27. Februar 2020
Lesezeit ca. 19 Min.

Wie mache ich eine Handmassage richtig? Eine Handmassage entspannt das wichtigste Greiforgan des Menschen durch sanftes Ausstreichen, behutsame Fingerzüge, gezielte Druckpunktstimulation und lockernde Kreisungen. Sie folgt keinem starren System, profitiert aber von einem klaren Ablauf: erst einölen, dann ausstreichen, Finger und Reflexzonen behandeln, abschließend ruhen lassen. So bewahren Sie Beweglichkeit, lösen Verspannungen und fördern das ganzheitliche Wohlbefinden – in maximal 15 Minuten.

Key Facts – Handmassage

  • Prinzip: Sanftes Ausstreichen, Fingerzüge, Druckpunktstimulation und Kreisungen entspannen das Greiforgan Hand.
  • Aufbau der Hand: rund 27 Knochen, 33 Muskelgruppen und drei Nerven – mit zahlreichen Reflexzonen.
  • Wirkung: löst Verkrampfungen, lindert Überbelastung, fördert Beweglichkeit und innere Gelassenheit.
  • Dauer: in der Regel maximal 15 Minuten pro Hand.
  • Einsatz: als Selbstmassage, Partnermassage oder professionelle Wellnessanwendung.
  • Vorsicht bei: frischen Wunden, Entzündungen, Fieber, offenen Stellen oder Frakturen.
  • Erlernbar: als Online-Ausbildung, Präsenzkurs oder Video-Anleitung mit Zertifikat.

Menschliche Hand – komplexes Geflecht vielschichtiger Funktionen

Die Hand beschreibt ein Greiforgan, welches zu den oberen Extremitäten gehört und bei den meisten Primaten über einen ähnlichen Aufbau verfügt. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen besitzen jene einen Daumen, der gegenübergestellt werden kann, auch opponierbar genannt. Dies ermöglicht die Greifhand und damit einige der vielen Funktionen, die eine Hand besitzt.

Die menschliche Hand wird im Zuge dessen in verschiedene Abschnitte unterteilt, nämlich Handwurzel, Mittelhand und Finger. Rund 27 Handknochen finden sich in der menschlichen Hand, was ein Viertel der Gesamtknochenanzahl ausmacht, die der Mensch im Körper hat.

Die acht Knochen der Handwurzel sind eng miteinander verbunden und bilden das Fundament des beweglichen Greiforgans. Im Überblick gehören dazu:

Die Handwurzel (lat. Carpus) wird von acht unterschiedlichen Handwurzelknochen gebildet, darunter:

  • Hakenbein
  • Mondbein
  • Großes und Kleines Vieleckbein
  • Erbsenbein
  • Dreieckbein
  • Kahnbein
  • Kopfbein

Sie sind alle miteinander verbunden und befinden sich zweireihig angeordnet. Zwischen ihnen ist das distale Handgelenk. Ferner gibt es das proximale Handgelenk, welches mehr Bedeutung hat und sich zwischen Kahnbein, Dreieckbein, Mondbein und Speiche ansiedelt.

Die Mittelhand (lat. Metacarpus) schließt an die Handwurzel an und verfügt über fünf Mittelhandknochen in langgestreckter Variante. Zuletzt gibt es die fünf Finger (lat. Digiti manus) als beweglicher Abschnitt der Hand. Sie haben wiederum 14 Knochen, drei gehören zu dem Daumen, die anderen Finger haben je zwei.

Die Muskulatur ist ein komplexes System, bei welchem von den insgesamt 33 Muskelgruppen viele in dem Unterarm zu finden sind und nur noch als Sehnen in die Hand hineinragen. Einzig der Hypothenar auf der kleinen Fingerseite und der Thenar im Daumenbereich bilden größere Muskelstränge für die Hand. Drei Nerven verbinden die einzelnen Handpartien (nervus ulnaris, medianus und radialis). Sie ziehen sich zum Teil durch den Kapaltunnel über die Handfläche, welche indessen von einer widerstandsfähigen Sehnenplatte geschützt wird. Dies verleiht der Hand ihre Belastbarkeit.

