Oxymel
Innerhalb der Wellnessbranche gibt es immer wieder neue Trends, um die Gesunderhaltung positiv zu unterstützen. Eine der aktuellsten Erfindungen innerhalb der Präventivmaßnahmen ist Oxymel, der Sauerhonig. Jener soll die unterschiedlichsten gesundheitsfördernden Eigenschaften mit sich bringen und einen nachhaltigen Einfluss auf das Verdauungssystem haben. Die idealen Voraussetzungen, gerade in Verbindung mit Detox erfolgreich angewandt zu werden. Was genau sich hinter diesem Zusammenspiel aus Essig und Honig verbirgt, für was Oxymel alles geeignet ist, wie Sie ihn richtig anwenden und was es zu beachten gibt, darüber berichten wir in unserem heutigen Ratgeber.
Key Facts – Oxymel
- Was es ist: Sauerhonig, eine kalte Mischung aus Honig und Essig, oft mit Kräutern verfeinert
- Namensherkunft: von griechisch oxos (Essig) und meli (Honig)
- Grundrezept: klassisch drei Teile Honig auf einen Teil Essig, kalt angesetzt
- Ziehzeit: rund 3 bis 4 Wochen, danach abseihen und abfüllen
- Einordnung: Genuss- und Traditionsmittel, kein Arzneimittel; überlieferte Wirkungen sind wissenschaftlich nicht belegt
- Wichtig: Honig ist nicht für Säuglinge unter 1 Jahr geeignet (Botulismus-Risiko)
- Haltbarkeit: kühl und dunkel gelagert bis zu etwa einem Jahr
Was ist Oxymel?
Der Begriff Oxymel steht für eine Mixtur aus Essig und Honig. Dabei entstand der Begriff den Wörtern meli für Honig und oxos für Essig. In der Umgangssprache wird Oxymel auch Sauerhonig genannt. Er untersteht den urtümlichen Produkten, welche innerhalb der alternativen Heilmethoden eingesetzt wurde, um verschiedene positive Eigenschaften zu unterstützen.
Woher stammt Oxymel?
Oxymel ist ein Gemisch, welches einem simplen Grundrezept folgt. Dabei wird ein Teil Essig mit drei Teilen Honig vermengt. Der Honig ist für gewöhnlich ein Waldhonig oder auch ein Blütenhonig, während bei der Essigsorte auf Weinessig oder Apfelessig gesetzt wird. Es erfolgt eine kalte Zubereitung, weil das Erhitzen die hochwertigen Inhaltsstoffe des Honigs verflüchtigen würde. Teilweise ergänzen noch verschiedene Heilkräuter die Mischung, um die positiven Eigenschaften zu verbessern. Dazu zählen alle Natur- und Heilkräuter, die sich innerhalb der verschiedensten Alternativverfahren bewähren konnten. Der Honig wird mit dem Essig vermengt, gut durchgerührt und dann in einem luftdicht verschlossenen Glas rund 4 Wochen stehen lassen, um ausreichend zu ziehen. Es empfiehlt sich, das Glas während dieser Zeit regelmäßig zu schütteln und das fertige Oxymel dann durch ein Sieb abzuseihen. Im Anschluss wird es in Flaschen gefüllt und kühl sowie dunkel gelagert, um eine fast einjährige Haltbarkeit zu erzielen.
Wie entstand Oxymel?
Oxymel ist eigentlich sehr altes Heilmittel, welches in der Antike genutzt wurde. Damals hatte man bereits herausgefunden, dass die Verbindung von Honig und Essig verschiedene positive Eigenschaften auf die Gesundheit haben konnte und daher als erfolgreiches Heilmittel eingesetzt werden könnte. In früheren Zeiten war es daher üblich, Oxymel als Tinktur oder aber Trunk bei unterschiedlichsten gesundheitlichen Dysbalancen zu nutzen. Zwischenzeitlich geriet das Produkt dann aber leider vollkommen in Vergessenheit und seine Wirkung wurde immer seltener eingesetzt. Mittlerweile konnte sich Oxymel aber den Platz unter den erfolgreichen alternativen Heilmitteln zurückerobern und wird wieder mit wachsender Beliebtheit innerhalb der Wellness- und Präventionsbranche, für die Entgiftung und Entschlackung, genutzt. https://www.wellnessinperfektion.de/news/spezielle-fitnesstechniken/detox-diaet
Für was ist Oxymel gut?
