet.

Ausnahmen sind zudem die Patienten, welche eine sogenannte D1-Behandlung verordnet bekommen. Sie umfasst drei verschiedene Therapieansätze aus den gültigen Heilmittelverordnungen, unter anderem die Kombination aus manueller Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät und Massage, weswegen sie eine längere Behandlungszeit gestattet. D1-Rezepte erhalten aber lediglich Personen, die aufgrund schwerer Unfälle oder nach Erkrankungen wie dem Schlaganfall unter erheblichen Defiziten leiden.

Jede verordnete Massage gehört daraufhin zu einer Einheit von sechs Anwendungen, die pro Rezept möglich sind und für den Patienten Zusatzgebühren verursachen. In welcher Höhe diese von Ihnen zu zahlen wären und was in Ihrer physiotherapeutischen Verordnung aufgelistet sein muss, erfahren Sie bei Ihrem behandelnden Arzt und den Krankenkassen, denn es lässt sich keine allgemein-gültige Aussage hierzu treffen.

Die Dauer einer Massage Behandlung bezogen auf Wellnesstechniken unterliegt hingegen anderen Schwerpunkten, da es hier, wie oben bereits erwähnt, keine Vorschriften hinsichtlich der zeitlichen Bestimmungen gibt. Schließlich sind alle Massagen aus dem Erholungssektor kostenpflichtig und müssen von Ihnen selbst gezahlt werden.

Damit Sie die gängigen Wellness-Anwendungen zeitlich einordnen können, helfen die folgenden Standardzeiten als Orientierung – sie zeigen, wie viel Zeit die jeweilige Massageart üblicherweise in Anspruch nimmt:

  • Schwedenmassage (60 min)
  • Shiatsu Massage (60 min)
  • Ayurveda Massage (60 min)
  • Hot Stone Massage (60 min)
  • Fußreflexzonen Massage (60 min)
  • Manuelle Lymphdrainage (45 min)
  • Büromassagen (20/30 min)
  • Kopf-Nacken-Schulter-Massagen (20 min)

Im Allgemeinen sollte sich eine professionelle Massage aber nicht primär an den vorherrschenden Standards festhalten. Was zählt, ist das Wohlergehen des Patienten, weswegen die individuelle Massage Dauer eine deutlich entscheidendere Position auf dem Weg zur ganzheitlichen Erholsamkeit einnimmt.

Massage wie lange? – individuelle Bedürfnisse als Richtungsweiser

Welche Vorgaben bei einer Massage Dauer auch vorausgesetzt werden, die Zufriedenheit des Patienten hat oberste Priorität. Deshalb sollte sich eine qualitative Behandlung immer an der gesundheitlichen Verfassung und den Vorstellungen des Einzelnen orientieren, statt eine standardisierte Anwendung zu bieten.

Jeder Mensch ist ein Individuum und hat eine andere Wahrnehmung. Bei besonders empfindlichen Patienten wäre es zum Beispiel ratsam, die Massagedauer zu minimieren, um den Organismus nicht überzustrapazieren, während gesunde Personen ruhig über den gewohnten Zeitrahmen hinaus massiert werden könnten. Mitunter muss auch nicht die Länge der Anwendung angepasst werden. Einige Umstellungen in der Intensität der Grifftechniken reichen dann aus, damit der Patient die Massage über die reguläre Zeitspanne wahrnehmen kann.

Genau aus dem Grund ist die Massage Behandlung auch flexibel anpassbar und kann von dem Fachpraktiker gemäß seiner Patienten abgewandelt werden. Ziel wäre es, für jeden eine Anwendung zu gestalten, die angenehm, schonend und effektiv bleibt. Jegliche Überbelastungen, Schmerzen oder Unzufriedenheit müssen vermieden werden, weswegen die Dauer der Praktik keine statische Größe ist, sondern ein Aspekt, der sich je nach Belieben verändern ließe.

Ein erfahrener und qualifizierter Fachpraktiker weiß dabei, wie viel Zeit für die Anwendung vorteilhaft wäre und wie sich die Dauer dem Patienten anpassen lässt. Ob die Behandlung letztlich eine vorteilhafte Zeitspanne veranschlagt, erkennen Sie an mehreren Anzeichen während und nach der Massage:

  • Ihr Organismus positiv auf die Massage reagiert
  • Sie sich weder gestresst noch unterfordert fühlen
  • der Masseur Sie regelmäßig fragt, ob der zeitliche Rahmen für Sie passend ist
  • alle Grifftechniken gleichmäßig, rhythmisch und fließend ineinander übergehen
  • keine abrupten oder hektischen Bewegungen stattfinden
  • der Fachpraktiker Ihnen das Gefühl gibt, keine Eile zu haben
  • Sie keine Nebenwirkungen verspüren
  • Ihnen die gesamte Massage positiv im Gedächtnis bleibt
Entspannte Person erhält eine Rückenmassage in ruhiger Atmosphäre
© baranq - stock.adobe.com

Außerdem sollten Sie sich bei der Frage, wie lange eine Massage dauern darf, nie von einer Einzel-Behandlung leiten lassen. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Wellnesspraktiken entstehen erst durch mehrere Massagen in regelmäßigen Abständen, weil der Organismus eine gewisse Zeit benötigt, um sich auf die Praktik einzustellen. Gerade die erste Massage Behandlung ist meistens noch nicht optimal, denn der Fachpraktiker muss sich zunächst ein Bild von Ihrer gesundheitlichen Situation machen, Ihren Körper kennenlernen und eine geeignete Massage auswählen, was eben auch die Dauer der einzelnen Techniken betrifft.