Die Fingerenden sind dagegen mit vielen Rezeptoren ausgestattet und besitzen eine hohe haptisch-orientierte Sensibilität. Dadurch sind die Finger sehr empfindsam gegenüber Berührungen und haben ein überdurchschnittlich ausgeprägtes Schmerzempfinden. Eine Hand ist durch ihren anatomischen Aufbau fähig, zwei grundlegend unterschiedliche Griffe zu vollziehen, den Kraftgriff, bei welchem die gesamte Hand greift, um schwere Lasten zu halten, und den Präzisionsgriff für das Führen und Halten von Gegenständen mit koordinierten Bewegungen.

Nicht zuletzt wird die Hand aber auch zur Kommunikation genutzt mit der sich eine Person auf nonverbale Art artikulieren kann. Das Streicheln als Zeichen von Zuneigung, das Winken als Gruß, die geballte Faust als Symbol von Zorn, der erhobene Zeigefinger als Ermahnung, die Hände sind dauerhaft in Bewegung und zeigen an, wie sich jemand gerade fühlt. Sie spielen daher eine zentrale Rolle in dem Alltag des Menschen, der sie aus beruflichen und privaten Gründen braucht. Andernfalls könnte er seine Selbstbestimmtheit nicht oder nur eingeschränkt bewahren.

Umso wichtiger ist es, dass die Hände genügend Erholungsphasen erhalten, in denen sich die Muskulatur regenerieren kann und die beanspruchten Sehnen entlastet werden. Eine effektive Möglichkeit, die Gesundheit und Funktionalität der Hände aufrechtzuerhalten ist hierbei die Handmassage.

Handmassage – sanfte Entspannung, nachhaltiger Effekt

Die Handmassage zählt zu den Entspannungspraktiken, die innerhalb der Wellnessbranche regelmäßig zum Einsatz kommen, um die Hand zu erholen und deren Disharmonien sanft zu beheben. Sie ist wahlweise eine eigenständige Praktik oder ein Bestandteil der Ganzkörpertechniken. Handmassagen besitzen dabei eine lange Tradition, denn bereits seit Generationen wird die Hand mit ihren zahlreichen Reflexzonen in jeglichen Kulturkreisen bei der Anwendung von erholsamen Massagen mit einbezogen.

Sie ist äußerst empfänglich gegenüber der Massagereize in wechselnder Intensität und reagiert schnell, insofern die richtigen Handmassage Punkte stimuliert werden. Deswegen tritt sie sowohl bei der Prävention als auch bei bestehenden Behandlungsansätzen gegen schmerzende Hände oder zur Regeneration nach operativen Eingriffen sowie Verletzungen in Erscheinung.

Speziell strapazierte und dauerbelastete Hände profitieren von dem behutsamen Verfahren und können langfristig ihre Funktionalität sowie Mobilität bewahren, während die Person selbst einen Moment der Erholsamkeit genießt. Die Praktik lässt sich mit den unterschiedlichsten Techniken absolvieren, sodass für jeden Kunden ein individuelles Entspannungskonzept entsteht. Auf diese Weise gelingt es der Handmassage sogar, mehrere positive Eigenschaften freizusetzen, die sich auf den gesamten Organismus beziehen.

Ziele der Handmassage – bessere Beweglichkeit, erholte Muskulatur

Wer eine Handmassage lernen möchte, legt den Grundstein für ein vielschichtiges Wellnessverfahren. Schließlich verbirgt sich hinter der Methodik mehr als eine Teilmassage für die Hände. Bei korrekter Anleitung entsteht ein ganzheitliches Verfahren für Wohlbefinden und Entspannung, welches die unterschiedlichsten Dysbalancen im Körper erfolgreich lindern kann.

Das beruht auf den reflexogenen Zonen, die sich durch die Hände ziehen. Bei Stimulation der Handmassage Punkte werden über die Leitbahnen auch Beschwerden angesprochen, die sich an anderen Stellen im Organismus befinden, jedoch über das Meridiansystem mit den Reizpunkten an der Hautoberfläche verbunden sind. Konkret lässt sich mit einer fachgerechten Handmassage eine ganze Reihe positiver Effekte erzielen:

  • Verkrampfungen der Handmuskulatur aufzuheben
  • Die Folgen von Überbelastungen zu lindern
  • Schmerzen oder Mobilitätseinschränkungen der Hand zu behandeln
  • Kopfschmerzen über die Triggerpunkte zu therapieren
  • Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich zu lösen
  • die innere Gelassenheit zu fördern
  • Dysbalancen im Unterarm abzubauen

Grundsätzlich kann die Handmassage bei jeder Zielgruppe angewandt werden. Ob jüngere Kunden, Personen mit vorliegenden Handproblemen, ältere Menschen oder die Klientel, die nach einem Augenblick der Entspannung sucht: Das Wellnessverfahren spricht viele an, da sich die einzelnen Abläufe und Griffe beliebig variieren lassen. Dennoch gibt es einige Personen, die von einer Handmassage Abstand nehmen sollten, zum Beispiel bei frischen Wunden an der Hand, Entzündungen, Fieber, offenen Stellen oder Frakturen, die absolute Ruhe benötigen.