Oxymel ist ein traditionelles Hausmittel aus Honig und Essig, das seit der Antike bekannt ist. Ihm werden verschiedene Wirkungen zugeschrieben — wissenschaftlich belegt sind diese nicht. Als Getränk ist es für gesunde Erwachsene unbedenklich; bei Beschwerden ersetzt es keine ärztliche Abklärung. Insgesamt ergibt die Kombination aus Honig und Essig mit ihren Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ein traditionsreiches Hausgetränk. Somit begünstigt Oxymel auch die Muskelvitalität oder lässt sich bei verschiedenen Dysbalancen in Kombination mit unterschiedlichen Kräutern einsetzen.
Welche Kräuter für Oxymel?
Wie schon erwähnt, lässt sich der Sauerhonig mit nahezu allen Kräutern vermengen, die verträglich und als Heilpflanzen geläufig sind. Einige Varianten wären dabei:
- Ringelblume, Kamille, Fenchel oder Minze für Kinder
- Ingwer oder Sanddorn für ein besseres Abwehrsystem
- Zitrone, Basilikum oder Holunderblüte gegen Fieber
- Knoblauch, Thymian und Salbei bei Schnupfen sowie Hustenreiz
- Wermut für Detox-Anwendungen
- Hagebutte gegen Endzündungsprozesse
- Weißdorn für ein stärkeres Herz-Kreislauf-System
- Kamille, Fenchel und Enzianwurzeln bei Verdauungsstörungen
- Löwenzahn zur Reinigung des Blutes
- Rosenblüten, Kamille oder Lavendel für die Entspannung und Beruhigung
- Knospen der Fichte für stärkere Knochen
Wie schmeckt Oxymel?
Oxymel wird unterschiedlich wahrgenommen. Vor allem handelt es sich um ein sehr würziges Aroma, welches eine leichte Fruchtnote enthalten kann, aber, je nach Zubereitungsart, ebenfalls etwas bitter schmecken. Diese bitteren Aromen erinnern an klassisches Magenbitter.
Wie viel Oxymel pro Tag?
Bei Oxymel wird zwischen der inneren und äußeren Anwendung unterschieden. Bei einer inneren Variante sollten erwachsene Personen pro Tag für ein verbessertes Immunsystem rund 2-3 Esslöffel (30 -50 ml) der Tinktur rund 30 Minuten vor dem Essen in ein Glas Wasser geben, dort auflösen und dann trinken. Bei Kindern sollten 1-2 Esslöffel in einem Glas Wasser oder alternativ in Fruchtsaft aufgelöst werden und für eine vorbeugende Einnahme innerhalb der Ernährung wäre es denkbar, Oxymel auch als Zusatz zum Salat als Dressing zu nutzen. Sportler könnten es auch in Form eines isotonischen Getränks anwenden. Die äußerliche Nutzung von Sauerhonig ist immer eine Mischung von der reinen Tinktur mit Wasser im Verhältnis 1:1. Daraufhin wird eine Kompresse oder auch ein Tuch getränkt um es entsprechend auf die Wunden (Insektenstiche) zu legen, damit es dort seine Wirkung entfalten kann.
Ist Oxymel basisch?
Oximel besitzt durch seine Inhaltsstoffe einen eher sauren pH-Wert, der bei 3-4 liegt und hat eine basische Verstoffwechselung. Daher eignet sich der Sauerhonig durchaus, um damit eine basische Ernährung zu begleiten und Detox-Kuren zu unterstützen.
Woher kommt Oxymel?
Oxymel als Zusammenstellung aus Essig und Honig stammt urtümlich aus der Antike und wurde vor allem in Griechenland geprägt, was auch den griechischen Namen erklärt. Heutzutage findet sich das Produkt allerdings auf international alle Ebene in den verschiedensten Bereichen der Prävention und der Naturheilkunde.
Wie wendet man eine Tinktur an?
Bei Tinkturen von Oxymel werden in etwa 10 bis allerhöchstens 50 Tropfen je Anwendung genutzt. Dabei dürfen Sie diese rund 2-3 mal pro Tag wiederholen. Tinkturen können unter Umständen für Waschungen, Bäder, das Auftragen bei Wunden wie Mückenstichen oder als Umschlag sowie Einreibung verwendet werden. Hierbei gibt es auch die Möglichkeit Oxymel in verdünnter Form mit Wasser einzusetzen.
Oxymel selber machen?