Falls Sie also nach dem ersten Termin unzufrieden sind oder das Gefühl haben, Ihre Massage sei zu kurz/zu lang gewesen, ist dies noch kein Grund, die Effizienz der Methode anzuzweifeln und sich einen neuen Masseur zu suchen. Stattdessen wäre es Ihre Aufgabe, mit dem Experten Rücksprache zu halten und ihn darüber aufzuklären, dass Sie sich eine intensivere oder weniger ausdauernde Massage wünschen.

Somit gelingt es Ihnen und dem Therapeuten, eine Massagedauer zu finden, bei der Sie Ihren persönlichen Entspannungsmoment erhalten und Ihren Organismus mit neuer Energie versorgen sowie ein ganzheitliches Gefühl von mehr Vitalität verspüren.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Starren Sie nicht auf die Uhr. Eine 30-minütige Massage, in der jeder Griff ruhig sitzt, bringt mehr als eine gehetzte Stunde. Sagen Sie Ihrem Therapeuten ruhig, wenn Ihnen die Zeit zu knapp oder zu lang vorkommt – ein guter Fachpraktiker passt die Dauer und die Intensität an Ihre Tagesform an. Und denken Sie daran: Die volle Wirkung entfaltet sich über mehrere Sitzungen, nicht beim ersten Termin.

Fazit

Die optimale Massagedauer ist keine feste Zahl, sondern das Ergebnis aus Massageart, Behandlungsziel und Ihrer persönlichen Verfassung. Als Richtwerte gelten 20–30 Minuten für Teilkörper- und Nackenanwendungen, rund 60 Minuten für eine Ganzkörpermassage und maximal 20 Minuten für eine Massage auf Rezept. Entscheidend ist, dass die Zeit ausreicht, damit alle Grifftechniken ruhig und fließend wirken können – ohne Hektik, aber auch ohne Überlastung. Bleiben Sie im Austausch mit Ihrem Therapeuten und vertrauen Sie auf Ihr Körpergefühl: Eine wohltuende Massage erkennen Sie nicht an der Uhr, sondern an Ihrem Wohlbefinden danach.

Häufige Fragen zur Massagedauer

Wie lange sollte eine Massage idealerweise dauern?

Das hängt von der Massageart und dem Ziel ab. Eine Teilkörper- oder Nackenmassage dauert etwa 20–30 Minuten, eine klassische Ganzkörpermassage rund 60 Minuten. Wichtiger als die genaue Zeit ist, dass alle Grifftechniken ruhig und fließend ausgeführt werden können.

Wie lange dauert eine Ganzkörpermassage?

Eine Ganzkörpermassage veranschlagt in der Regel rund 60 Minuten, da der gesamte Bewegungsapparat behandelt wird. Teilkörper-Massagen, die sich auf einen Bereich konzentrieren, dauern dagegen meist nur etwa 30 Minuten.

Wie lange darf eine Massage auf Rezept dauern?

Eine Massage auf Rezept darf in der Regel nicht länger als zwanzig Minuten dauern – diesen Zeitrahmen übernimmt die Krankenkasse. Eine Ausnahme bildet die sogenannte D1-Behandlung, die mehrere Therapieansätze kombiniert und daher länger ausfallen darf.

Zählen Vorbereitung und Ruhephase zur Massagedauer?

Nein. Die empfohlene Dauer bezieht sich nur auf die eigentliche Praktik. Anamnese, eine eventuelle Wärmebehandlung und die Ruhephase danach zählen nicht zur Massagezeit – auch wenn sie meist im Komplettangebot der Praxis enthalten sind und mitbezahlt werden.

Welche Standardzeiten gelten für die gängigen Massagearten?

Schwedenmassage, Shiatsu, Ayurveda, Hot Stone und Fußreflexzonenmassage dauern üblicherweise je 60 Minuten, die manuelle Lymphdrainage etwa 45 Minuten. Büromassagen sowie Kopf-Nacken-Schulter-Massagen sind mit 20 bis 30 Minuten deutlich kürzer angesetzt.

Kann eine Massage auch zu lang sein?

Ja. Wird zu lange massiert, kann der Organismus überlastet werden – mögliche Folgen sind Schmerzen, Verkrampfungen oder andere Nebenwirkungen. Genauso verhindert eine zu kurze Massage die gewünschte Tiefenwirkung. Die richtige Zeitspanne liegt dazwischen und richtet sich nach Ihrer individuellen Verfassung.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

Mehr über Ulrich Pötter & die WIP-Akademie →

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Massage – Techniken, Massagearten & Grundgriffe
  2. DocCheck Flexikon: Massage (medizinisches Fachlexikon – Indikationen, Kontraindikationen & Dauer)
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Heike Regenberg
vor 2 Wochen
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Heike Regenberg
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vor 3 Wochen
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vor 2 Monaten
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vor 3 Monaten
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Marfuli
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vor 6 Monaten
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