Die Anwendung dieser Methodik braucht aber meist keine vorherige Abklärung durch einen Mediziner, weil sie bei schonender Ausübung kaum negative Begleiterscheinungen nach außen projiziert. Eine Handmassage ist daraufhin stimulierend und entspannend zugleich, vorausgesetzt, der ausübende Experte weiß, welche Punkte zu massieren sind und wie die korrekte Technik verläuft.

Handmassage Technik – fachgerechter Ablauf für mehr Erholsamkeit

Die Massage der Hand ist eine unkomplizierte Möglichkeit, überbeanspruchte Hände mit einem Moment der Entspannung zu verwöhnen. Daher gibt es keine festen Grifftechniken, die zwingend angewandt werden müssen. Stattdessen vereinen sich hier sanfte Erholungsverfahren mit gezielten Reflexzonenmassagen zu einem stimmigen Gesamtkonzept, dass jede Hand gemäß ihrer Bedürfnisse behandelt.

Zu den gängigsten Anwendungen gehört hier das Ausstreichen. Streichungen mit wechselnder Intensität sind leicht zu erlernen, eignen sich für den Anfang sowie das Ende der Massage und können beliebig variiert werden. Auch Druckpunktstimulationen wie bei einer Reflexzonenmassage sind gängige Griffe, wenn die Handmassage erlernt wird. Geübte Experten dürfen hier selbstständig handeln, während Laien sich an einem Reflexzonenmuster orientieren sollten. Das umgeht Fehlanwendungen und daraus resultierende Disharmonien.

In Ergänzung dazu treten Kreisungen in Erscheinung, die dazu beitragen, die Beweglichkeit der Gelenke zu steigern. Im Zentrum steht immer das Wohlbefinden des Kunden, weswegen der Experte meist individuell entscheidet, welche Technik er anwendet oder wie viele Griffe er bei der Massage kombiniert.

Es wäre daher denkbar, ebenfalls leichte Dehnungen des Handgewölbes vorzunehmen oder mit den positiven Eigenschaften der Thermotherapien in Bezug auf Wärme- sowie Kälte zu agieren. Knetungen der Handinnenfläche komplettieren die verschiedenen Praktiken der Handmassage, die der Anwender lernen sollte.

Darauf aufbauend ist es sinnvoll, sich nicht planlos an eine entsprechende Wellnessmethode zu wagen. Die Handmassage Punkte werden erst effektiv angeregt, wenn das Entspannungsverfahren einem passenden Ablauf folgt.

Handmassage lernen – Schritt für Schritt Anleitung für korrekte Massage

Die Handmassage folgt zwar keinem einheitlichen System, sondern darf durch wechselnde Techniken an das Empfinden des Kunden angepasst werden. Die Einhaltung von einem groben Ablauf sollte aber trotzdem gewährleistet sein. Dies vermeidet eventuelle Schmerzen oder fehlerhafte Praktiken und unterstützt die Effektivität der Wellnessmethode.

Therapeut führt eine entspannende Handmassage Schritt für Schritt durch
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Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Sie in einer sinnvollen Reihenfolge durch die gesamte Handmassage – vom Einölen bis zur abschließenden Ruhephase:

  1. Einölen: Verteilen Sie großzügig Öl oder Massagecreme in Ihrer Hand, um es auf die richtige Temperatur zu bringen und ölen Sie danach die Hand des Kunden komplett ein. Gerne darf auch zuvor ein Wasserbad genommen werden, um die entspannende Funktion der Massage zu verstärken.
  2. Erstes Ausstreichen: Streichen Sie die Hand zuerst aus. Agieren Sie großflächig über die gesamte Hand, indem Sie jene mit Ihren Händen seitlich umfassen und die Ausstreichungen sanft nach unten ausklingen lassen. Wiederholen Sie den Ablauf drei- bis viermal und vergewissern Sie sich, dass Sie jeden Handbereich aktiviert haben.
  3. Finger ausstreichen: Intensivieren Sie jetzt die Ausstreichungen und widmen Sie sich den einzelnen Fingern. Streichen Sie von oben nach unten den Finger entlang. Sie können beidhändig agieren oder die Finger je nacheinander massieren.
  4. Finger verwringen: Verwringen Sie die Finger mit sanftem Druck, als wollten Sie ein Handtuch auswringen. Dies steigert den Entspannungseffekt, erfordert allerdings ein gewisses Maß an Übung.
  5. Finger in die Länge ziehen: Ziehen Sie daraufhin jeden Finger ganz behutsam in die Länge. Greifen Sie den Finger dazu am Grundgelenk und sichern Sie ihn mit Ihrer Hand. Streichen Sie nun zur Fingerspitze, als ob sie den Finger mitziehen möchten und streichen Sie danach wieder vorsichtig aus. Beginnen Sie mit dem Daumen und behandeln Sie nacheinander jeden Finger auf dieselbe Weise.
  6. Finger erneut ausstreichen: Streichen Sie erneut jeden einzelnen Finger aus und bedenken Sie dabei jede Seite. Massieren Sie von oben nach unten und wechseln Sie dann, um von unten nach oben auszustreichen.
  7. Kreisungen und Handrückenzwischenräume: Wenden Sie leichte Kreisungen an und lassen Sie den Finger vorsichtig im Gelenk rotieren, um die Beweglichkeit zu verbessern. Kommen Sie anschließend zur Massage der Handrückenzwischenräume. Das dient der Lockerung von Muskulatur und Sehnen. Sie umfassen die Hand des Kunden so, dass diese zwischen Ihren Händen ruht und Ihre Handflächen unter ihr liegen. Jetzt absolvieren Sie drei bis vier Ausstreichungen, beginnend am Handrückenzwischenraum in Richtung des Handgelenks und lassen jene langsam auslaufen.
  8. Handinnenfläche massieren: Massieren Sie jetzt die Handballen und die Handinnenfläche mit leichten Kreisungen sowie Druckpunktstimulationen. Legen Sie die Hand mit der Oberfläche in eine Ihrer Hände, stützen Sie das Handgelenk und massieren Sie mit der freien Hand zunächst die Innenfläche. Kreisen Sie im Uhrzeigersinn und wechseln Sie im Anschluss die Kreisrichtung.
  9. Druckpunktstimulation: Für die Druckpunktstimulation drücken Sie die reflexogenen Zonen für mehrere Sekunden lang, ehe Sie jene langsam wieder loslassen. Wiederholen Sie den Ablauf einige Male.
  10. Handballen massieren: Die Handballen werden nun auf dieselbe Weise massiert. Gehen Sie behutsam vor und nehmen Sie sich Zeit. Eventuell ist ein erneutes Einölen sinnvoll.
  11. Handrückseite massieren: Massieren Sie jetzt die Handrückseite. Hier müssen Sie vorsichtig sein, denn die Fingersehnen dominieren den anatomischen Aufbau und setzen sanfte Techniken voraus. Massieren Sie eher in Längsrichtung und parallel zu dem Sehnenverlauf. Wenden Sie keinen starken Druck an, um bei dem Kunden kein unangenehmes Gefühl hervorzurufen. Beginnen Sie von oben nach unten und ändern Sie danach wieder die Richtung, verstärken Sie jedoch keinesfalls die Intensität.
  12. Abschließendes Ausstreichen: Kommen Sie nun zum Abschluss und streichen Sie dafür abermals großflächig über die Hand. Verwenden Sie zusätzlich einen feucht-warmen Waschlappen, um das noch vorhandene Massageöl aufzusaugen und zugleich einen intensiven Entspannungseffekt zu unterstützen.
  13. Ruhephase: Gönnen Sie dem Kunden einige Minuten Ruhe, damit sich die Hand regenerieren kann. Lagern Sie die Hand dazu ruhig sowie leicht erhöht und decken Sie jene bei Bedarf zu, um die durchströmende Wärme aufrechtzuerhalten.
  14. Zweite Hand: Wechseln Sie die Position und massieren Sie die zweite Hand, insofern Sie nicht von Anfang an beidhändig behandelt haben.