Oxymel lässt sich hervorragend in Eigenleistung herstellen, in dem Sie Honig und Essig im passenden Behältnis mischen und gemäß dem oben erwähnten Rezept zubereiten. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Sauerhonig ausreichen ziehen lassen und dabei regelmäßig umrühren, um eine homogene Konsistenz zu erhalten, die für die Qualität des Produkts von großer Bedeutung ist.
Insgesamt ist Oxymel natürlich kein Allheilmittel für verschiedenste Beschwerden, sondern eher eine Ergänzung von einer gesunden, natürlichen Lebensweise. Ob Sie den Sauerhonig daher regelmäßig in Ihre Speisenabfolge integrieren möchten oder aber lediglich bei Bedarf, zum Beispiel während einer Entgiftungskur, einsetzen, bleibt Ihnen überlassen. Durch seine vielen positiven Eigenschaften gelingt es ihm jedoch, die präventiven Maßnahmen für ein ganzzeitliches Wohlbefinden nachhaltig zu unterstützen obendrein eine gesunde Lebensweise zu begleiten.
Oxymel selbst herstellen: Grundrezept Schritt für Schritt
Oxymel gelingt in der eigenen Küche mit wenig Aufwand, denn Sie brauchen dafür nur zwei Grundzutaten und etwas Geduld. Wichtig ist von Anfang an sauberes Arbeiten: Verwenden Sie ein gründlich gereinigtes, am besten ausgekochtes Schraubglas, damit die Mischung ungestört ziehen kann. Als Faustregel hat sich das klassische Verhältnis von drei Teilen Honig zu einem Teil Essig bewährt, das Sie nach Geschmack anpassen können.
Für einen ersten Ansatz gehen Sie in folgenden Schritten vor:
- Wiegen Sie den Honig ab, etwa Wald- oder Blütenhonig, und geben Sie ihn in das saubere Glas.
- Ergänzen Sie den Essig, zum Beispiel naturtrüben Apfelessig oder milden Weinessig, im Verhältnis von etwa einem Teil auf drei Teile Honig.
- Rühren Sie alles gründlich um, bis sich Honig und Essig gut verbunden haben, und verschließen Sie das Glas luftdicht.
- Lassen Sie die Mischung an einem kühlen, dunklen Ort rund drei bis vier Wochen ziehen und schütteln Sie das Glas dabei regelmäßig.
- Seihen Sie das fertige Oxymel durch ein feines Sieb oder ein Tuch ab und füllen Sie es in saubere Flaschen.
Da Oxymel kalt angesetzt wird, entfällt jedes Erhitzen; so bleiben die empfindlichen Bestandteile des Honigs unverändert. Wer es eiliger hat, findet Oxymel inzwischen auch fertig im Reformhaus oder Online-Handel. Der selbst gemachte Ansatz hat jedoch den Vorteil, dass Sie Honigsorte, Essig und Süße genau nach Ihrem Geschmack steuern. Bitte beachten Sie, dass die Mischung Honig enthält und deshalb nicht für Säuglinge unter einem Jahr geeignet ist.
Oxymel-Varianten mit Kräutern und Früchten
Der reine Sauerhonig lässt sich vielfältig abwandeln, indem Sie beim Ansetzen verträgliche Küchen- und Heilkräuter oder Früchte hinzugeben. Diese Zutaten prägen vor allem Aroma und Farbe des fertigen Oxymels; darüber hinausgehende gesundheitliche Wirkungen sind traditionell überliefert, aber wissenschaftlich nicht belegt. Verwenden Sie ausschließlich Kräuter, die Sie sicher zuordnen können und gut vertragen.
Beliebte Kombinationen für den Hausgebrauch sind zum Beispiel:
- Milde Kräuter wie Kamille, Fenchel oder Minze für einen sanften, aromatischen Geschmack.
- Würzige Zutaten wie Ingwer oder Thymian für eine kräftigere Note.
- Fruchtige Ergänzungen wie Zitronenschale, Sanddorn oder Holunderblüte für frische Aromen.
Geben Sie die Kräuter direkt mit in den Ansatz und seihen Sie sie nach der Ziehzeit zusammen mit den Rückständen ab. Frische Kräuter bringen mehr Aroma, sollten aber vollständig vom Honig-Essig-Gemisch bedeckt sein, damit sie gut durchziehen. Getrocknete Kräuter sind sparsamer zu dosieren und lagerfähiger. Probieren Sie am besten kleine Mengen aus, bis Sie Ihre bevorzugte Geschmacksrichtung gefunden haben, und notieren Sie sich gelungene Mischungsverhältnisse für das nächste Mal.