Handmassagen überdauern in der Regel nur maximal 15 Minuten. Sie lassen sich als Selbstmassage ebenso einsetzen wie in professionellen Wellnesskonzepten, ausgeführt durch einen Fachpraktiker oder als einfühlsame Partnermassage. Bei Bedarf könnte der Anwender auch einen Akkupressurstab, Edelsteine oder einen Igelball nutzen. Das verhilft zu weiteren Abwandlungen innerhalb der Praktik, aber ebenso zu einem gesteigerten Wohlbefinden.

Falls Beschwerden präsent sind, kann die Handmassage zudem angepasst werden. So verwöhnt der Experte die schmerzenden Bereiche intensiver oder wendet gezielte Stimulationen an den Handmassage Punkten an, die eine schnelle Linderung der Probleme zur Folge haben. Dazu muss die Anwendung allerdings regelmäßig stattfinden.

Zusammen mit einer hochwertigen Handpflege, wärmenden Bädern und ausreichend Pausen kann die entspannende Handmassage infolgedessen die Funktionalität des Greiforgans unterstützen sowie Muskeln, Sehnen und Knochen langfristig gesund halten.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Bei der Handmassage entscheidet nicht die Kraft, sondern die Achtsamkeit über das Ergebnis. Beginnen und beenden Sie jede Anwendung mit ruhigen, großflächigen Ausstreichungen – sie geben Sicherheit und leiten die Entspannung ein. An der empfindlichen Handrückseite arbeite ich grundsätzlich nur sanft und entlang der Sehnen. Und: Lieber wenige Griffe in Ruhe als ein hektisches Abarbeiten aller Techniken. Wer der Hand Zeit lässt, erreicht weit mehr.

Die wichtigsten Handmassage-Griffe im Überblick

Die Handmassage folgt keinem starren System – einige Griffe haben sich aber bewährt. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Techniken mit ihrer Ausführung und Wirkung. Orientieren Sie sich als Laie bei den Druckpunkten an einem Reflexzonenmuster.

GriffAusführungWirkung
AusstreichenSanfte Streichungen vom Handgelenk zu den Fingerspitzen, wechselnde IntensitätEinstimmung, fördert die Durchblutung, idealer Abschluss
DaumenkreisenKreisende Druckbewegungen mit dem Daumen über die HandinnenflächeLöst Verspannungen, aktiviert die Reflexzonen
Fingerausstreichung & -dehnungJeden Finger einzeln von der Wurzel zur Spitze ausstreichen und leicht dehnenVerbessert Beweglichkeit, mobilisiert die Gelenke
Handballen-KnetungSanftes Kneten der Daumen- und KleinfingerballenLockert beanspruchte Muskulatur
Druckpunkt-StimulationGezielter, sanfter Druck auf einzelne Reflexpunkte der HandflächeUnterstützt ganzheitliches Wohlbefinden
Abschluss & RuheBeruhigende Streichungen, danach kurze RuhephaseVerstärkt die entspannende Nachwirkung

Fazit

Die Handmassage ist ein traditionsreiches, unkompliziertes Wellnessverfahren mit großer Wirkung: Über sanftes Ausstreichen, behutsame Fingerzüge, gezielte Druckpunktstimulation und lockernde Kreisungen löst sie Verspannungen, fördert die Beweglichkeit und schenkt einen Moment der Erholung – in maximal 15 Minuten. Entscheidend sind ein achtsamer Aufbau, sanfter Druck und das Wissen um die Handmassage Punkte. Ob als Selbstmassage, Partneranwendung oder im professionellen Setting: Mit etwas Übung halten Sie das wichtigste Greiforgan des Menschen langfristig gesund und funktionsfähig. Wer die Technik fundiert weitergeben möchte, legt mit einer qualifizierten Ausbildung den Grundstein.

Häufige Fragen zur Handmassage

Wie mache ich eine Handmassage richtig?

Ölen Sie die Hand zunächst ein und streichen Sie sie großflächig aus. Behandeln Sie dann die einzelnen Finger mit Ausstreichungen, sanftem Verwringen und Längszügen, massieren Sie anschließend Handinnenfläche, Handballen und Handrücken mit Kreisungen und Druckpunkten und beenden Sie mit großflächigem Ausstreichen sowie einer kurzen Ruhephase.

Wie lange sollte eine Handmassage dauern?

In der Regel dauert eine Handmassage maximal 15 Minuten pro Hand. Wichtiger als die Dauer ist ein ruhiger, achtsamer Ablauf – lieber wenige Griffe in Ruhe als ein hektisches Durcharbeiten aller Techniken.

Welche Griffe gehören zur Handmassage?