Anwendung und Aufbewahrung im Alltag
Im Alltag verwenden viele Menschen Oxymel schlicht als aromatische Zutat: verdünnt mit Wasser als erfrischendes Getränk, als Säurekomponente in einem Salatdressing oder als Geschmacksgeber in Speisen. Da Oxymel durch den Honiganteil süß und zuckerhaltig ist, empfiehlt sich ein maßvoller Umgang, besonders wenn Sie auf Ihre Zuckerzufuhr achten müssen.
Für eine lange Haltbarkeit lagern Sie Oxymel kühl, trocken und lichtgeschützt und entnehmen es stets mit einem sauberen Löffel. So bleibt es oft bis zu etwa einem Jahr genießbar. Verändern sich Geruch, Geschmack oder Konsistenz auffällig, sollten Sie es nicht mehr verwenden. Denken Sie außerdem daran, dass Oxymel ein Genuss- und Traditionsmittel ist und keine ärztliche Behandlung ersetzt. Bei anhaltenden Beschwerden, bei Diabetes, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern klären Sie die Anwendung bitte zuvor ärztlich ab.
Fazit
Oxymel ist ein traditionsreiches Hausmittel aus Honig und Essig, das sich mit wenigen Zutaten leicht selbst herstellen lässt und geschmacklich vielseitig ist. In der Volksheilkunde wird Sauerhonig seit der Antike geschätzt, wobei die überlieferten Eigenschaften wissenschaftlich nicht belegt sind. Verstehen Sie Oxymel daher als aromatische Ergänzung einer bewussten, natürlichen Ernährung und nicht als Arzneimittel. Es ersetzt keine ärztliche Behandlung. Beachten Sie, dass Honig nicht für Säuglinge unter einem Jahr geeignet ist, und klären Sie die Anwendung bei Erkrankungen, Diabetes, in der Schwangerschaft oder Stillzeit vorab ärztlich ab. Wer die traditionelle Naturheilkunde beruflich vertiefen möchte, findet in unseren Ausbildungen fundiertes Grundlagenwissen.
Häufige Fragen zu Oxymel
Ist Oxymel ein Heilmittel?
Nein. Oxymel ist ein traditionelles Genuss- und Hausmittel aus Honig und Essig, das in der Volksheilkunde seit der Antike verwendet wird. Die überlieferten Eigenschaften sind wissenschaftlich nicht belegt, und Oxymel ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Wie stelle ich Oxymel selbst her?
Sie mischen üblicherweise drei Teile Honig mit einem Teil Essig in einem sauberen, luftdicht verschließbaren Glas, rühren gut um und lassen die Mischung etwa 3 bis 4 Wochen kalt ziehen. Schütteln Sie das Glas regelmäßig. Danach seihen Sie das Oxymel durch ein feines Sieb ab und füllen es in Flaschen. Erhitzt wird dabei nichts, damit die Inhaltsstoffe des Honigs erhalten bleiben.
Dürfen Kinder und Schwangere Oxymel verwenden?
Oxymel enthält Honig und ist daher nicht für Säuglinge unter einem Jahr geeignet, da Honig in seltenen Fällen Sporen enthalten kann, die für Säuglinge gefährlich sind (Botulismus-Risiko). In der Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern, bei Diabetes oder chronischen Erkrankungen sollten Sie die Anwendung vorab ärztlich abklären.
Wie schmeckt Oxymel und wie wird es verwendet?
Oxymel schmeckt süß-sauer und würzig, je nach Essig und Kräutern auch leicht fruchtig oder bitter. Es lässt sich in Wasser verdünnt trinken, als Zutat in Salatdressings oder Getränken nutzen. Wählen Sie die Menge maßvoll und bedenken Sie, dass Oxymel durch den Honig zuckerhaltig ist.
Wie lange ist Oxymel haltbar?
Kühl, trocken und dunkel gelagert ist Oxymel durch den hohen Honiganteil und den Essig gut haltbar, oft bis zu etwa einem Jahr. Verwenden Sie stets saubere Gefäße und Löffel. Verändern sich Geruch, Farbe oder Konsistenz deutlich oder bildet sich Schimmel, sollten Sie das Oxymel nicht mehr verwenden.