Zu den gängigsten Techniken zählen das Ausstreichen mit wechselnder Intensität, das Verwringen und Längsziehen der Finger, Kreisungen für mehr Gelenkbeweglichkeit, Knetungen der Handinnenfläche sowie Druckpunktstimulationen an den reflexogenen Zonen. Ergänzend sind leichte Dehnungen des Handgewölbes und Thermoanwendungen möglich.

Brauche ich Öl für eine Handmassage?

Ein hochwertiges Massageöl oder eine Massagecreme erleichtert die Ausstreichungen und unterstützt den Entspannungseffekt. Erwärmen Sie das Öl zunächst in der eigenen Hand und ölen Sie die Hand des Kunden vollständig ein. Zum Abschluss können Sie überschüssiges Öl mit einem feucht-warmen Waschlappen aufnehmen.

Wann sollte man auf eine Handmassage verzichten?

Von einer Handmassage sollten Sie absehen bei frischen Wunden an der Hand, Entzündungen, Fieber, offenen Stellen oder Frakturen, die absolute Ruhe benötigen. Im Zweifel halten Sie vorab ärztliche Rücksprache.

Kann ich eine Handmassage bei mir selbst durchführen?

Ja. Die Handmassage eignet sich sehr gut als Selbstmassage. Folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung, arbeiten Sie mit sanftem Druck und nehmen Sie sich Zeit. Wer die Technik fundiert erlernen möchte, kann dies per Online-Ausbildung, Präsenzkurs oder Video-Anleitung mit Zertifikat tun.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

Mehr über Ulrich Pötter & die WIP-Akademie →

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Massage – Verfahren, Wirkung & Geschichte
  2. DocCheck Flexikon: Massage (medizinisches Fachlexikon)
© 2026 wellnessinperfektion.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Heike Regenberg
vor 2 Wochen
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 3 Wochen
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab
Profilbild von Elvira L
vor einem Monat
Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Kurs. Die Inhalte haben meine Erwartungen in keiner Weise erfüllt, weder qualitativ noch inhaltlich. Zudem wirkte die Struktur unklar und wenig durchdacht. Besonders negativ hervorzuheben ist der Umgang mit meiner Anfrage bezüglich einer Rückerstattung. Trotz meiner berechtigten Kritik wurde auf mein Anliegen nicht eingegangen, und ich habe keine zufriedenstellende Rückmeldung erhalten. Insgesamt würde ich diesen Kurs daher nicht empfehlen. Heute habe ich sogar so ein günstiges Angebot entdeckt, dass ich damals leider nicht gehabt habe. Ich hätte mir hier deutlich mehr Entgegenkommen und Transparenz gewünscht.
Elvira L
Profilbild von Marfuli
vor 3 Monaten
Ein wirklich ansprechendes Seminar mit ausgewogenen Praxis-& Theorieanteil. Die Dozenten und Dozentinnen sind kompetent und darüber hinaus auch menschlich und nahbar. Gute Vibes unter den Lehrenden. Es wurde viel gelacht und ein respektvoller Umgangston wurde stets gewahrt. Die Kommunikation ist für uns Teilnehmenden während des Seminars nur über die Chatfunktion möglich, was einerseits den Vorteil hat, dass die Vortragenden nicht unterbrochen werden können, keine Störgeräusche. (das war für mich als Teilnehmerin sehr angenehm, denn auch mein eigener Gedankenfluss wurde nicht unterbrochen und ich konnte dem Thema gut folgen). Andererseits gehen einige Fragen manchmal leider unter und werden übersehen. Das war ein bisschen frustrierend. Gefallen hat mir zudem, dass am Ende betont wurde, dass wir uns bei zukünftigen Fragen immer wieder bei der Akademie melden können. Sehr sympathisch. Ich empfehle dieses Seminar herzlich gerne.
Marfuli
Profilbild von Laura L.
vor 6 Monaten
Sehr empfehlenswert! Der Seminarraum war sauber und gut ausgestattet (Hanteln, Bänke etc.). Besonders positiv hervorheben möchte ich den Prüfer Ralf Stirpeik: Er war sehr freundlich, hat eine entspannte Atmosphäre geschaffen und alle Inhalte verständlich erklärt. Zudem wurden alle Fragen zur Prüfung in der Gruppe ausführlich besprochen. Insgesamt ein sehr professioneller Ablauf und angenehmer Aufenthalt. Danke dafür 👋🏼
Laura L.